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9. Mrz. 2018

Frühjahrsfahrt nach Lieberhausen

Von Freitag bis Mittwoch absolvierte eine Gruppe von sechs Jungs aus dem Haupthaus der Zeppelinstraße eine Freizeit in unserem Ferienhaus in Lieberhausen. Am Nachmittag des letzten Schultages vor den Osterferien wurde der Transit mit Gepäck und Jungs beladen und eine zwei-stündige Autofahrt führte uns zum Ziel. Auf dem Weg hielten wir am örtlichen Supermarkt, um unsere Lebensmittelvorräte aufzustocken.

Nachdem die Zimmer bezogen wurden, wurde das restliche Haus inspiziert. Mit tatkräftiger Unterstützung von Justin wurde das Abendessen zubereitet und gemeinsam verzehrt. Es wurde ein Plan für den nächsten Tag geschmiedet. Der restliche Abend wurde in gemütlicher Runde verbracht und die deutsche Mannschaft wurde bei dem Länderspiel gegen Spanien angefeuert.

Am nächsten Morgen, nach einer Joggingrunde und dem gemeinsamen Frühstück, wurde in Fußballschuhe und Trainingshosen geschlüpft und es ging zum nahegelegenen Fußballplatz. Dieser war über einem Fußweg von ca. 2 Kilometern durch den angrenzenden Wald gut zu erreichen. Über Stunden wurde mit vollem Körpereinsatz auf dem schlammigen Platz gebolzt. Zum krönenden Abschluss wurde ein Torwandschießen veranstaltet, der Gewinner wurde für den Abend vom „Spüldienst“ befreit. Ausgelaugt ging es zurück. Nach dem Abendessen zogen sich die Jungs, erschöpft von der körperlichen Anstrengung, recht schnell auf ihre Zimmer zurück und bald wurde es ruhig in dem großen Haus.

Am nächsten Morgen weckte uns die strahlende Sonne, die fröhlich vom blauen Himmel schien. Nach dem Frühstück ging es mit Sack und Pack in den Wald, auf dem Weg wurde sich in der äußerst schwierigen Sportart „Frisbee-im-Laufen-werfen“ betätigt. Im Wald angekommen nutzen wir die durch den Sturm umgekippten Bäume und spielten Verstecken. Einige Jungs versteckten sich so gut, dass sie nicht aufzufinden waren, bis wir sie riefen. In einem großen Bogen über den Bergkamm ging es zurück Richtung Dorf. Natürlich durfte ein Tannenzapfenweitwurf nicht fehlen und so segelten die Tannenzapfen meterweit den Abhang hinab. Als sich der Wald lichtete, hatte man eine weite Sicht und es wurde nach dem Standort des Hauses Ausschau gehalten. Um den Abend ausklingen zu lassen, wurden Gemeinschaftsspiele gespielt und im Anschluss eine DVD geschaut.

Den Montag nutzen wir, um nach Köln zu fahren. Die Jungs machten sich schick für die Domstadt. Es wurden alle 533 Stufen des Kölner Doms erklungen, in den zahlreichen Boutiquen eingekauft und in der Sonne ein Eis geschlemmt. Am Abend trauten sich die mutigen Jungs eine Nachtwanderung zu. Angriffe von Wölfen oder Monstern blieben erstaunlicherweise aus, jedoch konnten wir es nicht lassen, uns immer wieder gegenseitig zu erschrecken. Das Highlight waren dann mehrere Runden Verstecken im Dunkeln, welches den Schwierigkeitsgrad enorm erhöhte.

Dienstag wurden rasch die Schwimmhosen eingepackt und wir fuhren nach Plettenberg ins Schwimmbad. Eine riesige Rutschenlandschaft erwartete uns. Todesmutig stürzten die Jugendlichen sich ins Getümmel und probierten alle acht Rutschen aus. Unter anderem eine Loopingrutsche, eine Rutsche mit freiem Fall und eine Rutsche, die man im Stehen benutzen musste. Außerdem wurde sich im Wettschwimmen gemessen und Kunststücke vom 3 Meter Brett vorgeführt. Im Anschluss stand Grillen auf dem Speiseplan. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und es regnete wie aus Eimern. Schnell wurde umdisponiert und das Grillgut einfach in der Pfanne zubereitet. Hungrig von der sportlichen Betätigung stürzten die Jungs sich auf das Essen. Am Abend wurde das nächste Deutschlandspiel gegen Brasilien geschaut.

Am nächsten Morgen standen alle früh auf. Mit müden Gesichtern wurde das Haus einer Reinigung unterzogen und das Gepäck wieder im Auto verstaut. Nach erlebnisreichen Tagen ging es bei Sonnenschein wieder zurück nach Duisburg. Dort wartete bereits die nächste Gruppe auf den Transit, um nach Lieberhausen zu fahren und es fand ein fliegender Wechsel statt.

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„Der Berg der Bedeutung“ – Osterferienfahrt nach Lieberhausen

Beginn der Fahrt – Tag 1

Nach dem Frühstück begann die Freizeit mit guter Laune in Lieberhausen. Die Stimmung war auf Urlaub, Sonne und eine schöne Zeit eingestellt. Nach einem kurzen Besuch im „Haupthaus“ an der Zeppelinstraße ging es auf direktem Weg nach Lieberhausen. Zutreffend bemerkten die Kinder die stetige Verwandlung der Umgebung. Von städtisch mit Ruhrpott Charme, hin zum bewaldeten und bergigen Sauerland. Wir näherten uns dem bisher eher mysteriösen Berg der Bedeutung. Die Fahrt mit dem gemeinsamen Singen von allgemein bekannten Liedern war der Beginn eines gemeinsamen Rituals, das sich mit jeder Autofahrt wiederholte.

In Lieberhausen angekommen, haben wir uns erstmal eingerichtet, gemeinsam gelacht, Musik gehört und uns ausgetauscht. Das Beziehen der Zimmer war bereits ein freudiges Erlebnis, das durch einen unerwarteten Konflikt unterbrochen wurde. Doch dies war nur eine dunkle Wolke am sonst sonnigen Himmel. Nach dem gemeinsamen Abendessen haben wir in der „Gruppe“ den Konflikt aufgearbeitet. Jeder brachte sich ein und so wurde es zu einem Thema der Gesamtgruppe. Und plötzlich waren alle mitten drin. Mitten in einem Rollenspiel, zwischen Gina und Jens, indem es genau um diese Themen ging! Erst nach einiger Zeit wurde den Kindern klar, dass dies der Einstieg in unser gemeinsames Thema war.

In einzelnen Rollenspielen übernahmen jetzt die Kinder die Rollen. Einer spielte den Jugendlichen, der in seinem Leben, seiner Situation, keinen Sinn mehr sieht. Orientierungslos. Hoffnungslos. Der Andere sollte aufmuntern, Mut machen und Trost geben. Die Kinder brachten sich voll und ganz ein und steuerten Beispiele bei, die direkt aus ihrem Leben stammten. Der erste Abend klang mit gemeinsamen Spielen aus. Die Nacht war ruhig und friedlich.

Der Lebensweg – Tag 2

Nach einer erholsamen Nacht trafen wir uns zum gemeinsamen Frühstück. Dieser Moment im Tagesablauf wurde zum Ausgangspunkt für den Tag. Jeder konnte seine Wünsche und Erwartungen an den Tag äußern. Klar war eins: Heute besichtigen wir die Burg Altena und nehmen an einer „Fackelführung“ teil. Zuerst ging es jedoch nach Gummersbach, denn die Kinnder wollten unbedingt „shoppen“!

Im Anschluss daran fand eine emotional äußerst bewegende „Gruppe“ statt. In kreativer Form stellte jeder seinen bisherigen Lebensweg dar. Mit all seinen Höhen und Tiefen. Wir nahmen wertschätzend an den hohen Bergen und den ganz tiefen Tälern des Berges jedes Einzelnen teil. Das waren sehr persönliche und berührende Momente. Da kam die Abwechslung in Form einer Besichtigung der Burg Altena gerade recht. Zwar hatten wir nur Windlichter und keine Fackeln, aber die Schilderung der Sagen rund um die Burg Altena ließ uns dieses Detail schnell vergessen. Sagen von Riesen, Gold und Schätzen sowie Drahtziehern begeisterten uns. Die Kinder, ausgerüstet mit einer Videokamera, filmten spontan eine kleine Dokumentation über die Burg Altena ab. Eine geniale Idee. Nach einem gemeinsamen „Betthupferl“ ging es dann in den Schlaf.

In die Tiefe – Tag 3

Ein neuer Tag bricht an. Bereits der Morgen war spannend, denn heute Morgen war „Rollentausch“. Zwei Kinder wurden zu Erziehern und übernahmen freiwillig und mit viel Humor die Aufgaben der Erwachsenen. Sie servierten ein Frühstück, das mit so viel Liebe und Hingabe zubereitet wurde, dass man hätte weinen können. Vor Freude!

Nach dem Frühstück stand erstmal Entspannung auf dem Tagesplan, bevor es in die nächste Gruppe ging. Jeder wusste, wenn das Wort „Gruppe“ fiel, wurde etwas zum Thema erarbeitet. Diesmal ging es darum die Dinge zu finden, die einen inspirieren, Freude schenken, aufmuntern und einem ein Lächeln schenken. Jeder schrieb auf Post-it Zetteln Dinge auf, die das für ihn bedeuteten. Insgesamt kamen 186 Zetteln zusammen, die nun angebracht einen riesigen Berg der positiven Bedeutung bildeten. Jeder hatte die Möglichkeit zu einzelnen Begriffen mehr zu erfahren.

Positiv beschwingt ging es weiter zur Attahöhle. Wir besichtigten gemeinsam die größte Tropfsteinhöhle Europas. Wow! Wir erfuhren mehr über Stalaktiten, Stalagmiten etc. Unglaublich, dass 1mm Wachstum ca. 100 Jahre benötigt. Es ist einfach nur zu staunen, wenn man das mit dem eigenen Leben vergleicht. Etwas enttäuschend war, dass jedes fotografieren oder filmen in der Höhle verboten war. Somit wurde die Besichtigung zu einer sehr eindrücklichen Erfahrung, da wir alle Eindrücke aufsaugen mussten. Es bleibt ja nur die Erinnerung daran.

Der Abschluss des Abends bildete ein Film, der sich nahtlos an unser Thema anknüpfte. Jugendliche in einer schweren und belastenden Situation, die durch Sport Zusammenhalt und gegenseitiges Vertrauen erfahren und erleben. Alles schien zusammen zu passen. Das Wetter wurde immer sonniger und heller. So wurde es gleichsam in uns immer heller und wir konnten die Spitze des Berges der Bedeutung schon sehen.

