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5. Jan. 2019

Segeln auf dem Ijsselmeer
 

Tag 1: Sonntag, 04.08.2019

Die gesamte Mannschaft war schon früh wach und mit gepackten Klamotten am Start, sodass wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück wie geplant um 10:00 Uhr in Richtung Niederlande auf den Weg machen konnten.

Unser Zielort und Heimathafen Andijk empfing uns bei bestem Wetter, Sonnenschein und blauem Himmel. Nach der ersten Bootsbegehung mit der Crew, die bis auf zwei Mitglieder noch komplett unerfahren war, setzten wir nach kurzer Einweisung das Boot um, damit wir es besser beladen konnten. Mit vielen helfenden Händen war schnell alles an seinem Platz verstaut und wir nahmen einen kleinen Snack unter Deck zu uns. Das sonnige Wetter lud förmlich zum Schwimmen gehen ein, was die Jungs in vollen Zügen auskosteten.

Nach dem gemeinsamen Abendessen fuhren wir noch zusammen zur Kirmes nach Medemblik, wo dann das erste Taschengeld auf den Kopf gehauen wurde. Wir waren spät wieder an Bord zurück und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Tag 2: Montag, 05.08.2019

Nach einer erholsamen Nacht war die gesamte Crew schon früh auf den Beinen. Beim Frühstück planten wir den Tag und entschieden, zum Üben und zur Eingewöhnung an das Boot nur nach Medemblik zu fahren. Nachdem alle Dienste erledigt und alle Sachen sicher an Bord verstaut waren, konnte die erste kleine Überfahrt beginnen.

Für drei der fünf Jungen war dies die erste Fahrt auf einem Segelschiff, weshalb wir die Überfahrt für ein paar Erklärungen nutzten. Alle durften mal ans Ruder und so erste Erfahrungen sammeln. Wenn man sowas zum ersten Mal macht, kann das ganz schön aufregend sein. Nach der ersten Eingewöhnung liefen wir in Medemblik ein und machten dort fest. Wir nahmen noch einen Mittagssnack ein und dann hatten alle etwas Freizeit. Ein Teil der Jungs blieb an Bord und die anderen gingen schwimmen.

Um halb acht aßen wir gemeinsam zu Abend und besprachen die weitere Abendplanung. Einige Jungs wollten nochmal ins Wasser hüpfen und einige wollten lieber an den Handys spielen. Mit der Musik vom Stadtfest im Hintergrund kamen alle pünktlich zur vereinbarten Zeit wieder zum Boot und in einer gemütlichen Runde ging der zweite Tag zu Ende.

Tag 3: Dienstag, 06.08.2019

Heute kamen alle schon etwas schwerer in die Gänge, aber trotzdem schafften wir es, dass alle zur vereinbarten Zeit beim Frühstück saßen. Für heute hatten wir geplant, Richtung Makkum zu segeln und, je nachdem wie das Wetter werden sollte, einen Zwischenstopp in Hindeloopen zu machen. Pünktlich um 11:00 Uhr konnten wir auslaufen und nahmen Kurs auf Oudezeug. Die Zeit bis dort nutzten wir, um erste Manöver unter Segel zu fahren. Ziemlich aufregend, wenn man zum ersten Mal eine Wende oder Halse fährt.

Ab Oudezeug nahmen wir dann den direkten Kurs auf Hindeloopen, also einmal quer übers Ijsselmeer. Der durchgehend raue Wind bekam der Crew leider gar nicht gut, weshalb wir nach kurzer Zeit schon einige Verluste zu beklagen hatten. Die Überfahrt verlief entsprechend ruhig von Seiten der Mannschaft, das Wetter und der Wind allerdings machten sich umso lauter bemerkbar.

Die Zeit verging dabei gefühlt besonders langsam, weshalb wir richtig froh waren als wir endlich die Hafeneinfahrt von Hindeloopen sehen konnten. Die Einfahrt zum Hafen war nochmal besonders wackelig und alle waren erleichtert als wir in Hindeloopen festmachten. Alle durften sich erstmal von der anstrengenden Überfahrt erholen und an Land etwas durchatmen. Als alle wieder etwas Farbe im Gesicht hatten, räumten wir das Boot auf und entließen die Jungs in Freizeitaktivitäten. Den Mittagssnack ließen wir auf Grund allgemeiner Übelkeit lieber ausfallen.

