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15. Okt. 2016

Der Gründer unseres Vereins, Dr. Hartmut Schneider, hat Anfang der 1950er-Jahre Leitgedanken und Methoden vorgezeichnet, die in unserer pädagogischen Arbeit bis in die Gegenwart hinein Bestand behalten haben.

Sie prägen den Geist der Gesamteinrichtung und sind Richtschnur des täglichen Handelns.

I Leitgedanken:

In ihrem sozialpädagogischen Selbstverständnis gehen die Jugendheimstätten Niederrhein e.V.  von einem christlich geprägten, humanistischen Gesellschaftsbild aus, wobei die Prinzipien unseres Grundgesetzes unbedingte Verpflichtungen unseres Handelns sind.

Dreh- und Angelpunkt  all unserer sozialpädagogischen Bemühungen ist die Entwicklung der Persönlichkeit des Kindes oder Jugendlichen.

Konkret zu verstehen ist eine solche Entwicklung als Integration in den notwendigen gesellschaftlichen Prozess, der auch gleichzeitig bedeutet: Fortschritt zu mehr Humanität, Demokratie und Solidarität.

Zum anderen beinhaltet Persönlichkeitsentwicklung auch zunehmende Emanzipation von zu großer, nicht hinterfragter Fremdbestimmtheit hin zu eigener Urteilsfähigkeit, Eigenverantwortung und größerer Ich-Stärke!

Dies geschieht in einem wechselseitigen Prozess zwischen Fachkräften und Bewohnern einerseits und dem Einzelnen und seiner Bezugsgruppe andererseits. Dabei soll nicht nur von möglichen Defiziten ausgegangen werden, sondern prinzipiell von den durchaus angelegten Potenzialen und Kompetenzen, die das Individuum besitzt und die es zu entfalten gilt in einem vom Kind oder Jugendlichen selbst mitgestalteten aktiven dialogischen Prozess.

Erziehung soll also nicht verstanden werden als eine Technik von Erziehungsmethoden, die den Einzelnen  nur zum Objekt der Bemühungen macht. Das Verhältnis der Fachkräfte zum Kind oder Jugendlichen ist geprägt von Akzeptanz, Wertschätzung und behutsamer, anregender, manchmal auch fordernder, vor allem aber fördernder Begleitung.

Wichtig ist, Entwicklungspotenziale  freizusetzen,  Lebensentwürfe zu initiieren und Verantwortung für die eigene Lebensgestaltung des Jugendlichen zu wecken und dies gerade auch im partnerschaftlichen, im sozialen Kontext überhaupt.

Seit nunmehr fast 60 Jahren verwirklichen wir in der pädagogischen Praxis kontinuierlich Hartmut Schneiders Ideen:  „Pädagogik des Abenteuers“ und „Ganzheitliche Jugendbildung an der Antike“.

II Arbeitsweisen / Methoden:

Der Verein Jugendheimstätten Niederrhein e.V. ist gegenwärtig Ge­samt­trä­ger für mehrere Einrich­tun­gen für Ju­gendsozialar­beit (§ 13,3 SGB VIII) und stationäre Hilfen zur Er­ziehung (§§ 27, 34, 41 SGB VIII) sowie für am­bu­lante Dienste (Hilfen zur Erziehung im System) in Duisburg.

Alle angebotenen Hilfen orientieren sich an einem Leitgedanken: Wir wollen Betroffene für ihre und un­sere Zukunft beraten, begleiten und betreuen und bieten umgehende, individu­elle und lö­sungs­ori­entierte Hilfen zur Selbsthilfe (Stärkung bzw. Empowerment) für Kinder, Jugendliche und junge Volljährige in besonders schwierigen Lebenslagen.

Alle angebotenen Hilfen orientieren sich an einem Leitgedanken: Wir wollen Betroffene für ihre und un­sere Zukunft beraten, begleiten und betreuen und bieten umgehende, individu­elle und lö­sungs­ori­entierte Hilfen zur Selbsthilfe (Stärkung bzw. Empower­ment) für Kinder, Jugendliche und junge Volljährige in besonders schwierigen Lebenslagen.