Brief an sich selbst – Tag 4

Der vorletzte Tag brach an und alle freuten sich auf das gemeinsame Essen am Abend. Zuvor genossen wir jedoch die Sonne, die Stille und die ausgeglichene Stimmung. Es war ein bisschen wie das Gefühl, dass heute „Sonntag“ ist. Mit diesem Gefühl ging es in die letzte „Gruppe“ der Frizeit. Wir schrieben einen Brief an uns selbst, der in genau einem Jahr jedem zugestellt wird, egal wo immer wir dann sein werden. Dabei entstand die Idee, dass wir diese Freizeit genau in einem Jahr wiederholen sollten. Da war es wieder. Diese sehr intime, persönliche und warme Atmosphäre, in der jeder einen Brief an sich selbst verfasste. Es wurde z.T. gemalt, geschrieben, zitiert und gedichtet. Der krönende Abschluss war das Versiegeln der Briefe mit einem Wachsstempel. Im Anschluss ging es an das Styling für den Abend.

Das Abschlussessen mit den Kindern ist auf jeder Freizeit ein besonderer Moment, indem die vergangenen Tage nacherlebt werden. Jeder kann eine kleine Geschichte oder einen Witz beitragen. So klang der Abend aus mit der Übergabe eines kleinen Geschenks. Jeder erhielt einen ästhetisch aussehenden Stein, der aus Dänemark stammt. Ein kleiner Berg sozusagen.

Die Heimat ruft – Tag 5

Dank guter Organisation und die gemeinsame Kraft, putzten, wischten und räumten wir auf, um das schöne Haus in Lieberhausen für die nächsten Gäste in einem guten Zustand zu hinterlassen. Die Sonne hat uns seit gestern nicht verlassen. Es ist Frühling, sagt das Herz. Einige wünschten sich einfach in Lieberhausen zu bleiben, aber während der Fahrt wurde das Herz wieder weit für die Heimat. Eines ist jedenfalls sicher. Den Berg der Bedeutung haben wir erklommen und sind von ihm beseelt zurückgekehrt.

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und uns hilft, zu leben.“

Hermann Hesse (Stufen)

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Wochenendfahrt der AWG Watereck nach Lieberhausen

Abfahrt nach Lieberhausen!
Meine erste Fahrt in unser Ferienhaus nahe Gummersbach. Gehört hatte ich von den Teilnehmern schon sehr viel, vor allem davon, wie schön das Haus, der Wald und die Umgebung sei. Im Vorfeld erfragten wir die Gruppe natürlich auch nach ihren Vorstellungen und Wünschen. Insgesamt sehnten sich alle nach etwas Entspannung, denn auch unsere älter werdenden Bewohner packt der Alltagsstress deutlich mehr als vielleicht noch vor ein paar Jahren. Nach längerem hin- und her konnten wir glücklicherweise auch noch mehr Teilnehmer mitnehmen als ursprünglich geplant. Für viele unserer Bewohner könnte dies die letzte Fahrt in der doch sehr lange bestehenden Konstellation gewesen sein. Wir nahmen wahr, dass dies die Stimmung etwas beeinflusste, waren aber guter Dinge eine schöne Fahrt für alle garantieren zu können.

Tag 1 (Freitag)
Heute sollte es also losgehen! Nach und nach kamen alle aus der Schule, packten und saßen auf heißen Kohlen. Eigentlich warteten alle auf Jasmin, die heute zuletzt ins Haus kommen würde. Gott sei Dank hatten alle ihre Zimmer schon am Donnerstag auf Vordermann gbracht, sodass wir einen stressfreien Nachmittag hatten. Besonders aufgeregt waren Phillip und Fabian. Natürlich wurde schon stunden vorher genau ausgeklügelt, wer denn bloß wo sitzen würde. Es gab den blauen Party Bus und den kleinen Vereinsberlingo, indem man eher mit einer ruhigen Fahrt rechnen konnte. Die älteren Teilnehmer setzten sich also eher zu mir in den Berlingo, der uns noch einigen Spaß bereiten würde.

Nachdem wir die Autos beladen hatten, ging es dann nun endlich los. Aber nur bis zum Parkplatz um die Ecke, denn eine unserer Damen hatte ein wichtiges Medikament vergessen. Die Zwangspause war durchaus berechtigt, also machten wir eine Kehrtwende. Einige Baustellen machten uns auf dem Weg zu schaffen, sodass Nico mal wieder sein Heimatstadion von Bayer 04 Leverkusen bewundern konnte (und das sogar zwei Mal). Navigationsgeräte sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.

Als wir endlich beim hiesigen Supermarkt angekommen waren, zeigte sich die Gruppe als erfahrenes Team. Einkaufslisten arbeiteten wir im nu ab, getrennt auf zwei Einkaufswagen. In meinen Wagen kam alles für die Hauptgerichte. Wir hatten uns auf ein mexikanisches Wochenende geeinigt. Eins ist klar: Mohamad würde im Ernstfall sicherlich der Fluchtwagenfahrer meiner Wahl werden, so sicher er den Wagen durch den überfüllten Markt steuerte. Natürlich deckten sich alle auch etwas mit Privateinkäufen ein, sofern das Taschengeld nicht schon längst ausgegeben war.

Als wir uns hungrig Lieberhausen näherten, war die Dämmerung schon eingetreten. Nebel machte sich breit und bot allen einen schaurigen Ausblick über die Landschaft. Unser Berlingo kam kaum die Serpentinen hinauf und heulte laut durch den Abend. Blöd, dass der Fluchtwagenfahrer meiner Wahl noch keinen Führerschein hat! Wir stellten fest, dass wir sicherlich das ein oder andere hier heimische Tier verjagen würden. Endlich angekommen, packten wir zügig unsere Sachen aus. Mohamad bestand darauf, sich noch einmal über die Treppe zu beschweren, die immer sehr laut sei. Trotzdem polterten erst einmal alle mit ihren Taschen nach oben um auszupacken. Der Hunger machte sich breiter und breiter, weshalb ich mich mit tatkräftiger Unterstützung aller an die Arbeit machte, unser erstes mexikanisches Gericht zuzubereiten.

In geselliger Runde aßen wir unsere Nachopfanne, besprachen den weiteren Verlauf des Abends und tauschten uns über das Haus aus sowie die vielen Erinnerungen, die daran hängen, aus. Alle hatten auf Schnee gehofft, welchen wir sicher zuhauf gehabt hätten, wäre es doch nur kalt genug gewesen. Regen hatten wir zumindest. Jasmin hatte sich gewünscht, eine Runde verstecken im Dunkeln zu spielen, was wir aufgrund der Witterung und der heiklen Lage in den Wäldern verzichten mussten. Der Sturm Frederike hatte sein Unwesen getrieben, sodass der Förster dringend davon abriet, uns in den Wald zu begeben. Da wir alle einen langen Tag hatten, räumten wir auf und fingen an Gesellschaftsspiele zu spielen, was besonders Fabian immer sehr gut an den Fahrten fand. Der gesprächige Selim übernahm die Leitung und sorgte dafür, dass uns der Spaß nicht ausging.

Nach einem kurzen Abschlussgespräch und der Planung des nächsten Tages hatten alle noch etwas Zeit für sich, während gerade die jüngeren sich bettfertig machten. Der Abend klang langsam aus.

Tag 2 (Samstag)
Heute sollten wir viel vorhaben, also tat uns der Schlaf sehr gut. Und da man mit leerem Magen für gewöhnlich nicht klar denken kann, hatten wir ein ausgedehntes Frühstück und packten uns etwas Proviant ein.

Auf der Fahrt nach Lüdenscheid alberten wir eine Menge herum und versuchten dem großen Transit zu folgen. Der Berlingo mühte sich wieder einmal sichtlich ab. Pünktlich angekommen, suchten wir in der völlig überfüllten Innenstadt einen Parkplatz. Nun standen wir endlich vor der Tür.

Zuerst hatten wir etwas Sorge, dass unsere älteren Mitfahrer vielleicht etwas unterfordert wären. Und Museen sind ja nun mal auch nicht jedermanns Sache. Gott sei Dank war dies ganz und gar nicht der Fall. Die Phänomenta beschreibt sich als ein großes Science Center, bei dem das anfassen der Exponate durchaus erwünscht ist. Es gab große Themenbereiche, die technisches oder physikalisches Wissen vermitteln und zur Erkundung einladen.

Einmal angekommen, haben wir schleunigst unsere Sachen abgegeben und unsere Kugeln abgeholt, mit denen man eine riesige Kugelbahn füttern konnte. Alle haben es geschafft ihre Kugel auf den Weg zu schicken. Nur Kollege Selim verstopfte die Bahn, weil er gleich drei Kugeln auf einmal losschicken musste. Typisch Erzieher!

Bereits im ersten Raum, der sich mit dem Thema Licht und Farbe auseinandersetzte, hatten alle totalen Spaß und erkundeten die Exponate. Besonders gut geeignet waren die Lichtspiele um Selfies und Gruppenbilder zu machen. So etwas findet man nicht alle Tage. Besonders toll empfanden alle, dass man allein durch ausprobieren sehr viel entdecken konnte. Phillip und Fabian ließen sich immer mal wieder Dinge erklären, sofern sie mal etwas nicht genau verstanden hatten. Auch der Themenraum „Spiegel“ kam sehr gut an. Weitere Bereiche zeigten uns Einblicke in Bereiche Zeit, Kräfte, Sehen & Hören, Strom & Spannung sowie Luft. Da Phillip gerne die Eindrücke mit seiner eigenen Kamera festhalten wollte, schickte er mir per Luftpost eine kleine Botschaft: „Wan krieg ich mein Handy?“. An der Rechtschreibung arbeitet er noch, keine Sorge!

Unterwegs fanden wir eine Dunkelkammer, aus der man nur wieder herausfand, wenn man sich auf seine haptischen und auditiven Sinne verlassen konnte. In kleinen Gruppen stiegen wir hinein. Von draußen hörte man nur großes Gerumpel und lautes Gelächter. Ein Teilnehmer der Höhlenerkundung beklagte den schlimmen Geruch eines Stinkefußes.

Alles in allem waren wir sehr lange unterwegs. Wir reflektierten noch einmal, was uns am besten gefallen hat, aßen und tranken etwas. Die Dunkelkammer und der Bereich mit den Spiegeln lagen weit vorn. Da die Lüdenscheider Innenstadt inklusive Einkaufszentrum direkt nebenan lag, wir noch einige Besorgungen für den Abend machen wollten und das Wetter schlechter wurde, gingen wir los und verbrachten dort noch etwas Freizeit. Dies tat uns allen sehr gut und wir spürten so langsam die Erschöpfung des Tages. Wir machten uns auf den Weg nach Hause, um mit dem Kochen zu beginnen.