Der Küchendienst begann am späten Nachmittag, das Abendessen zu kochen und um 19:30 Uhr saßen wir dann beim gemeinsamen Essen zusammen. Bei der Manöverkritik ließen wir den Abend Revue passieren und verabredeten uns für den späteren Abend zum gemeinsamen Leinen werfen und Leinen aufschießen üben. Danach wurde noch eine Runde Karten gespielt und dann wurde die Nachtruhe eingeläutet.

Tag 4: Mittwoch, 07.08.2019

Gestern hatten am späten Nachmittag noch zwei weitere Boote neben uns festgemacht, sodass wir nun im Dreierpack im Hafen lagen. Deswegen und weil es ziemlich windig war, war die Nacht etwas unruhiger, weil der Wind die ganze Zeit alle drei Boote hin und her geschaukelt hatte. Der Tag begann mit Sonnenschein und wir nutzten die Zeit bis die Jungs wach wurden, um die Wind- und Wettervorhersagen für den heutigen Tag nachzuschauen und die heutige Tagestour zu planen. Da zunehmender Wind und hoher Wellengang angesagt war, entschieden wir, wieder Richtung Medemblik zurückzufahren, damit wir nicht die nächsten Tage in Hindeloopen festhingen, denn das Wetter sollte zum Wochenende hin ziemlich ungemütlich werden.

Da auf unseren Nachbarbooten anscheinend ausschlafen angesagt war, frühstückten wir ganz in Ruhe und konnten erst um 12:00 Uhr auslaufen. Frank hatte uns für diese Tour einen anständigen Wellenritt prophezeit, was sich auch direkt nach der Hafenausfahrt erfüllte. Wir nahmen als KK 221° und erlebten eine total lustige und ziemliche nasse Überfahrt. Die Stimmung bei der Mannschaft war entsprechend ausgelassen und alle genossen den Wellenritt.

Mit tropfnassen Klamotten legten wir am Nachmittag in Medemblik an. Hier wurden dann erstmal alle Sachen zum Trocknen aufgehängt und ein kleiner Snack eingenommen.       Nachdem alle satt und wieder trockengelegt waren, nutzten einige Jungs die freie Zeit, um in den Streichelzoo zu gehen und der Küchendienst machte sich schon mal an die ersten Vorbereitungen fürs abendliche Kochen.  Den Abend verbrachten wir mit quatschen und Karten spielen gemeinsam an Bord.

Tag 5: Donnerstag, 08.08.2019

De heutigen Tag ließen wir ganz entspannt angehen, die Crew durfte ausschlafen und es gab ein spätes Frühstück. In der Mittagszeit machten wir eine ausgiebige Shoppingtour in Medemblik und die Jungs konnten ihr Bekleidungsgeld auf den Kopf hauen. Der Nachmittag stand allen zur freien Verfügung, weil sich die Jungs mal einen Hafentag gewünscht hatten. Wir besuchten den Streichelzoo, die Jungs waren eine Runde Fußball und Basketball spielen und wir beobachteten das Leuchtfeuerschiff „Texel“ bei der Einfahrt in Medemblik.  Ein sehr entspannter Tag für alle ging mit einer Runde Karten, Chips und Schokolade zu Ende.

Tag 6: Freitag, 09.08.2019

Da für das gesamte Wochenende Windstärke 8-9 angesagt war und wir dann auf keinen Fall mehr rausfahren konnten, entschieden wir, heute nach Andijk zurückzufahren, damit wir dort den Transit für evtl. Ausflüge nutzen können.

Nach dem Frühstück liefen wir wie vereinbart um 11:00 Uhr aus und nahmen Kurs auf Andijk. Auch diese kurze Überfahrt hielt bei Windstärke 6 schon einige Wellen und leider auch Regen für uns bereit. Wir hatten trotzdem Spaß, auch wenn wir wieder richtig nass geworden sind.