In ambulanten Hilfen:
Wir betreuen und begleiten Jugendliche und junge Erwachsene bis zur vollständigen Selbstständigkeit am­bu­lant(aufsu­chend) in fast allen denkbaren Lebens- und Wohnformen, z.B.:

  • innerhalb des familiären Rahmens (in der Herkunfts-, Pflege- oder Adoptiv­familie),
  • in der eigenen Wohnung,
  • in selbstständigen Wohngemeinschaften (mit Freunden oder Bekannten),
  • in einer Klinik während der Kontaktaufnahme und Vorbereitung einer Maßnahme,
  • in der Obdachlosenunterkunft oder „auf der Straße“, d.h. eine mobile Betreuung im Milieu des Jugendlichen oder jungen Erwachsenen
  • (in Stadtteil- bzw. Sozialraumbetreu­ung in Szene, Clique, peergroup u.ä.),

oder in anderen möglichen Zusammenhängen.

Unser Ziel ist die erfolgreiche Beendigung der schulischen und der Beginn der beruflichen Ausbildung im Rahmen der Jugendhilfe. Wir stärken die Selbsthilfeoptionen der Betreuten.
Zudem arbeiten wir mit Familien in Krisensituationen. Es geht hierbei darum, dass sie lernen, ihren eigenen Lebensalltag selbst zu regeln. Fachkräfte in der Familienberatung und Familienbetreuung bringen Struktur in den Haushalt, in den Tagesrhythmus, in­ dem  familiäre Ressourcen gestärkt und verlo­ren gegangene oder nicht vorhandene Kompeten­zen vermittelt werden. Dazu gehö­ren vordring­lich Erziehungskompetenzen für die Eltern, gewalt­freies Umgehen miteinander, aber auch Hil­fe und Anleitung in der Haushaltsführung. Die Fachkräfte be­raten im Alltag, schlichten, klären, versu­chen das soziale Netzwerk der Familie (wie­der-)her­zustellen und ver­mitteln grundlegende Alltagskom­petenzen. Die Problemdefinition geschieht zuvor­derst durch die Hilfesuchenden. Die Fachkräfte spüren empathisch syste­matisch Stärken auf und fördern sie, um für den Um­gang mit Herausforderungen geeigne­te Handlungsimpulse zu verstärken. Gemein­sam mit den Familien setzen sie realistische und erreichbare Ziele, die sie in kleinen nach­prüfba­ren Schritten ansteuern. Durch tägliches Training, Reflexionsgespräche, Anregung zu Famili­engesprächen und kon­krete Handlungsan­lei­tungen sol­len die Sozialkom­petenzen (Di­a­logbereitschaft, gegensei­tige Empathie, Schulung der Frustrations- und Ambi­guitätstole­ranz etc.) aller Familienmitglie­der so erweitert werden, dass eine unmittelbar an­ste­hende He­raus­nahme von Kindern verhindert werden kann.
Derzeit bieten wir ambulant eine Krisenintervention im familiären Umfeld und die Vorbereitung einer anderen Jugendhilfemaßnahme an oder Nachbetreuung in der begleiteten Rückführung .

In stationären Hilfen:
Die Adressatinnen und Adressaten der stationären Leistungsangebote unser Ein­richtun­gen der Jugendsozialarbeit/ Hilfen zur Erziehung nach §§ 27ff SGB VIII sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einem speziellen Hilfebe­darf; d.h. sie definieren, was Quali­tät ist! Einerseits geht es uns um die effiziente Umsetzung der im Hilfeplanverfahren nach § 36 SGB VIII vereinbarten Ziele und um die gelingende Per­sön­lichkeitsentwicklung unserer Bewohner und Bewohnerinnen sowie um eine er­folgrei­che Beziehungsklärung zum Ursprungssystem, das immer seine Bedeutung im Leben unse­rer Bewohnerinnen und Bewohner behalten wird. Zudem geht es uns darum, dass die Bewohnerin­nen und Bewohner bei uns „ein Heim haben“ und nicht nur in ei­nem le­ben. Ihre Zufriedenheit wird regelmäßig ermittelt. Die subjektiv empfundene Lebensqualität der Bewohner und Be­wohne­rinnen und ihre grund­sätzli­che Zufrie­denheit sind ein wichtiger Maßstab unseres pro­fessi­onellen Handels. und der Angebote im Rahmen der Hilfen zur Erziehung nach §§ 27ff SGB VIII sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einem speziellen Hilfebe­darf; d.h. sie definieren, was Quali­tät ist! Einerseits geht es uns um die effiziente Umsetzung der im Hilfeplanverfahren nach § 36 SGB VIII vereinbarten Ziele und um die gelingende Per­sön­lichkeitsentwicklung unserer Bewohner und Bewohnerinnen sowie um eine er­folgrei­che Beziehungsklärung zum Ursprungssystem, das immer seine Bedeutung im Leben unse­rer Bewohnerinnen und Bewohner behalten wird. Zudem geht es uns darum, dass die Bewohnerin­nen und Bewohner bei uns „ein Heim haben“ und nicht nur in ei­nem le­ben. Ihre Zufriedenheit wird regelmäßig ermittelt. Die subjektiv empfundene Lebensqualität der Bewohner und Be­wohne­rinnen und ihre grund­sätzli­che Zufrie­denheit sind ein wichtiger Maßstab unseres pro­fessi­onellen Handelns.