Heute sollte es überbackene Enchiladas geben. Jeder übernahm eine Aufgabe, sodass alles sehr schnell ging. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass es tatsächlich schmeckte und es nicht nur bedingt durch den großen Hunger schnell in unsere Bäuche einverleibt wurde. Überbackene Enchiladas stehen wohl auch weiterhin in meinen Wochenenddiensten auf der Speisekarte.

Wir saßen noch lange am Esstisch und unterhielten uns. Die Stimmung war ausgelassen! Ich nahm dies zum Anlass auch noch einmal genauer über Abschiede zu sprechen und wir führten gemeinsam einige Angebote durch, bei denen jeder etwas von der Gruppe zurückbekommen konnte.

Gegen acht Uhr machte sich unser Phillip langsam auf den Weg ins Bett. Der Tag war sehr lang und ereignisreich für ihn gewesen, sodass es kein Murren und Knurren verlangte. Da wir eine große Auswahl an DVDs für einen gemeinsamen Filmeabend dabei hatten, entschied sich die Gruppe für einen Film. „Blow“, dessen Geschichte uns sehr bewegte und auch noch einige Zeit reflektiert wurde. Der Protagonist hatte einen Abschied mit sich auszutragen und ging in die Retrospektive um herauszufinden, was genau passiert war. Mohamad, Romina und Thomas hingegen hatten es sich auf dem Zimmer bequem gemacht und unterhielten sich bis zur Bettgehzeit.

Tag 3 (Sonntag)
Unser Wochenende sollte sich so langsam dem Ende entgegen neigen. Beim Vorbereiten des Frühstücks sah ich die Regenwolken über uns hinwegziehen. Wie für einen Sonntag üblich, schliefen alle etwas aus und ich fragte mich derweil, wie die Stimmung sein würde, gleich noch einige Spiele im freien stattfinden lassen zu wollen. Beim Frühstück entschieden wir uns erst einmal alles sauber zu machen und sprachen noch etwas über den gestrigen Tag. Die Phänomenta kam sehr gut an und würde von uns auch den anderen Gruppen gegenüber als empfehlenswert beschrieben werden. Wir teilten unsere Aufgaben auf und erledigten unsere Hausreinigung bevor wir uns gegen 13 Uhr entschieden, den Weg nach Hause anzutreten, da es nach wie vor regnete.

Wir übergaben unserer Nachbarin noch ein paar Blumen, in der Hoffnung nicht zu laut gewesen zu sein und fuhren los. Manche mit einem lachenden Auge, manche natürlich mit einem weinenden, sollte es doch ihre letzte Fahrt gewesen sein. Ich für meinen Teil, freue mich sehr, bald wieder zu kommen!

Autor: Kai Isselhorst

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Südlandfahrt

Hier geht es zu dem Bericht!

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Hamburg – „Unsere Perle“

…unter diesem Motto fuhren wir am Montag, den 23.10.17, mit dem Zug von Dinslaken nach Hamburg. Wir, das sind fünf Bewohnerinnen und zwei Erzieherinnen der AWG Amalienstraße.

In Hamburg angekommen, machten wir uns samt Gepäck zu Fuß auf den Weg zu unserer Unterkunft – einer Ferienwohnung in der siebten Etage eines Hochhauses mitten in Hamburg. Nach einer kurzen Verschnaufpause und Inspektion der Wohnung, ging es dann zum Einkaufen. Anschließend haben wir gemeinsam gekocht, gegessen und uns anschließend mit der U-Bahn auf den Weg Richtung Hamburger Altstadt gemacht.

Erster Halt war das Hamburger Rathaus, das wirklich sehr imposant ist und vor allem abends fantastisch aussieht. Unsere Tour führte uns weiter zum „Jungfernstieg“ und zur Alster. Nachdem wir einige Fotos gemacht hatten, ging es wieder zurück in unsere Wohnung. Der erste Tag in Hamburg hatte allen gefallen und wir freuten uns auf die restliche Woche. Bevor wir allerdings schlafen gehen konnten, mussten wir noch etwas erledigen. Unsere liebe Regina war 16 Jahre alt geworden und das musste noch gefeiert werden.

Dienstag nach dem Frühstück ging es dann im Geburtstagsoutfit wieder Richtung Rathaus. Nachdem wir es uns am Abend zuvor bei Nacht angeschaut hatten, nahmen wir heute an einer zweistündigen Stadtführung teil, die vor dem Rathaus begann und sich quer durch die Stadt bis zum „Michel“ zog. Wir haben jede Menge Infos bekommen und viel gesehen. Leider war das Wetter nass und kalt, sodass wir uns nach der Führung in einem kleinen Café bei einer Tasse Kakao aufwärmen mussten.

Von dort aus ging es in die Speicherstadt, um das „Miniaturwunderland“ zu besuchen. Es war faszinierend zu sehen, wie detailreich einzelne Länder oder Städte im Miniformat nachgebaut worden waren. Wie schön alles leuchtete, wenn es Nacht im „Miniaturwunderland“ wurde und wie lebhaft alles bei Tag wirkte. Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus.

Nach dem Abendessen war das Wetter leider noch schlechter als am Vormittag. Deshalb beschlossen wir den Abend in der Wohnung zu verbringen und uns die Zeit mit dem einen oder anderen Spiel zu vertreiben.

Am Mittwoch fuhren wir zu den Landungsbrücken. Nachdem wir am Hafen entlang geschlendert waren, durchliefen wir den alten Elbtunnel und sahen uns den Hafen von der anderen Seite der Elbe an. Nach einer kleinen Shoppingtour durch die Souvenirshops des Hafens, erkundeten wir den Hamburger Hafen dann von einer Fähre aus.

Außerdem waren wir auf der „Rickmer Rickmers“, einem 1896 gebauten Schiff, das auch als schwimmendes Wahrzeichen Hamburgs bezeichnet wird. Der Rundgang über und unter Deck befasste sich nicht nur mit der Geschichte des Schiffes, welches unter anderem während des ersten Weltkrieges von den Portugiesen beschlagnahmt worden war, sondern auch mit der Geschichte der Familie „Rickmer“ und dem Aufbau der eigenen Werft und Reederei.

Dann ging es zur allabendlichen Stärkung zurück in die Ferienwohnung und anschließend zur Elbphilharmonie. Während der Stadtführung am Dienstag, haben wir erfahren, dass es an der Elbphilharmonie eine Aussichtsplattform gibt, die man kostenlos besuchen kann und von wo aus man sich den Hafen bei Nacht angucken sollte. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen.

An der Elbphilharmonie angekommen, besorgten wir uns ein Ticket und fuhren mit der „Tube“, einer sehr schön gestalteten und vor allem sehr langen Rolltreppe in die Elbphilharmonie. Schon das war ein Highlight. Noch schöner waren aber die Aussicht und der Hamburger Hafen bei Nacht! Wir haben jede Menge Fotos gemacht, bevor wir uns wieder auf den Weg zur Unterkunft machten.

Am Donnerstag mussten wir früh los. Wir wollten das Bunkermuseum besuchen, das nur donnerstags von 10.00Uhr bis 12.00Uhr geöffnet hat. Der unterirdische Bunker stammt aus dem zweiten Weltkrieg und dient heute als Museum. Neben Berichten von Augenzeugen, haben wir auch viel über die Nutzung solcher Bunkeranlagen erfahren. Das war ein ganz schön beklemmendes Gefühl und alle wurden recht nachdenklich.

Um 14.00Uhr haben wir an der Stadtführung durch St. Pauli teilgenommen. Da bis dahin aber noch etwas Zeit war, haben wir uns noch den „Michel“ angeschaut. Die Sankt Michaelis Kirche ist eines der Wahrzeichen Hamburgs und ist sowohl von innen als auch von außen sehr faszinierend. Mit großen Augen betraten wir die Kirche und staunten über die vielen Goldverzierungen, die es überall zu sehen gab und über die Größe der Kirche. Wir fuhren außerdem mit dem Aufzug nach oben, um die Aussicht von einem der größten Kirchtürme der Welt zu genießen.

Vom „Michel“ ging es zu den Landungsbrücken, wo vor dem Hardrock Café die Stadtführung startete. Die Führung befasste sich mit den Landungsbrücken, dem Fischmarkt und der Fischauktionshalle sowie mit der Reeperbahn. Auch hier bekamen wir wieder viele Informationen zu Hamburg und seinen Wahrzeichen. Vor der bekannten „Davidwache“ endete die Führung und wir machten uns auf den Rückweg. Wir mussten noch ein paar Kleinigkeiten für das Abendessen einkaufen und freuten uns über eine kleine Pause, da wir bereits einige Kilometer zu Fuß zurückgelegt hatten.

Nachdem wir St. Pauli schon tagsüber erlebt haben, wollten wir es uns auch bei Nacht anschauen und schlenderten noch über die Reeperbahn. Da bei uns allen die Stimmung gut war und wir noch nicht zurück in die Ferienwohnung wollten, beschlossen wir eine weitere Aussichtsplattform zu besuchen. Von der „Tower Bar“ in der Nähe der Landungsbrücken hat man ebenfalls einen wunderbaren Blick über Hamburg.

An diesem Tag sind wir alleine zu Fuß 13 km quer durch Hamburg gelaufen. Entsprechend froh waren wir, als wir abends die Füße hochlegen konnten.

Unser Programm für Freitag bestand aus dem Besuch des Speicherstadtmuseums und der Speicherstadt. Nach dem Frühstück machten wir uns mit der U-Bahn und dem Bus auf den Weg zum Museum. Das Speicherstadtmuseum berichtet über die Entstehung der Speicherstadt, das Leben der Arbeiter dort und auch über Themen wie Kaffeeanbau. Die Mädchen erkundeten die verschiedenen Themen anhand verschiedener Rätsel und hatten eine Menge Spaß. Anschließend haben wir uns die Speicherstadt noch live angeschaut.

Da auch an diesem Tag das Wetter ziemlich schlecht war, verbrachten wir den Abend in der Ferienwohnung und vertrieben uns die Zeit mit verschiedenen Spielen. Als wir am Montag und Dienstag vor dem Rathaus standen, waren wir alle beeindruckt von diesem Gebäude. Deshalb haben wir uns entschieden, am Samstag spontan an einer Führung durch das Rathaus teilzunehmen. Wir sind durch einige Räume des Rathauses gelaufen und uns wurde viel über die Geschichte des Gebäudes und der Stadt Hamburg erzählt. Das Highlight war die Besichtigung des Festsaales. Ein Raum, der über 40m lang ist und an dessen Decke drei 1,2t schwere Kronleuchter hängen.