In Andijk angekommen, warfen wir erstmal alle nassen Klamotten in den Trockner und aßen eine Kleinigkeit. Als alle gestärkt und trocken waren, machten wir noch einen Ausflug nach Enkuizen und bummelten dort ein bisschen durch die Stadt. Als wir wieder zurück am Boot waren, gab es Nudelsalat mit Würstchen für die Mannschaft. Danach wurde schnell der Küchendienst erledigt und wir verbrachten den Abend bei Live Musik beim „Waterweek-Festival“ in Medemblik. Obwohl wir erst spät wieder zurück am Boot waren, wurde noch eine Runde Karten gespielt und um Mitternacht war Ruhe auf dem Schiff.

Tag 7: Samstag, 10.08.2019

Schon mehr als die Hälfte unseres Segelurlaubes war nun schon um. Leider meinte es das Wetter in den letzten Tagen nicht sehr gut mit uns, weshalb wir auch heute bei Windstärke 9 keine Überfahrt machen können. Schon morgens beim Frühstück hatte das Boot am Steg ordentlich Schräglage. Also entschieden wir uns beim gemeinsamen Frühstück einen Ausflug nach Den Helder zu machen. Auf dem Weg dorthin machten wir bei ziemlich starkem Wind einen Zwischenstopp am Wasser und konnten den verrückten Surfern beim Wellenreiten zugucken, solange uns der Wind nicht wegblies.

In Den Helder angekommen entschieden wir das Rettungsschiffmuseum zu besuchen, was uns allen ziemlich gut gefallen hat. Im Anschluss bummelten wir noch ein bisschen durch die Stadt und das letzte Taschengeld wurde ausgegeben. Zurück am Transit gab es einen kleinen Snack und wir fuhren noch nach Calants´oog ans Meer. Einige Jungs hatten erst keine Lust mit zum Strand zu kommen und wollten lieber im Auto sitzen bleiben. Sie ließen sich dann aber doch überreden und hatten eine Menge Spaß als sie ihren Mützen am Strand hinterherjagten, weil der Wind ihnen diese vom Kopf gepustet hatte. Wir ließen uns den Wind und den Sand um die Nase wehen und bestaunten die großen Wellen der Nordsee. Hungrig und voller Sand machten wir uns auf den Heimweg und verspeisten an Bord genüsslich unser Abendessen. Der Wind wehte bis tief in die Nacht und schaukelte die ganze Mannschaft sanft in den Schlaf.

Tag 8: Sonntag, 11.08.2019

Über Nacht hatte der Wind etwas nachgelassen und morgens wurden wir zur Abwechslung mal wieder von Sonnenschein geweckt. Auch heute war noch Windstärke 8 angesagt, was einen weiteren Tag ohne segeln bedeutete. Wir nutzten den Hafentag für kleinere Reparaturen am Boot. Danach machten wir noch ein paar Lebensmitteleinkäufe und fuhren am Nachmittag nach Hoorn. Dort war Kirmes, die sich durch die gesamte Innenstadt zog. Also die perfekte Gelegenheit, um die letzten Taschengeldreserven loszuwerden. Für die Jungs, die schon in den ersten Tagen ihr gesamtes Geld auf den Kopf gehauen hatten, war dies natürlich ziemlich langweilig, aber da mussten sie jetzt durch. Auf dem Spielplatz auf dem Weg zum Auto hatten dann aber alle mächtig Spaß.

Wir waren am frühen Abend zurück am Boot. Der Küchendienst bereitete das Abendessen zu und der Rest der Jungs nutzte die Zeit, um nochmal im Hafenbecken schwimmen zu gehen. Am späten Abend stolperte Conner im Dunkeln und zog sich dabei eine mittelschwere Verletzung am Zeigefinger zu. Zum Glück konnte Doktor Frank ihn ordnungsgemäß versorgen und den Verlust des Zeigefingers so verhindern. Durch die ganze Aufregung kehrte erst spät Ruhe an Bord ein.