Gleichwohl wollen und müssen wir als Jugendhilfeeinrichtung den Kindern und Jugendlichen not­wendige Grenzen aufzeigen, Richtungen vorgeben und Hand­lungs­maßstäbe setzen, also Lerngelegenheiten zu sozialen Auseinandersetzung geben und Bildungsangebote zur sozia­len, schulischen und beruflichen Integration bieten. Die Kinder, Jugendlichen und jungen Volljährigen sind die direkten Nutznießer unserer Hilfe, deren Wohl und förderliche Entwicklung oberste Prio­rität hat. Dabei ist von der Einmaligkeit und Einzigartigkeit eines jeden Menschen auszuge­hen.

Unserem pädagogi­schen Handeln liegt grundsätzlich ein positives Menschenbild zugrunde. Wir setzen in unserer Arbeit bei den Fähigkeiten, Fertigkeiten, Begabungen und Neigungen des jeweiligen Ju­gendlichen und jungen Erwachsenen an, um darauf aufbauend eine Weiterent­wicklung zu fördern und die vorhandenen Defizite auszuglei­chen. Wir bemühen uns, die von uns wahrgenom­menen Stärken und Potenziale eines Bewohners in der alltäglichen Ar­beit hervorzuheben, auf die man eine Erziehungsplanung aufbauen kann.
Nutznießer unserer Dienstleistungen sind zudem die Eltern und Angehörigen unse­rer Jugendlichen. Dies gilt für unsere ambulanten Betreuungsangebot, als auch die stationä­ren, familien- oder lebens­weltersetzenden Angebote gem. §§ 27, 34 SGB VIII. Auch hier sind un­sere Bewohner und Bewohnerinnen Bestandteil eines (Familien-)Systems. Darum müssen wir immer auch syste­misch denken und die Bezugspersonen in unsere Arbeit möglichst mit einbeziehen und die zumeist gestörte Beziehung und damit belastete Interaktion zwischen Klien­tel und Bezugsper­sonen verändern und heilen helfen.

Insbesondere Erziehungs- oder Personensorgeberechtigte, die Jugendhilfemaßnahmen oft nicht als Chance nutzen, im System liegende Probleme zu verstehen, sol­len mehr an den Maß­nah­men gem. §§ 27 ff SGB VIII (KJHG), insbesondere an einer Heimunterbringung be­teiligt werden. Bislang gelingt es während einer so genannten Fremdplatzierung noch zu selte­n, das System Familie soweit zu reorganisieren und zu stabilisieren, dass Kinder und Ju­gendli­che wieder dort leben können und eine angemessene Förderung erhalten. Gelingende und fördernde Elternarbeit während der stationären oder ambulanten Betreuung ist notwendig, um eine immer bestehende Beziehung zum Ursprungssystem erfolgreich klären zu können. Auch erwachsen gewordene Kinder werden durch offene oder schwelende Bezie­hungskon­flikte belastet und in ihrer Lebenszufriedenheit beeinträchtigt.
Zunächst ist es sehr wohl Ziel der pädagogischen Arbeit in einer Einrichtung, Ablösungspro­zesse zum Elternhaus zu begleiten und realistische Haltungen zu der aktuellen Trennungssitu­ation zu entwi­ckeln. Daneben werden durch unmittelbare Einbeziehung des familiären Um­felds aber auch famili­äre Lernprozesse initiiert, um so die Vor­aus­set­zungen für einen Rück­zug für Jugendliche zu ermöglichen, die in den Haushalt ihrer Familien zurückkehren wollen. D.h. wir streben möglichst früh und zielgeführt die Realisie­rung von Rückzugsoptionen an, ohne die primär zu bewältigenden Ablösungsprozesse zu vernachlässigen.