Praktischerweise befindet sich das Rathaus in unmittelbarer Nähe zur Europa Passage und der Mönckebergstraße. Einer ausgiebigen Shoppingtour stand also nichts im Weg. Außerdem haben wir in den Geschäften Schutz vor dem Regen gefunden.

Was sollte man machen, wenn man an einem Sonntag in Hamburg ist? Den legendären Fischmarkt besuchen. Das hatten wir vor. Morgens um 4.30Uhr schellte der Wecker, doch schnell war klar, dass das Wetter noch viel schlechter war als an den letzten Tagen. Herbststurm „Herwart“ wütete und machte den Besuch des Fischmarktes unmöglich.

Als sich das Wetter im Laufe des Tages besserte, fuhren wir zuerst zum Bahnhof. Übers Internet hatten wir erfahren, dass wegen des Sturmes einige Züge nicht fuhren. Da wir am nächsten Tag mit dem Zug wieder abreisen wollten, wollten wir uns bei der Deutschen Bahn erkundigen. Am Bahnhof angekommen, erwarteten uns zwei unfassbar lange Schlangen, die zum Schalter der Deutschen Bahn führten. Wir entschieden uns dann dafür, uns Informationen über die Hotline der Deutschen Bahn zu besorgen, aber leider konnte uns wegen unserer Zugverbindung noch keine Auskunft gegeben werden.

Wir beschlossen den restlichen Tag am Hafen zu verbringen und uns ein Bild von den Sturmschäden zu machen. Abends war dann klar, dass unser Zug am nächsten Tag nicht fahren wird. Nach kurzem Austausch mit unseren Kollegen, stand fest, dass sich unser lieber Frank (Hausleitung der AWG Amalienstraße) am nächsten Morgen mit dem Auto auf den Weg machen wird, um uns in Hamburg abzuholen.

Unseren letzten Abend verbrachten wir dann noch mit Koffer packen, aufräumen und putzen und ließen bei einem Stück Pizza die Woche Revue passieren.

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Besuch der Essener Motorshow

Auch in diesem Jahr hatten wir das Vergnügen, acht Ehrenkarten vom Veranstalter der Essener Motor Show gesponsert zu bekommen. Voller Vorfreude sind wir, sechs Jugendliche und zwei Betreuer, dann endlich am Samstag, den 02.12.217, morgens um 10 Uhr Richtung Essen aufgebrochen. Gerüstet mit einem kleinen Frühstück für den Tag, gab es auf der Hinfahrt nur ein Thema: „Autos“.

Dementsprechend groß war auch die Freude bei der Ankunft in Essen. Nach einer kurzen Besprechung, bzw. zeitlichen Planung, haben wir die Messe in zwei Gruppen erkundet und genossen.

Neben vielen Raritäten und aufwendig bearbeiteten Show-Cars, waren für die Jugendlichen aber auch die schönen Hostessen immer wieder ein Foto wert.

Parallel zu den ganzen Schönheiten, gab es aber auch viel Interessantes und Neues zu entdecken. So hatten die Teilnehmer die Möglichkeit die Bundeswehr, als auch andere seltene Exponate zu erleben.

Bei einer entsprechenden Veranstaltung konnten natürlich auch der Rennsport und dessen Adrenalinschübe nicht fehlen.

Nach sechs Stunden, vielen Schritten, noch mehr Eindrücken, tausenden Fotos und vielen gesammelten Postern, sind alle Teilenehmer begeistert und zufrieden nach Hause gefahren.

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Sommerfest der AWG Amalienstraße

Die Wochen und Tage der Vorbereitung haben sich gelohnt! Für das diesjährige Sommerfest der AWG Amalienstraße hatten alle fleißig mitangepackt: Der Rasen wurde gemäht, Unkraut gezupft, Spiele vorbereitet, Einkäufe getätigt und Tischdeko gebastelt.

Als es am 2.9. dann soweit war, spielte auch das Wetter mit und wir haben uns über viele tolle Gäste gefreut. Gemeinsam machten wir Stockbrot und spielten Spiele, wie Rasentwister und Dosenwerfen.

Neben köstlichen Leckereien vom Grill und frischen Salaten, war der selbstgebackene Kuchen auch dieses Jahr wieder ein Highlight.

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Spieglein Spieglein an der Wand, Lieberhausen wird zum Märchenland

Es waren ein mal sieben Mädchen im Alter von 13 bis 17 Jahren, die sich im Sommer 2017 zusammen mit zwei Erzieherinnen auf den Weg nach Lieberhausen machten, um eine Woche im Märchenwald zu verbringen. Ihre Erlebnisse haben sie in einem Tagebuch festgehalten, das hier zu finden ist!

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Segelfreizeit Osterferien 2017

Am Samstagmorgen packten wir unsere sieben Sachen und machten uns auf in Richtung Ijsselmeer. Gegen 12:30 Uhr erreichten wir unseren neuen Heimathafen in Andijk. Bevor wir aber das Schiff beladen konnten, musste noch der Mast aufgebaut werden. Da alle tatkräftig mithalfen, ging dies aber schnell.

Anschließend kamen unsere Sachen in die verschiedenen Kajüten. In der Folge gab es jedoch einige Probleme mit den Wanten, die uns den Start des Segelns leider verzögerten. Dadurch ließen wir uns die schönen ersten Momente jedoch nicht vermiesen und machten das Beste aus dem ersten Tag. Ob spannende Duelle an der Tischtennisplatte, Fußballtennis oder ein paar Turnübungen, langweilig wurde es nicht. Gegen Abend hin beschäftigten wir uns dann mit der Zubereitung des Abendessens. Nach gefühlt einer Tonne Nudeln und Hackfleisch, machten wir es uns an Deck gemütlich und ließen den Abend gemeinsam ausklingen.

Am zweiten Tag im wunderschönen Holland machten wir uns auf den Weg in Richtung Amsterdam. Das Wetter trug seinen Teil zu der sehr guten Stimmung bei. Gemeinsam erlebten wir einen wunderschönen Tag im sonnigen Amsterdam, wo es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Bevor wir uns, nach wundgelaufenen Füßen, zurück in den hemischen Hafen machten, ließen wir es uns nochmal richtig gut gehen und kehrten in ein sehr gemütliches Restaurant ein. Zwar war die Kost nicht klassisch Holländisch, dennoch aber sehr lecker. Im Heimathafen angekommen, sollte der Tag noch ein richtiges Highlight bieten: Drei unserer
Jungs sprangen ins eiskalte Ijsselmeer.

Am dritten Tag konnten wir aufgrund von kleinen Schwierigkeiten noch nicht in See stechen. So wurde dann ganz schnell aus einem Segeltag ein Spiel-, Einkauf-, Fussballtag. Völlig erschöpft kamen wir am frühen Abend zurück zum Schiff. Nach einem ausgiebigem Abendessen und einer „Spielsession“ „Wizzard“, machten wir uns auf den Weg in unsere Kojen. Denn am folgenden Tag wollten wir endlich unser Schiff zum schaukeln bringen.

Nach einem hastigen Frühstück und voller Vorfreude legten wir unsere Schwimmvesten an und machten unser Schiff klar zum ablegen. Auch heute belohnte uns das Wetter mit einer lachenden Sonne, aber dennoch genügend Wind, um ordentlich „Speed“ zu bekommen. Wir nahmen Kurs auf Richtung Medemblik. Während einige die frische Luft an Deck genossen, tummelten sich ander unter Deck und spielten „Segelschiffe versenken“.

In Medemblik angekommen, und nachdem wir alles standegemäß vertaut hatten, durchstöberten wir etwas das kleine Städtchen. Denn für einige war Medemblik „Neuland“. Gegen Abend hin suchten wir uns dann erneut einen Fussballplatz, um eine Revanche auszuspielen, damit der Stachel bei der Verlierermannschaft vom letzten Duell nicht zu tief saß.

Für den Mittwoch gabe es leider eine Unwetterwarnung über dem Ijsselmeer, dementsprechend hatten wir einen Ausflug mit einer Fähre nach Enkhuizen geplant. Diese trotzte nämlich dem Wind und Wetter etwas besser als unser „Segelschiffchen“.

Auf der Fähre bekamen wir die Ehre uns den Maschinenraum ansehen zu dürfen. Dass es eine sehr alte Fähre war, wurde auch hier schnell klar. Der Kapitän schilderte uns sehr bildlich, dass ein heutiger Motor, der so eine Leistung hat, ungefähr so groß ist wie ein Automotor.

In Enkhuizen angelegt, schlenderten wir ein wenig durch das kleine Städtchen, bis der Hunger uns in eine echte holländische Pommesbude trieb. Satt und zufrieden ging es dann mit dem Zug in das etwas größere Städtchen Hoorn. Aber da allen sehr kalt war, hielten wir uns dort nicht lange auf. Zudem waren alle heiß darauf, Borussia Dortmund siegen zu sehen und wir setzen uns in den Bus um zurück nach Medemblik zu fahren. Das mit dem Siegensehen klappte dann leider nicht so gut, dennoch hatten wir einen schönen Abend und freuten uns auf den letzten Segeltripp am morgigen Tag.

Der letzte Tag brachte tolles Wetter mit sich und machte uns den Abschied noch schwerer. Nachdem sich alle frisch gemacht hatten und das Frühstück verzehrt war, hissten wir die Segel. In Andijk angekommen, war die Begeisterung groß, denn es ging ans Aufräumen, sauber machen und Taschen packen. Doch auch dies meisterten wir als Crew vorbildlich. Dementsprechend konnten wir am Vormittag die Heimreise antreten und kamen am Nachmittag müde, aber gut gelaunt, in der AWG Amalienstraße an.

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Projekt „Kräutergarten“

Bei dem Projekt wurde gemeinsam mit den Bewohnern der Schüleretage ein Kräuter- und Gemüsebeet angelegt. Die Jugendlichen wurden dabei von einem Erzieher betreut, der in unserem Haupthaus sein Anerkennungsjahr absolviert hat. Das Beet wurde angelegt, um gegen den heutigen Massenkonsum, und der damit verbundenen Wegwerfmentalität, entgegenzuwirken.

Das Ziel war, den Jugendlichen einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln nahe zu bringen und auf eine gesunde Ernährung zu achten. Das Beet ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Gruppe und wird bei gemeinsamen gruppenpädagogischen Kochangeboten genutzt.



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Lieberhausen Osterferien 2017

Tag 1 (17.04.)
Der Tag begann mit der Stauschau im Radio, welche einen 10 km langen Stau wegen plötzlichen Schneefalls ankündigte. Schnell mussten noch Schal, Mütze und Handschuhe in den fertig gepackten Koffern untergebracht werden. Je näher wir unserem Ziel kamen, desto weißer wurde die Umgebung.