Tag 9: Montag, 12.08.2019

Den vorletzten Tag unseres Segelurlaubes ließen wir ganz entspannt angehen. Das Wetter war eher mittelmäßig, weshalb die Crew ausschlafen durfte. Nach dem Frühstück begannen wir schon einmal, einige Kisten zu sortieren und zu reinigen. Da für den morgigen Tag Regen angesagt war, beschlossen wir, schon heute das Deck zu schrubben und die Segel ordentlich zu verschnüren. Dominik und Marvin packten richtig gut mit an und schon bald blitzte und blinkte das Deck. Unter Deck wurden schon mal die ersten Sachen gepackt und Ordnung geschaffen. Abgesehen von der Putz- und Aufräumaktion war dies ein ziemlich fauler Tag. Wir fuhren nochmal zu Deen, um noch ein zwei Kleinigkeiten zu besorgen, ansonsten genossen die Jungs die Zeit mit W-Lan „schnorren“, wie sie immer so schön gesagt haben, am Hafengebäude. Erst als es Abend wurde, mussten sie unbedingt nochmal im Hafenbecken schwimmen gehen. Nach dem Essen wurde wieder Karten gespielt und um Mitternacht die Nachtruhe eingeläutet.

Tag 10: Dienstag, 13.08.2019

Der letzte Tag stand erst einmal immer im Zeichen des Aufräumens, Putzens und Packens. Natürlich gab es erst noch ein ausgiebiges Frühstück und danach wurden allen ihre Aufgaben zugeteilt und das Boot wurde von oben bis unten sauber gemacht. Die Stimmung dabei war dennoch recht ausgelassen. Alle packten mit an und so blitzte am Nachmittag das ganze Boot.

Nach einer entspannten Dusche fuhren wir nach Medemblik und gingen zur Feier des Tages und als Abschluss für unsere Freizeit gemeinsam Essen. Danach gingen wir in Andijk auf dem nahe gelegenen Campingplatz noch bowlen. Zurück an Bord gab es eine letzte Manöverkritik und eine Rückmeldung von allen zu der gemeinsamen Freizeit. Alle Jungs gaben durchweg positive Rückmeldungen und wollen alle im nächsten Jahr wieder mitkommen. Zum krönenden Abschluss durften wir am Nachthimmel noch eine Sternschnuppe sehen und so gingen wir mit einem besonders guten Gefühl schlafen.

Tag 11: Mittwoch, 14.10.2019

Der Tag der Abreise. Es wurde noch gemeinsam gefrühstückt und dann mussten alle samt Klamotten von Bord, damit die letzten Aufräum- und Putzarbeiten noch vorgenommen werden konnten. In Rekordzeit war alles im Transit verstaut, alles verpackt, aufgeräumt und geputzt und schon saßen wir im Auto auf dem Rückweg nach Deutschland.

Es war eine tolle Freizeit, trotz des schlechten Wetters. Die Stimmung bei der Mannschaft war ausgelassen und entspannt und wir freuen uns alle schon auf nächstes Jahr!

 

 

 

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Ferienfahrt an die Nordsee
 

Endlich waren wieder Sommerferien und das Wetter schien perfekt für eine Campingfreizeit an der deutschen Nordseeküste! So machten wir uns am Sonntagmorgen auf den Weg in Richtung Norddeutschland. Zwei Pädagogen mit sechs Kindern auf den Rückbänken unseres Transits und einem vollen Kofferraum mit allem, was man braucht.