In allen stationären wie ambulanten Settings, legen wir viel Wert auf den Versuch der Eltern­kompetenz­stärkung und gelingende Elternschaft. Wir wollen durch die Einbindung der Eltern und eine ausgesprochene Eltern-Kind-Arbeit möglichst früh bestehende Beziehungskonflikte und Bindungsstörungen zwischen Ju­gendlichen und ih­ren Eltern bearbeiten helfen, um die Beziehung zum Herkunftsmilieu auf Dau­er auf ein tra­gendes Fundament zu stellen. Letztlich zielen solche Angebote für Angehö­rige auf die Stär­kung der Familienbeziehungen, deren günstige Entwicklung Bestandteil des Hilfeauftra­ges ist.

Kunden sind für uns die Kostenträger, d.h. die Jugendämter. Auch ihren Bedürfnissen und Anforde­rungen müssen und wollen wir Rechnung tragen. Die Jugendämter sind, vertreten durch den fallführenden ASD unsere kon­kreten, unmittelbaren Korporationspartner.

Alle Tätigkeiten werden daran ausgerichtet, dass sie die Anforderungen und Erwartungen öf­fentlichen Träger erfüllen.

Partizipation Beteiligung von Kindern und Jugendlichen gem. § 8 SGB VIII
In ebenso unmittelbarem Zusammenhang mit dem Grundsatz der Nutzer­orientierung steht der Grundsatz der Partizipation (Beteiligung) von Kindern und Jugendlichen. Im SGB VIII (Kin­der- und Jugendhilfegesetz) wird an vielen Stellen dieser Aspekt und das Mitspra­che­recht von der Klientel explizit genannt und die Mitwir­kungsmöglichkeit der Betroffenen an der Hilfe­leis­tung gefordert. Diese Mitwirkung be­schränkt sich bei uns nicht auf die §§ 5 (Wunsch- und Wahlrecht) und 36 (Mitwirkung, Hilfe­plan), sondern nimmt die Empfehlungen des § 8 (Beteiligung von Kindern und Jugendlichen) i.S. der Kinderrechts­konvention der Ver­einigten Nationen (Art. 12) und der Agenda 21 mit auf. Diese Agenda der UN ist ein Pro­gramm der Demokratisierung und will ausdrücklich alle Betroffe­nen von Maß­nahmen an die­sen beteiligen und damit ihre Bereitschaft zur Selbsthilfe aktivie­ren und för­dern. Dieses poli­tische Programm ist das älteste Ziel aller sozialpädagogi­schen Hilfe.