Gleich nach der Ankunft wurden die Koffer ins Haus gebracht und wir rüsteten uns für die kalte Umgebung und erkundeten diese dann auch gleich. Eine mehrere Kilometer lange Wanderung stand bevor. Leider war es für den frisch gefallenen Schnee zu warm und dieser schmolz sehr schnell wieder.

Nachdem wir dann nach einiger Zeit zurück am Haus waren, haben wir das Abendessen zubereitet und den ersten Tag in Ruhe ausklingen lassen.

Tag 2 (18.04.)
Der Tag begann mit einem leckeren und ausgewogenen Frühstück. Danach hieß es Taschen packen für einen Ausflug ins GumBaLa, einem Schwimmbad in Gummersbach. Dort verbrachten wir den ganzen Tag. Sowohl die Kinder, als auch die Pädagogen, hatten dort sehr viel Spaß beim Wettschwimmen, auf der Wasserrutsche und bei Wasserspielen mit Bällen. Da so viel Spaß und Bewegung hungrig machen, haben wir einen kleinen Imbiss eingenommen.

Als wir abends dann frisch geduscht wieder im Haus waren, wurde das Essen vorbereitet. Nudeln mit Bolognese-Sauce. Die Kinder halfen natürlich tatkräftig. Auch wurde noch ein leckerer Apfelkuchen gebacken, um die kommenden Tage immer etwas Süßes zu haben, was man mitnehmen konnte.

Dann wurde sich noch zusammengesetzt, um gemeinsam den Abend ausklingen zu lassen.

Tag 3 (19.04.)
Am dritten Tag konnten wir uns morgens ein bisschen mehr Zeit lassen. So wurde ganz in Ruhe gefrühstückt und danach haben alle zusammen noch etwas Zeit zusammen mit Spielen im Wohnzimmer verbracht. Nach einem kleinen Snack am Mittag, sind wir dann nach Gummersbach in die Stadt gefahren. Dort haben wir uns die Innenstadt angeschaut und die Kinder konnten anschließend in zwei Gruppen die Stadt auf eigene Faust erkunden. Nach zwei Stunden haben wir uns alle wieder getroffen.

Da die Kinder auch Postkarten verschicken wollten, starteten wir eine kleine Schnitzeljagd durch Gummersbach. Nachdem wir dann endlich Postkarten gefunden und gekauft hatten, mussten wir ein Postamt finden. Nach einer längeren Suche sind wir an einem Kiosk fündig geworden, in dem wir Briefmarken erwerben konnten. Da es an diesem Tag sehr kalt war, waren die Kinder auch wieder froh, als wir zurückgefahren sind.

Nach einem leckeren Abendessen hieß es dann Spielezeit für alle. Es wurden gemeinsam Twister, die Werwölfe vom Düsterwald und andere Spiele gespielt. Die Kinder hatten dabei sehr viel Spaß und nachdem die Zeit wie im Flug verging, sind wir alle schnell ins Bett, da der morgige Tag etwas früher losgehen sollte.

Tag 4 (20.04.)
Heute hieß es etwas eher aus den Betten. Denn es Stand der Besuch des Affen- und Vogelparks in Reichshof an. Nach einer relativ kurzen Anreise hieß es erst einmal warten bis wir die Eintrittskarten erwerben konnten. Dann ging es auch schon los. Durch den Tierpark, mit vielen verschiedenen Tieren und Gehegen und anschließend in den Indoorbereich. Beide Bereiche erfüllten den Tag mit vielen Anforderungen und Erlebnissen, die den Kindern sehr viel Spaß bereiteten.

Da dies der letzte volle Tage in Lieberhausen war, haben wir uns dazu entschieden Pizza zu bestellen. Dies stieß natürlich auf viel Begeisterung. Am Abend wurden wir wieder spielerisch aktiv. Twister und die Werwölfe vom Düsterwald, wurden ausgiebig gespielt. So konnten einige Kinder, aber auch die Pädagogen zeigen, welche akrobatischen Fähigkeiten in ihnen stecken.

Tag 5 (21.04)
Der letzte Tag bricht an. Nach dem vorherigen abenteuerlichen und vollgepackten Tag, haben wir etwas später gefrühstückt. Nach dem Frühstück haben die Kinder dann ihre Koffer wieder gepackt und sich frisch gemacht. Dann haben alle tatkräftig das Haus auf hochglanz gebracht. Gemeinsam wurden die Betten neu bezogen und die Schlafräume abgestaubt und gefegt. Die Bäder wurden gereinigt und die Fliesenböden gewischt. Alle Kinder haben tatkräftig geholfen und nach dem alles fertig war, haben wir die Heimreise angetreten.

Lieberhausen ade! Bis Bald!

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Düsseldorfer Brückenlauf

Mit einer, wegen Krankheiten dezimierten, Gruppe haben wir am Sonntag am „Brückenlauf“ in Düsseldorf teilgenommen. Insgesamt haben über 1100 Teilnehmer die Ziellinie erreicht, die Schnellsten bereits nach etwas mehr als fünfzehn Minuten.

Da konnten wir leider nicht mithalten. Doch durch das regelmäßige Training fiel uns die Distanz von 5km wesentlich leichter, als noch zu Jahresbeginn. Dementsprechend haben sich die Zeiten der teilnehmenden Jugendlichen deutlich verbessert, sodass wir in der Teamwertung mit insgesamt 74 Teams einen sehr beachtlichen 5. Platz belegt haben.

Unser Respekt gilt den Jugendlichen, die sich Woche für Woche, trotz des eher schlechten Wetters, zum Lauftraining aufraffen. Das Laufen in einer großen Gemeinschaft und die Anfeuerungen am Straßenrand boten eine schöne Abwechslung und die Verbesserung der Leistung belohnte uns für die Anstrengungen im Training.

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United with Music and Respect

Zwei Jugendliche unserer Einrichtungen haben mit Unterstützung eines Pädagogen der Jugendheimstätten an dem Projekt „United with Music and Respect“ teilgenommen. Dabei enstand das Lied „Wir sind Menschen“, bei denen die Jugendlichen den Gesangs- und Schlagzeugpart übernommen haben.

Das Lied wurde professionell im Tonstudio aufgenommen und im Rahmen der Veranstaltung „United with Music and Respect“ am 15. März live in der Hochschule Düsseldorf gespielt. Nun ist es auch online zu sehen, hinterlegt mit einigen Impressionen der Jugendheimstätten aus den letzten Jahren.



Der Liedtext zum Song:

Wir sind Ausländer in Duisburg Hochfeld und machen Baby was uns gefällt.
Auch wenn ihr uns noch nicht so kennt, bald rocken wir die ganze Welt.
Wir kamen her von überall und sitzen nun im selben Stall.
Nach der Schule in die Stadt dort checken wir die Mädels ab.

Wir sind Menschen

Wir hatten einen langen Weg und wollten, dass es uns besser geht.
Wir wollten kein Blut sehen!
Wir wollten einfach überleben.
Jetzt schau mich nicht so an. Ich bin doch wie Jedermann.
Stellt euch nicht so an! Take my hand let`s have some fun!

Wir sind Menschen

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Hardter Karnevalslauf 2017

Am Samstag, den 25.02.2017, haben sechs Jugendliche aus unserem Haupthaus „Zeppelinstraße“ an einem 5 km Lauf in Mönchengladbach teilgenommen.

Bereits Wochen vorher haben wir damit begonnen, uns auf den Wettlauf vorzubereiten. Jeden Montag sind wir, egal ob es kalt war oder geregnet hat, an der Regatta-Bahn oder Sechs-Seen-Platte laufen gegangen. Einige Teilnehmer waren schon fit, weil sie in ihrer Freizeit Fußball spielen oder andere Sportarten ausüben. Es gab aber auch Teilnehmer, die hierdurch mit dem Sport begonnen haben.

Kurz vor dem Start machte sich etwas Aufregung unter den Jugendlichen breit, war dies doch ihr erster „Wettkampf“. Doch der Lauf war gut organisiert und auch das Wetter spielte mit. Und mit dem Start verging augenblicklich auch die Nervosität. Jeder Jugendliche ist während des Laufes an seine Grenzen gegangen und so beglückwünschen wir alle Teilnehmer zu ihren tollen Leistungen.

Ergebnisse, Zielfotos und weitere Impressionen gibt es unter der Homepage des Veranstalters: www.lg-moenchengladbach.de

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Eine Woche auf dem Hausboot

Für die Ferienfreizeit in den Herbstferien wurde unser Segelschiff, namens Ajas, zu einem Hausboot umfunktioniert. Der feste Liegeplatz in Andijk war somit für eine Woche unser neues zu Hause. Von hieraus haben wir viele Ausflüge gemacht. Das Wetter spielte leider nur bedingt mit und so hörten wir in der Nacht immer wieder den Wind pfeifen und das Wasser wild an das Boot platschen.

Schon auf der Fahrt nach Holland war es kalt und nebelig. Dazu waren die Kinds sehr müde. Der aufkommende Sonnenschein sorgte aber für bessere Laune.

Besonders Spaß hat uns der Ausflug in das Marinemuseum in Den Helder bereitet. Dort hatten wir die Möglichkeit, verschiedene Dinge auszuprobieren und unsere Geschicklichkeit zu testen. Das U-Boot dabei einen besonderen Eindruck hinterlassen. Der Rundgang durch das ehemalige Marine U-Boot verschaffte uns einen Einblick in die Arbeiten, die auf engstem Raum unter Deck stattfinden.

Da das Wetter leider die ganze Woche nicht unser Freund war, haben wir spontan einen Ausflug nach Hoorn gemacht. Bei einer leckeren warmen Schokolade konnten wir uns zur Freude aller aufwärmen.

Jeden Abend konnten wir aber den schönen Blick aufs Ijsselmeer genießen; mal mit mehr und mal mit weniger Wolken.

Zum Abschluss einer schönen Ferienwoche auf unserem umfunktionierten Hausboot, gingen wir gemütlich zusammen Pizza essen und anschließend Bowlen. Uns allen hat die abwechslungsreiche Zeit sehr viel Spaß bereitet. Wir haben die Städte Medemblik, Andijk, Hoorn sowie Enkhuizen kennengelernt und waren dazu Discoschwimmen und haben uns das Marinemuseum angeschaut.

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Die AWG Amalienstraße bei der Essener Motor Show

Am Freitag, den 02.12.2016, sind wir mit sieben Jugendlichen und einer Menge Verpflegung zur Essener Motor Show aufgebrochen. Auf dem Hinweg wurden bereits zahlreiche Sportwagen und Tuningfahrzeuge gespottet, sodass die Vorfreude ins Unermessliche stieg.

Angekommen, gab es für die Jungs kein Halten mehr und ein Highlight folge dem Nächsten. Neben den Präsentationen von LibertyWalk, Ferrari und anderen Größen der Brache, hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, Autogramme von verschiedenen TV-Stars zu ergattern.