Nach gut vier Stunden Fahrt kamen wir am Zielort an. Dann begann die Suche nach dem Campingplatz. Leider war dieser etwas spärlich ausgeschildert, sodass wir eine Ehrenrunde drehen mussten. Schließlich fanden wir diesen dann und fingen rasch an unsere Zelte aufzubauen. Da es an diesem Tag besonders böig war, mussten wir ein Zelt nach dem anderen aufbauen und konnten dies nicht parallel machen. So brauchten wir vier bis zu fünf Mann/Frau um ein Zelt aufzubauen. Als das Camp dann stand machten wir uns auf den ca. 300 Meter weiten Weg zum Meer. Ebbe. Also Watt machen wir dann? Richtig, Wattwandern. Mit anfänglicher Unsicherheit wegen des schlammigen Untergrunds konnten sich dann doch noch alle dazu aufraffen, dieses Erlebnis zu teilen. Nach der Entdeckung von Krebsen, Muscheln und anderen kleinen Tieren im Watt gingen wir zurück ans Land. Dort mussten wir uns erstmal vom ganzen Schlick befreien. Ziemlich erschöpft von an der Anreise, den Strapazen beim Zeltaufbau und der Wattwanderung konnten wir nach dem Abendessen alle gut einschlafen.

5 Uhr. Wattvögel. Lauthals schnattern sie um die Wette. Eine kurze Pause genügte, um schnell nochmal einzuschlafen. Als wir dann alle aus den Zelten gekrochen waren, haben wir gefrühstückt und uns frisch gemacht. Auf ging es nach Aurich ins EEZ. Das EEZ ist ein Energie-, Bildungs- und Erlebnis-Zentrum. Spielerisch konnte jeder einzelne mit seinem „Energieschlüssel“ in dieser Ausstellung Energien der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erforschen. Es wurden Fragen und Aufgaben zur Energiegewinnung durch Luft, Wasser, Erde und Sonne thematisiert. Auch konnte man in dem Außenbereich des EEZ durch eigene Kraft Energie herstellen. Ein Highlight war es ins Innere eines Windrads einzutauchen. An den ostfriesischen Küsten begegnet man diesen Riesen andauernd, Wissen darüber hat man aber nur wenig. Nachdem bei jedem der Drang nach Forschung gestillt war, haben wir uns noch das Stadtzentrum in Aurich angeschaut. Nach ausgiebigem Shopping traten wir dann die Rückreise an. Wir erfrischten uns noch im Salzwasserfreibad und begannen dann mit dem Abendprogramm.

Ein schöner Dienstagmorgen. Die Sonne auf der Haut wärmte einen schnell von der kühlen Nacht wieder auf. Der Wind war mittlerweile nur noch mäßig und somit war der Tag perfekt für eine Fahrradtour. Nach dem Frühstück haben sich noch einige eingecremt, einige auch nicht, und wir machten uns auf dem Weg zum Fahrradverleih. Jeder konnte sich ein individuelles Fahrrad ausleihen, die mit den Körben waren natürlich schnell vergriffen. Nun ging es westlich die Nordseeküste entlang. Zunächst über Straßen, welche umgeben waren von Getreidefeldern, Büschen, Blumen und einigen Bäumen. Auf unserem Weg nach Bensersiel machten wir eine kleine Verschnaufpause in Neuharlingersiel. Von dort aus ging es auf den Deich und weiter in der prallen Sonne und bei Ebbe. Auf dem Weg mussten wir durch eine Schafsherde. Nach einem guten Stück wussten wir, dass Vorsicht geboten war, denn die Schafe rannten manchmal aus irgendwelchen Gründen kreuz und quer durch all die Fahrradfahrer, welche auf dem Deich fuhren.

Endlich. Bensersiel. Im Schatten eines großen Baumes pausierten wir und erholten und von der Fahrt. Wir erkundeten die kleine Stadt und gönnten uns ein kühles Eis. Da die Temperaturen immer weiter stiegen, machten wir uns auch schnell auf dem Heimweg, um noch im Freibad das gute Wetter genießen zu können. Der Rückweg zog sich wie Kaugummi, kaum Wind und kein bisschen Schatten auf dem Deich. Nach der insgesamt 40 km Tour haben sich alle auf das Freibad gefreut. Am Abend zeichnete sich dann ab, wer sich eingecremt hatte und wer es auf keinen Fall wollte, ab dann hatten wir ein paar Krebse unter uns.