Die Beteiligung von Jugendlichen beginnt bei uns durch ein Mitspracherecht bei der Wahl der Be­zugsbetreuerin bzw. des Bezugsbetreuers. Unser Ziel ist es, gegebene Präferenzen und Sympa­thien des Jugendlichen für eine Betreuerin/einen Betreuer für die pädagogi­sche Arbeit zu nutzen. Die Beteiligung von Jugendlichen zu realisieren ist eine fortwährende prozesshafte Auf­gabe, deren Umsetzung nie endgültig verwirklicht ist und häufig genug auch am Wider­stand und der mangelnden Bereitschaft zur Beteiligung scheitert. Dennoch sehen wir in der Aktivierung und Ermunterung zur Beteiligung die vornehmste Bildungs- und Erziehungsauf­gabe. So gut es geht, beziehen wir Kinder und Jugendlichen schon in der Vorbereitungsphase einer Hilfeplankonfe­renz mit ein. Die von uns erstellte Vorlage, d.h. der individuelle Entwick­lungs­bericht für das Ju­gendamt wird mit den Bewohnerinnen und Bewohnern besprochen und et­waige Er­gänzungs­vorschläge der Kinder- und Jugendlichen finden Berücksichtigung. Den Hilfeplan wollen wir als Aus­handlungs­prozess gestalten, der die Wünsche und Erwartungen des Bewohners und seiner Angehörigen berücksichtigt. Jeder Aufruf der Jugendlichen zur Über­nahme von Eigenverant­wortung in schu­lischen und berufsbildenden Aufgaben zielt auf ihre Aktivierung, d.h. die Stärkung zur Eigenverantwortlichkeit als Handlungs­grund­satz. Auch in­stituti­onali­sierte Grup­pen­aktionen oder Gruppenabende, bei denen die Bewoh­ner in Gruppen­ge­sprä­chen lernen ihre Anliegen, Bedürfnisse oder Be­schwerden vor der Gemeinschaft zu vertreten, Kon­flikte und Prob­leme anzusprechen oder nur Vorschläge für ge­meinsame Grup­penveranstal­tungen ein­bringen, zielen auf ihre pro­zesshafte Beteiligung. Un­sere Projekte zur Gewaltprävention (Anti-Aggressionstraining, Mediatorenausbildung) dienen der Über­nahme von altersgemäßer Verant­wortung. Dieser sog. »peergroup-ec­ducation-Ansatz« ist, ebenso wie das Mentorenprinzip, mit dem wir versuchen ältere und erfah­rene Heim­be­woh­ner zu ermuntern, jüngeren und neuen Bewohner in der Einzugsphase und in den ersten Wochen leichter zu machen, ist ein probates Mittel der Beteiligung. Diese Handlungsansätze sollen nicht als for­malisierte Alibiveranstal­tungen von den Bewohnern empfunden werden.

Entscheidend für eine gelungene Beteiligung ist für die Be­wohner auch, wie offen, ehrlich und authentisch sie die Beziehung der Professionellen zu ihnen erleben und welche Haltung der Mitarbeiter sie wahrnehmen. Es geht uns darum, dass die Be­wohner bei uns „ein Heim ha­ben und nicht nur in ei­nem leben“.

Die Beteiligungsfor­men in der Jugend­hilfe sind ein Qualitätsmerk­mal. Die Jugendlichen wol­len nach ihrer Mei­nung gefragt wer­den. Gleichwohl wollen und müssen wir den Jugendlichen aber notwendige Grenzen aufzeigen, Richtungen vorgeben und Hand­lungs­maßstäbe setzen. Die Bewohner des Jugendwohnheims wählen einen Heimrat zur Vertretung eigener Interes­sen. Im Heimrat wer­den Verän­derun­gen in der Einrichtung be­spro­chen. Er tagt regelmäßig und kann zudem im Bedarfsfall von der Heim­leitung wie den gewählten Vertre­tern einberufen wer­den. Im Regelfall vereinbart der Heimrat im Anschluss an seine Sitzungen einen neuen Ter­min.

In der Vergangen­heit hat der Heimrat wie­derholt Vorschläge, wie z.B. die Anschaffung eines Trinkwasser­spenders o.ä. gemacht, die durch die Heimleitung umgesetzt wurden. Die Jugend­lichen sind zudem im Küchenaus­schuss vertreten und können so Einfluss auf den Speiseplan nehmen.

Die Funktion des Heimparla­ments (und seiner Gremien) be­steht neben der In­for­mation in der Partizipation bei Ent­schei­dungsfindungen. Aus pas­siven Bewohnern werden so Akteure ihrer eigenen Lebenslage. Wir wollen ein Klima für gelingende Beteilung ermöglichen. Dieses ma­chen Jugendliche vor allem an dem Gefühl fest, ob und wie sie integriert sind. Dabei wün­schen sich die Bewohner eine gute Beziehung zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sie in ihrem Erziehungshandeln und ihren Bezie­hungsangeboten als authentisch und ehrlich erleben. Ihnen geht es um die Persönlichkeit von Professionellen und ihren Grund- und Wert­haltungen.

Insbesondere gilt uns die aktive Beteiligung des Jugendlichen an seinem individu­ellen Hilfe­plan und seiner Umsetzung als ein wichtiges Indiz da­für, wie erfolgreich unser Bemühen für ein Kind oder einen Jugendlichen ist.

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