Den absoluten Höhepunkt erlebten die Jungen dann in der „Live Motorsport-Arena“, wo sie Formelwagen, Showcars und Driftcars in Action und voller Lautstärke erleben durften.

Nach vier Stunden Messe-Marathon waren die Teilnehmer froh wieder im Transit Richtung AWG zu sitzen und freuten sich über die gesammelten Accessoires. Für die Jugendlichen war es ein riesen Erlebnis!

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Herbstfest der AWG Amalienstraße

Nach gemütlichen und besinnlichen Adventscafés in den vergangenen drei Jahren, war uns dieses Jahr danach, den Beginn des Herbstes mit einigem Trubel zu feiern. Statt Lebkuchen und Spekulatius hieß es diesmal daher Bratwurst und Stockbrot! Gemeinsam mit den Bewohnern und deren Familien, haben wir einen der letzten längeren Tage mit Genuss genutzt. Neben den kulinarischen Aktionen im Freien, wurde die Zeit auch für Seifenmacherei und die Fotobox genutzt, um etwas mit nach Hause nehmen zu können, das die Erinnerungen an diesen schönen Tag noch lange lebendig halten wird.

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Kanutour 2016

Einige unserer Jugendlichen waren diesen Sommer mit dem Kanu im Osten Deutschlands unterwegs. Dabei stand das „Wir-Gefühl“ im Mittelpunkt der Reise. Ein kurzer Bericht mit Bildern von der Fahrt ist hier online zu sehen.

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Ferienfreizeit Lieberhausen (11.07.-17.07.2016)

Seit Wochen fieberten wir dem Urlaub entgegen, denn wir durften als erste Gruppe in das neu renovierte Ferienhaus in Lieberhausen einziehen. Nach unserer Ankunft erkundeten wir zuerst das neu gestaltete Haus sowie den Garten. Alle waren total begeistert und fühlten sich auf Anhieb pudelwohl. Die Vorfreude auf die kommende Woche war entsprechend groß.

Nach den ersten Eindrücken besprachen wir gemeinsam, wer mit wem in welches Zimmer einzieht, packten unsere Koffer aus und ließen uns häuslich nieder. Ein ausgiebiger Spaziergang in Richtung Bruch folgte daraufhin einer kleinen Stärkung. Wir wollten erst einmal unsere Umgebung genauer kennen lernen.

Den Abend ließen wir dann beim gemeinschaftlichen Spaghetti Essen, Gesprächen und Spielen im Wohnzimmer ausklingen.

Da frische Luft bekanntlich müde macht, schliefen wir am Dienstagmorgen ordentlich aus. Aufgrund des durchwachsenen Wetters, besuchten wir an diesem Tag den Affen- und Vogelpark in Eckenhagen. Den Abend verbrachten wir wieder mit leckerem Essen und Gesellschaftsspielen.

Am Mittwoch waren wir in Gummersbach im Gumbala schwimmen. Obwohl wir mehr plantschten als Bahnen zogen, waren wir am Ende des Tages alle ganz schön müde und freuten uns über selbstgemachte Hamburger und einen entspannten Abend.

Den darauf folgenden Tag gingen wir zusammen auf Entdeckungsreise in der Phänomenta in Lüdenscheid. Hier gab es alles zum Thema Elemente, Technik, Phänomene und Naturwissenschaften zu entdecken. Man konnte vieles selber ausprobieren und es gab allerhand zum Mitmachen und Anschauen.

Am Freitag entschlossen wir uns dazu die Gummersbacher Altstadt zu besichtigen. Wir bummelten durch die Straßen und der ein oder andere konnte ein schönes Schnäppchen ergattern. Dazu stand der Lebensmitteleinkauf für den geplanten Grillabend an. Da die Sonne es gut mit uns meinte, war das Grillen der perfekte Abschluss für diesen schönen Tag.

An unserem letzten Tag, dem Samstag, nutzten wir das trockene Wetter und machten einen Picknickausflug. Nach einem kleinen Spaziergang fanden wir ein schönes Plätzchen. Mit leckeren Sachen genossen wir den Tag und spielten Geländespiele sowie Wikingerschach.

Leider mussten wir nun auch schon wieder unsere Taschen zusammenpacken und das Haus aufräumen. Jeder fasste dabei aber tatkräftig mit an. So kamen wir schnell zum Ende und konnten zum Freizeitabschluss gemeinsam eine leckere Pizza essen gehen.

Am Sonntagmorgen wurden, nach einem ausgiebigen Frühstück, alle Sachen ins Auto geladen. Nachdem wir das neu renovierte Haus wieder vollständig auf Vordermann gebracht hatten, traten wir zwar traurig über die Abreise, aber glücklich mit der erlebnisreichen Woche, den Heimweg an.

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Ostern 2016 – Naturfreundehaus in Bramsche

In den Osterferien konnten wir eine Freizeit für „unbegleitete minderjährige Ausländer“ (umA) anbieten. Die Jungen hatten in der Vergangenheit kaum die Möglichkeit, sich an einer unserer Ferienfreizeiten zu beteiligen. Der Wunsch nach einer solchen Fahrt war allerdings deutlich spürbar. Da aus rechtlichen Gründen Fahrten ins Ausland für die Jugendlichen nicht möglich sind und unser Ferienhaus in Lieberhausen noch nicht zur Verfügung steht, mussten wir eine Alternative finden. Das Naturfreundehaus in Bramsche sollte am Ende unser Ziel sein.

Nach gründlicher Vorbereitung im Vorhinein konnten wir am Ostermontag pünktlich aus Duisburg abfahren. Im vollbesetzten Ford Transit fuhren wir mit motivierten Teilnehmern Richtung Niedersachsen.

Wie verabredet kamen wir gegen 14.00 Uhr in Bramsche an. Hier trafen wir uns mit dem Ortsgruppenleiter der Naturfreunde zur Schlüsselübergabe und Einweisung.

Das Haus und die Ausstattung erinnert sehr an Lieberhausen. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, erkundeten wir die nähere Umgebung. Wir entdeckten neben verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten einen Grillplatz und Möglichkeiten zum Bolzen und Tischtennisspielen.

Starker Wind und Regen trieben uns allerdings schnell wieder ins Haus. Dort improvisierten wir mit den vorhandenen Tischen eine kreative Möglichkeit zum Tischtennis spielen.

Die folgenden Tage und Abende wurden mit einem abwechslungsreichen Programm gestaltet. So besuchten wir am Dienstag die Stadt Münster und besichtigten den Dom. Einen Tag darauf liehen wir uns Fahrräder und radelten nach Osnabrück. Auch ein Besuch des lokalen Schwimmbads in Bramsche sowie ein ausgedehnter Waldspaziergang mit Vertrauensspielen standen auf dem Programm. In unserer Unterkunft schauten wir das Länderspiel zwischen Deutschland und Italien. Aber auch Tisch- und selbst ausgedachte Gruppenspiele wurden von den Jungen gut angenommen.

Hier wurde ihnen Geschicklichkeit, Kraft und Wissen abverlangt. An unserem letzten Tag veranstalteten wir einen schönen Grillabend, der durch die tatkräftige Beteiligung aller Fahrtenteilnehmer an der Vorbereitung ohne Probleme ablief.

Während der gesamten Fahrt kam die Gruppe sehr gut miteinander zurecht. Trotz verschiedener Nationalitäten und Wohnbereichen kam es zu keinen Streitigkeiten. Hilfsbereitschaft, Respekt und Gemeinschaftssinn standen die meiste Zeit im Mittelpunkt. Aufkommende Probleme konnten trotz Sprachbarrieren schnell gelöst werden.

Sowohl im Schwimmbad, als auch beim Fahrradverleih, wurden wir angesprochen „was wir denn für eine Truppe wären“. Scheinbar waren wir in Bramsche (30000 Einwohner) ein eher ungewohnter Anblick. Die Resonanz von Seite der Fragenden war dabei allerdings sehr positiv. Unser Engagement, die Fahrt für die Jugendlichen veranstaltet zu haben, wurde dabei herausgestellt.

Am Ende blickten alle Fahrtenteilnehmer positiv auf die Reise zurück. Sowohl der Gemeinschaftssinn, als auch die vermittelte Kultur und Bildung während der Fahrt waren für die Jugendlichen sehr hilfreich. Denn wie Goethe schon sagte, „reisen bildet“.

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Ferienfreizeit im Hochsauerlandkreis

Am Sonntag, den 20. März 2016, sind wir mit acht Jugendlichen aus vier verschiedenen Nationen nach Medebach im Hochsauerlandkreis aufgebrochen. Der Ortsteil Titmaringhausen liegt im östlichen NRW an der Grenze zum Nachbarbundesland Hessen. Die Aufregung der Teilnehmer stieg mit jedem Kilometer, den wir unserem Ziel näher kamen. Zum Teil waren die Jungs von den „Ups and Downs“ und dem kurvigen Straßenverlauf angetan und erzählten teils ausgiebig von den Straßenverhältnissen in ihrer Heimat.

Das Erreichen unserer Freizeitbehausung bildete den ersten Höhepunkt unserer Reise. Bei der Führung durch die Vermieterin inspizierten unsere Jungs jedes der potenziellen Schlafgemächer genauestens und begannen ihre Schlafplatzwünsche aufgeregt zu verbalisieren. Die Zimmer mit eigenem Balkon waren besonders begehrt. Nach dem Auspacken unseres Hab und Gutes haben wir uns eine kleine Kaffeepause mit Kuchen gegönnt. Nachdem die freiwilligen Dienste (Spül-, Koch-, und Aufräumdienst) für den restlichen Tag verteilt waren, gingen unsere Jungs ihren individuellen Lieblingsbeschäftigungen nach. Die Einen betätigten ihr Handy und hörten Musik, schrieben Nachrichten oder posierten für Fotos. Die Anderen vertrieben sich die Zeit bis zum Abendbrot mit Gesellschaftsspielen, wie zum Beispiel der persischen Version des Damespiels.

Vor dem Abendbrot wurde kurz der Dienstplan für die kommenden Tage erläutert. Nach dem Essen und nach getaner Arbeit, folgte ein nettes Beisammensein und gemeinsames Musizieren. Danach gingen die Jugendlichen ihren persönlichen Interessen nach. An unserem ersten Tag stand immer wieder die Frage im Raum, wo es denn im Sauerland Mädchen geben würde. ;)

Am zweiten Tag starteten wir nach dem Frühstück zum Wildpark nach Willingen. Die Jugendlichen genossen das während der Fahrt etwas andere landschaftliche Angebot des Hochsauerlandkreises. Angekommen am Wildpark trat auch schon das zweite Highlight der Sauerlandfahrt in Erscheinung. Um zum Eingang des Wildgeheges zu gelangen, mussten wir eine kleine Skiabfahrtspiste überqueren. Die Jungs stapften enthusiastisch durch den Schnee und der eisige Regen verlieh dem Ganzen noch den gewissen Kick.