Mittwoch haben wir uns einen Tag Auszeit genommen. Mit unseren Krebsen sind wir recht früh an den Strand gelaufen und haben es uns dort in unseren Strandmuscheln gemütlich gemacht. Im Wechsel zwischen Watt, Freibad und Strandmuschel haben wir den Tag davonziehen lassen. Die Kinder haben sich mit ihrer neuen Freundin „AfterSun-Creme“ den Tag dann noch versüßt. Nach einigen Stunden Spaß und reichlich Abwechslung stand ein gemeinsamer Einkauf an fürs Grillen. Neben Fleisch, Gemüse, Salat und Brot lag da noch Quark im Einkaufswagen. Nach Omas Rezept wurde sich am Camp damit eine Quarkmaske gegen den Sonnenbrand gemacht. Das gemeinsame Grillen war ein Gaumenschmaus. Mit vollen Bäuchen und guter Laune ließen wir den Abend noch ruhig ausklingen.

Ein neuer Tag. Heute stand der Jaderpark auf unserer Aktionsliste. Verglichen hatten wir den Park mit dem Kettlerhof. Einige Vergleiche konnten die Kinder ziehen, doch die Tiere waren viel exotischer. Neben der heißbegehrten Wasserbahn an diesem Tag und einem riesigen Wasserspielplatz für Groß und Klein, gab es etwas ganz Besonderes. Alle warteten auf 14:30 Uhr. Endlich war es soweit und wir gingen nach dem Mittagessen zum Giraffengehege, dort stand die Mitmach-Fütterung an. Nach einer kurzen Einweisung im Umgang mit den Tieren konnten wir hautnah herantreten. Die Zungen der Giraffen waren sehr lang und super rau. Sie umklammerten die Hände mit dem Futter und hinterließen einiges an Speichel. Streicheln durften wir die Wildtiere nicht und langsam bewegen mussten wir uns auch, da Giraffen Fluchttiere sind und die Fütterung sonst beendet gewesen wäre. Nach dieser Aufregung waren alle ziemlich fertig. Vielleicht lag dies mit zum Teil daran, dass es der heißeste Tag in dieser Woche war. Auf der Rückfahrt haben einige geschlafen und alle schienen doch sehr zufrieden. Diesmal gingen wir nicht ins Freibad, sondern in der Nordsee baden. Es war ähnlich wie in einer Badewanne. Das Watt hatte sich den ganzen Tag aufgewärmt und bei einer Wasserhöhe von nur ca. einem Meter wärmte auch das Wasser doch recht schnell auf. An diesem Tag verließ uns die Power nicht. Nach dem Abendessen gab es noch mehrere windige Partien Wikingerschach.

Schon war es Freitag. Heute war es mit der windigste Tag. Wir entschlossen uns nach Norden in die Seehundstation zu fahren. Es gab sehr viele Informationen über die Seehunde an der Nordseeküste. Über die Aufzucht gefundener Seehundbabys (Heuler), medizinische Dokumentation von verendeten Seehunden, über deren Nahrung und Zählung der Population. Die Seehundstation war sehr interaktiv aufgebaut und man konnte viel erforschen. Danach ging es noch über das Stadtfest, welches zufällig heute angefangen hatte. Neben vielen Handwerksausstellungen gab es natürlich auch Fisch- und Getränkebuden. Einige Kinder holten sich noch etwas bevor es wieder zurückging. Am Campingplatz angekommen stellten wir fest, dass es noch windiger wurde. Wie immer gingen wir ins Freibad. Als wir zurück kamen mussten wir mit bedauern feststellen, dass der Wind noch stärker wurde und ein Zelt bereits kaputt war. Da der Wetterbericht noch heftigeren Wind angesagt hatte und alle Zelte sich am Biegen waren mussten wir aufgrund unserer Sicherheit die Freizeit am frühen Abend abbrechen. Durch den starken Wind gestaltete sich das abbauen der Zelte schwieriger. Da aber alle mit angepackt haben und wir mittlerweile ein eingespieltes Team waren, hatten wir nur wenige Probleme. Zum Abschied sind wir in Aurich noch Abendessen gegangen, da natürlich das Essen durch die Abreise wegfiel. In der Nacht kamen wir dann zu Hause an und alle haben mit angepackt. Nun konnten alle in ihr Bett zurück, welches sie sechs Tage nicht hatten und friedlich von den Aktionen und Erlebnissen der Freizeit träumen.