Während der Besichtigung hatten die Jugendlichen besondere Freude daran gefunden die Berberaffen und Waschbären mit Erdnüssen zu füttern. Die Greifvogelabteilung schien ebenfalls großes Interesse bei den Jungs geweckt zu haben. Nach zweieinhalb Stunden Aufenthalt im Wildpark und einen halbstündigen Lebensmitteleinkauf, fuhren wir zu unserer Unterkunft zurück. Die eisigen Wetterverhältnisse hatten unseren jungen Helden schwer zugetragen. Acht „Frostbeulen“ waren froh wieder im angenehm warmen Haus zu sein. Der Kochdienst begann seine Vorbereitungen. Nach dem Abendbrot sangen wir gemeinsam ein paar Lieder und lauschten den Trommel-, Saz- und Gesangskünsten unserer jungen Talente.

In den dritten Tag unseres Ferienvorhabens starteten wir mit einem Besuch der Stadt Korbach im nördlichen Hessen. Zunächst besichtigten wir die evangelische Kirche St. Kilian. Es wurden Fragen geklärt, wie, wer denn eigentlich der Typ (Jesus) sei, der da so rumhängt oder welchen Zweck die Zahlen auf den kleinen Tafeln erfüllen.

Danach besichtigten wir das Wolfgang Bonhage Museum. Dieses verfügt über ein vielfältiges Themenrepertoire. Zum einen stellt es die stadthistorische Entwicklung der Stadt Korbach mit sowohl wirtschaftlichen (z.B. der Reifenhersteller Continental) als auch technischen (z.B. Bergbau) Entwicklungszweigen dar. Zum anderen die geologischen Aspekte im Rahmen der regionalen, landschaftlichen Entwicklung, wobei die Entdeckung der „Korbacher Spalte“ einen besonders hohen Stellenwert einnahm. Vor allem die abwechslungsreiche und anschauliche Gestaltung der einzelnen Themenschwerpunkte vereinfachte unseren Teilnehmern das Erfassen und Verstehen trotz der vorhandenen Sprachbarriere. Eine Sonderausstellung behandelte die Thematik „Historische Münzautomaten“. Hierbei übten die Flipperautomaten eine besonders starke Anziehungskraft auf unsere Jungs aus.

Nach dem zweistündigen Museumsbesuch standen den Jugendlichen 1 1/2 Stunden zur freien Verfügung, um die Altstadt eigenständig zu erkunden. Den Ausflug beendeten wir mit dem Besuch der Korbacher Spalte, der zweitältesten Fundstelle von Fossilien auf der ganzen Welt. Ihre Funde verfügen über ein Alter von ca. 250 Millionen Jahren. Das Kochen verlief nicht so glatt, wie an den Abenden zuvor. Ein Teil des Abendessens ist dem Kochteam angebrannt. Die Gruppe ging damit eher gelassen um. Eine Alternative wurde schnell gefunden und so wurden alle hungrigen Mäuler satt. Nach unserem allabendlichen Musizier- und Gesangritual schlossen wir den Abend mit einem kleinen Kinoprogramm ab.

Tag vier begannen wir mit einem gemütlichen, afghanisch angehauchten, Frühstück. Darauf folgten zwei Stunden, die den Jungs zur freien Verfügung standen. Diese wurden vielfältig genutzt. Gegen zwölf Uhr starteten wir Zu Fuß in unser Tagesprogramm. Bei einer Wanderung von etwas mehr als zehn Kilometern erkundeten wir einen kleinen Abschnitt des Rothaarsteiges und zwar den Bereich um das Plateau (6,9km/ca.170Höhenmeter) des Kahlen Pön. Stellenweise eröffneten sich uns atemberaubende Ausblicke auf die Landschaft zwischen den beiden Naturparks Sauerland-Rothaargebirge und Diemelsee mit der einzigartigen Hochheide des Rheinischen Schiefergebirges. Einen besonderen Eindruck hinterließ der Blick auf die Mühlenkopfschanze bei unseren Jugendlichen. Diese gilt als die höchste Großschanze der Welt. Die Bodenbeschaffenheit der Tourroute konnte als sehr abwechslungsreich bezeichnet werden. So liefen wir auf zum Teil asphaltierten Straßen, feuchten und schneebedeckten Schotterwegen oder Erdboden. Das kalte und feuchte Wetter machte der Truppe ganz schön zu schaffen. Das Einkehren in eine Hütte mit dem Namen „Graf Stoilberg Hütte“, um einen wohltemperierten Kakao zu trinken, verschaffte Erleichterung und hob die Stimmung.



Zum Abendessen kochten unsere albanischen Jugendlichen eine Reispfanne. Während dem Essen entstand ein Austausch zur heimatlichen und familiären Esskultur. So berichtete der Großteil der Fahrtenteilnehmer, dass in ihren Familien überwiegend mit den Fingern gegessen wird. So ließ sich Adriane in der Kunst des „Essens mit der Hand“ unterrichten. Den Abend schlossen wir mit Filmen, Snacks und einem gemütlichen Beisammensein ab.

Den fünften Tag begannen wir erneut mit einem stärkenden Frühstück, da uns ein erlebnisreicher Nachmittag bevor stand. Kurz vor Fahrtantritt entstand eine Rangelei zwischen zwei Jugendlichen, die wir gemeinsam beilegen konnten. Da bereits für diesen Tag erlebnispädagogische Aktionen geplant waren, um auf die Gruppendynamik nochmals positiv Einfluss nehmen zu können, kam uns der Konflikt sehr entgegen. Dadurch bekamen wir die Gelegenheit das zuvor Erlebte aufzuarbeiten. Zunächst fuhren wir zur Diemeltalsperre mit ihren imposanten Bauten und dem angeschlossenen Diemelsee. Zunächst erkundeten wir die nahegelegene Umgebung des Sees. Für die Ausführung der erlebnispädagogischen Reihe, bestehend aus sieben Einheiten, wählten wir ein Fleckchen Wiese an der Aar aus. Zuerst fiel es vereinzelten Jungs schwer sich auf die Spieleinheiten einzulassen. Nach dem Warm Up Teil wirkten die Jugendlichen gelöster und zeigten vermehrt die Bereitschaft als Mitgestalter zu agieren. Das Eis war gebrochen. Die Kleineinheiten mit den Themen Vertrauen und leichtes Kooperieren verliefen grundlegend positiv. Die Jungs neigten zeitweise dazu, mit zu viel Kraftaufwand zu agieren. Dieses Verhalten musste durch uns Erwachsene ein wenig reguliert werden. Nicht jeder der Jungen konnte sich der Gesamtgruppe anvertrauen. Aufgrund der individuellen Erlebnishintergründe verständlich und legitim.

Den Höhepunkt bildete das komplexe Kooperationsspiel „Plane Wenden“. Die Aufgabe lautet als Gruppe auf einer Plane zu stehen, diese um 180 Grad zu wenden ohne währenddessen den Erdboden mit den Füßen zu berühren. Die Gruppe benötigte drei Anläufe, um die Aufgabe zu meistern. Erschwert wurde das Vorhaben durch die verbale Sprachbarriere. Durch Einbezug der nonverbalen Ebene und das Kooperieren als Team, konnte die Gruppe schließlich zum Ziel gelangen. Im zweiten Teil wurde die Plane so verkleinert, dass es für die Gruppe unmöglich wurde die Aufgabe erneut zu lösen. Der zur Verfügung stehende Platz auf der Plane war für die Anzahl von acht Personen zu gering. Während der fünf Versuche die Aufgabe mit Erfolg abzuschließen, erfuhr die Gruppe hohe Frustrationssequenzen. Jedoch zeigten die Gruppenmitglieder soziale Fähigkeiten und unterstützten sich nach Ihren Möglichkeiten gegenseitig. Die Gesamtgruppe war zeitweise in der Lage einzelnen Kleingruppen Raum für mögliche Lösungsansätze zu geben. In der Reflektion erarbeiteten wir mit den Jugendlichen den Sinn und Zweck dieser Spieleinheiten. „Was war unser Ziel? und warum veranstalten wir das Ganze?“ Zunächst stand nur der nicht errungene Sieg im Vordergrund und es hagelten gegenseitige Schuldzuweisungen. Mit Hilfe von Fotoaufnahmen gelang es uns den Jungs begreiflich zu machen, dass es Situationen im Leben gibt, die nur durch den Lösungsansatz Gruppenarbeit und Kooperation im Team zu bewältigen sind. Schließlich legten wir offen, dass die Aufgabe nicht zu schaffen gewesen wäre. Wir erläuterten, das die Herausforderung nicht darin lag die Plane zu wenden, sondern erstens nicht aufzugeben, zweitens trotz Sprachbarriere handlungsfähig zu bleiben und drittens als Gruppe, trotz individueller Vorerfahrungen, in schwierigen Situationen agieren und kooperieren zu können.

Unseren letzten Tag begannen wir nach dem Frühstück mit dem Aufräumen unserer Unterkunft und dem Beladen der Fahrzeuge. Pünktlich um 9.30 Uhr fand die Abnahme durch die Vermieterin statt und wir starteten in unseren letzten Programmpunkt der Freizeit. Ein Schwimmbadbesuch, der von den Jungs gewünscht wurde. Ca. fünf Stunden später fuhren wir wieder Richtung Duisburg.



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Fahrtenbericht Dachau

Tag 1 Abfahrt

Am 23.03.2015 ging es um 7 Uhr morgens los in Richtung Dachau. Insgesamt 7 ½ Stunden haben wir für die Strecke von 620 km benötigt.

Am Ziel angekommen überraschte uns eine toll eingerichtete Ferienwohnung über zwei Etagen. Nachdem wir uns alle zunächst einen Überblick verschafft hatten, wurde die Zimmereinteilung vorgenommen. Zur Verfügung standen uns ein 4-Bett Zimmer und zwei 2-Bett Zimmer, sowie ein 3-Bett Zimmer. Nach anfänglich kleinen Unstimmigkeiten bzgl. der Zimmerbelegung, wurde schnell gemeinsam eine Lösung gefunden und wir konnten unsere Zimmer beziehen.

Nachdem sich alle soweit eingerichtet hatten, machten wir uns in einer Kleingruppe auf den Weg in nahe gelegene Gewerbegebiet. Dort befanden sich diverse Einkaufsmöglichkeiten, sodass wir noch die restlichen Kleinigkeiten für die kommenden Tage einkaufen konnten.

Den Abend verbrachten wir damit, es uns, nach einem leckeren warmen Abendbrot, vor dem Fernseher gemütlich zu machen und uns von den Strapazen der langen Autofahrt zu erholen.

Tag 2 Die Stadt Dachau

Den nächsten Tag wollten wir damit beginnen erst einmal gemütlich zu frühstücken. Währenddessen besprachen wir die Aktivitäten des Tages. Geplant wurde ein Ausflug in die Dachauer Innenstadt.

Dort angekommen überraschte uns eine schöne Altstadt mit einigen kleinen Geschäften. Zudem besichtigten wir das Dachauer Schloss und dessen wunderschön blumigen Garten. Vom Schlosshof aus wurde uns ein atemberaubender Blick über ganz Dachau geboten, welcher von uns in allen Zügen genossen und bestaunt wurde.
Nachdem wir uns von der tollen Aussicht gelöst hatten, machten wir uns auf die Suche nach der Einkaufsmeile im Zentrum von Dachau. Die eigentliche Suche wurde zu unser aller überraschen schnell zu einem Spaziergang durch die Dachauer City, da eine Einkaufsmeile weit und breit nicht zu finden war. Nach dem unerwarteten Spaziergang machten wir uns auf den Weg zurück zu unserer Bleibe.

Den restlichen Nachmittag und Abend nutzten wir dazu, Vorbereitungen für den kommenden Ausflug in die KZ – Gedenkstätte zu treffen. Dies gestaltete sich in Form von Gruppeneinteilungen, Themenwahl innerhalb der Gruppen bzgl. der Ausstellung im KZ und einer Befragung der Jugendlichen zum Thema Konzentrationslager.

Tag 3 Besichtigung der KZ – Gedenkstätte Dachau

Heute war es dann soweit. Wir machten uns auf den Weg nach Dachau zur KZ – Gedenkstätte. Die zuvor eingeteilten Gruppen dienten dazu, sich in den gewählten Themenbereichen zu bewegen und sich anhand der Informationstafeln zu informieren. Die jeweiligen Gruppen hatten die Aufgabe, wichtige Stichpunkte zu den einzelnen Themen aufzuschreiben und die anderen Gruppen anhand dieser Informationen über den Bereich „aufzuklären“. Zudem sollen die jeweiligen Abteilungen und dessen Informationen in unserem Projektbuch festgehalten werden.

Im Anschluss des KZ Besuchs, wurde noch viel über die Eindrücke gesprochen und sich gegenseitig ausgetauscht. Der restliche Abend gestaltete sich zur Entspannung aller mit einem leckeren Abendessen, Gesprächen und Filmen.

Tag 4 Besichtigung des KZ-Friedhofs Leitenberg Dachau sowie Besuch eines Osterfeuers

Nachdem wir am vorherigen Tag das KZ-Dachau besucht hatten, nutzten wir das gute Wetter, um den KZ-Friedhof in Dachau zu besuchen. Dort erhielten die Jugendlichen nochmal einen direkten Vergleich zu dem Bildmaterial vom Vortag. Für einige Jugendliche war der Besuch sehr interessant, da dieser Friedhof ganz anders aussieht, als die Friedhöfe, welche die Jugendlichen kennen.

Am Nachmittag beschäftigte sich eine Gruppe damit, die gesammelten Informationen über das KZ-Dachau in einem Buch zu dokumentieren. Die anderen Jugendlichen halfen bei den Ostervorbereitungen für die nächsten Tage. Es wurden Osterlämmchen gebacken, Eier bemalt sowie Schokoladeneier selbst hergestellt.
Am Abend besuchten vier Kinder der Gruppe ein großes Osterfeuer in der Nähe von Dachau.

Das Osterfeuer war für alle Beteiligten ein großes Erlebnis, sie hatten viel Spaß und waren stets beindruckt.

Tag 5 Ostereiersuche in der Ferienwohnung mit anschließendem Osterfrühstück

Nachdem die Jugendlichen geweckt wurden, suchten sie zunächst Ostereier und Schokohasen. Danach gab es für alle ein großes Osterfrühstück. Nach dem Frühstück hat sich eine weitere Gruppe mit dem Projekt Dachau beschäftigt, indem die Informationen der Infotafeln für das Projektbuch formuliert wurden. Die Ergebnisse wurden dann ebenfalls in das Buch übertragen.

Am Nachmittag machten wir uns nochmal auf den Weg die naheliegende Umgebung zu erkunden. Hierbei stießen wir auf ein Kloster, welches für Besucher frei zugänglich war. Uns überraschte ein imposantes und sehr großes Gelände, mit eigenem kleinen Friedhof und vielen Gebäuden.

Den Abend haben wir ruhig ausklingen lassen, es wurden gemeinsam Filme geschaut.

Tag 6 Freizeitangebote am Nachmittag

Den Ostermontag sind wir gemütlich angegangen, die Kids durften alle ausschlafen und danach in Ruhe frühstücken. Daraufhin haben wir es uns zunächst im Wohnzimmer bequem gemacht und einige Filme geschaut.

Den Nachmittag haben wir so gestaltet, dass die eine Gruppe draußen im Wald und in den Feldern war, um einige Fotos zu machen. Obwohl diese Aktion mit kleineren Wanderstrecken verbunden war, hatten alle viel Freude daran.

Die andere Gruppe ist zu einem Fußballplatz gefahren, um sich dort ein wenig zu bewegen. So kamen auch am Ostermontag alle Kids auf ihre Kosten!

Tag 7 Die Bavaria Filmstadt

Nach vielen Aktionen und Besuchen rund um das Thema Konzentrationslager Dachau, haben wir den siebten Tag dazu genutzt, etwas Abwechslung hineinzubringen. Im Zeichen des Filmprojektes und der vermutlich einmaligen Gelegenheit, besuchten wir die Bavaria Filmstadt in München. Dort konnten wir, unter Führung einer geschulten Person, das riesige Gelände der Bavaria besichtigen. Wir erhielten viele Eindrücke was hinter den Kulissen geschieht und mit welchen Tricks bei einer Filmproduktion gearbeitet wird. Die Jugendlichen erhielten die Möglichkeit kleine Rollen in Filmszenen zu übernehmen und wir konnten original Requisiten aus vielen bekannten Spielfilmen ganz nah begutachten.

Im Anschluss an den Besuch der Bavaria Filmstadt, wurde sich auf dem Rückweg noch kurz die Allianz Arena angeschaut, wo an diesem Tag das nächste Testspiel unserer Nationalmannschaft stattfand. Dem entsprechend war hier nur ein kurzes „vorbei fahren“ möglich.

Tag 8 Im Zeichen des KZ Dachau

Nach einem Ausflug in die Bavaria Filmstadt, sollte nun wieder ein Tag folgen, welcher sich mit der Thematik Konzentrationslager befasste. Dementsprechend wurde weiter an unserem Langzeitprojekt „Buch“ gearbeitet. Die letzte Gruppe verfasste ihre Informationstexte und trug sie in das Projektbuch ein.

Im Anschluss daran fand noch einmal eine Gesprächsrunde statt, in der wir die gesammelten Eindrücke und Informationen austauschten. Als Abschluss der Thematik „Konzentrationslager“ innerhalb der Fahrt, wurden die Jugendlichen erneut, wie zu Beginn der Fahrt, befragt und die Ergebnisse im Buch festgehalten.

Tag 9 Der Abschluss

Nach einem letzten Kassensturz und der Erkenntnis noch etwas Freizeitbudget übrig zu haben, ließen wir uns zum Abschluss etwas ganz besonderes einfallen. Wir besuchten zur Freude aller Mitgefahrenen noch einmal die Allianz Arena. Die Überraschung und Freude war groß.

Dementsprechend ernüchtert waren wir, als wir die so genannte „Erlebniswelt“ des FC Bayern besichtigten. Ein Pokal reihte sich an den Nächsten, sodass die Erlebniswelt eher an eine Selbstbeweihräucherung erinnerte, als an das, was man unter einer Erlebniswelt verstehen würde. Nicht einmal einen Blick in das Innere des Stadions war während unserer Zeit dort möglich. Auf Anfrage bei einer Mitarbeiterin wurde uns mitgeteilt, dass man das Stadioninnere lediglich bei einer Arena Tour sehen könne, welche jedoch separat gebucht werden müsste. Entsprechend enttäuscht und frustriert über so viel „Arroganz“ (ein Wort welches die Jugendlichen sehr oft nach dem Besuch benutzten), traten wir recht zeitnah den Rückzug an.

Damit wir die Fahrt dennoch positiv für alle abschließen konnten und das Wetter uns mit 20 Grad und Sonnenschein beglückte, führte uns der Weg zu einem nahe gelegenem Eiscafé. Hier gönnten wir uns alle noch eine Portion Eis im Sonnenschein und machten uns anschließend auf den Heimweg.

Die restlichen Stunden des Tages verbrachten wir dann damit, die Wohnung aufzuräumen, sauber zu machen und uns für die Abfahrt am nächsten Morgen vorzubereiten.



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Die JHS im Binnenschifffahrtsmuseum

Anfang 2016 waren wir mit 12 Jugendlichen im „Museum der Deutschen Binnenschifffahrt“. Zu Beginn wurde die Geschichte der Binnenschifffahrt mit Hilfe von verschiedenen Modellen erklärt. Zudem wurde auf die historische Entwicklung des Duisburger Binnenhafens Bezug genommen. Abschließend unternahmen wir einen Spaziergang an der Rheinpromenade und erläuterten den Jugendlichen die einzelnen Industriestandorte. Einige Impressionen von dem Ausflug sind in den folgenden Bildern und einem Video zu sehen:



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„Brot statt Böller“

Mehrere Kinder der AWG Watereck haben Silvester auf den Kauf jeglichen Feuerwerks verzichtet und das dadurch gesparte Geld an das Tierheim Duisburg gespendet. Angeregt waren sie von der Aktion „Brot für Böller“. Nach der Idee „Zu Silvester auch an die denken, die nichts zu feiern haben“, sammeln die katholische und evangelische Jugend Münchens Geld für Straßenkinder in Afrika. Unsere Bewohner haben sich das Motto dieses Jahr zu Herzen genommen und das Geld einem guten Zweck in der Umgebung zukommen lassen.

Das Interesse der Kinder an dem Wohl des Tierheims zeigt auch die Patenschaft von Hündin Boncuc. Boncuc ist seit Mitte 2015 im Tierheim Duisburg untergebracht. Die AWG Watereck hat die Patenschaft für die 1 ½-jährige Hündin übernommen. Die Kinder geben monatlich einen Teil ihres Taschengeldes für die Versorgung ab. Nun erhielten sie eine Patenturkunde für das Engagement und waren mächtig stolz, Boncuc unterstützen zu können.

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