 

 

 

 

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Girls, Girls, Girls
 

 

Ein winterlicher Kurztrip nach Lieberhausen mit sechs Mädchen der AWG Amalienstraße
 

Eine spontane Idee führte dazu, dass wir die Winterferien 2018/19 genutzt haben, um mit sechs Mädchen und zwei Betreuerinnen unser Ferienhaus in Lieberhausen zu besuchen. Am 02.01. ging es für die „Damentruppe“ AWG Amalienstraße Richtung Sauerland. Nach dem Frühstück in Dinslaken wurde gemeinsam der Bus gepackt und los ging’s. Alles war an Bord, außer der Schlüssel für die Geldkassette. Zum Glück fiel uns diese Tatsache noch in Dinslaken auf, sodass wir nochmal eine Kehrtwende zur Einrichtung machen mussten. Ok, Klappe die Zweite. Jetzt aber!

Ohne Stau erreichten wir Meinerzhagen, wo erst einmal eingekauft wurde. Mit vereinten Kräften schafften wir unser Gepäck und unsere Einkäufe ins Haus. Puuuh, ganz schön anstrengend… Erst mal eine kleine Verschnaufpause einlegen. Konkret bedeutete dies, dass sich unsere eitlen Mädels von ihrem „Dresscode“ trennten und die gemütliche Jogginghose bevorzugten. Der erste Tag in Lieberhausen konnte am besten unter dem Motto: „PURE GEMÜTLICHKEIT“ beschrieben werden.

Da eine unserer Jugendlichen am 03.01. Geburtstag hatte, mussten einige „Ablenk-Aktionen“ stattfinden, damit wir für sie einen Kuchen backen konnten und pünktlich um 0:00 Uhr mit Kuchen, Kerzen und Geschenken unserem Schützling gratulieren konnten. Gemeinsam wurde der Geburtstagskuchen vernichtet und gegen 1:00 Uhr waren dann alle Akkus leer und wir gingen schlafen.

Unser nun 15-jähriges Geburtstagskind durfte ihren Ehrentag selbstständig gestalten und wünschte sich einen Besuch der Innenstadt von Gummersbach. Also hieß es nach dem Frühstück: „Alle Mann an Bord?“ „Ja, alle Frauen da!“ Zum Glück war die „puderzucker-schnee-bedeckte“ Straße bereits gestreut, sodass wir bedenkenlos losfahren konnten. Angekommen in Gummersbach konnten die Mädels shoppen, soweit das Bekleidungsgeld reichte. Nach einem dreistündigen Aufenthalt in Gummersbach waren alle durchgefroren und es ging zurück ins kuschelige Ferienhaus.

Der Nachmittag und der Abend standen dann ganz im Zeichen von Wellness und Beauty. Zusammen rührten wir eine Heilerde-Gesichtsmaske an, schmierten uns diese ins Gesicht und haben die Themen Pflege und Hygiene aufgegriffen. Unseren Mädels wurde schnell klar, dass Pflegeprodukte nur wirken können, wenn auch die „tägliche Standardhygiene“ stimmt.

Auch am 04.01. begann unser Tag mit einem opulenten Frühstück. Nachdem wir acht Ladies dann alle mal endlich fertig waren, nutzten wir unser gemütliches Wohnzimmer, um Übungen und Methoden zur Selbstwahrnehmung sowie die Verbreitung von positiven Beziehungsbotschaften durchzuführen. Es war mehr als schön anzusehen, wie sehr sich unsere Mädels über die netten gegenseitigen Worte und Aufmerksamkeiten gefreut haben. Der Tag war voll mit „POSITIVE VIBES“.

Bestens gelaunt ging es abends dann für die „Damentruppe“ zum Italiener nach Wiedenest. Dort wurde geschlemmt, was das Zeug hielt. Pappsatt endete unser letzter Abend in Lieberhausen mit einer lustigen Spielerunde, die zum schallenden Gelächter führte.

Abschließend möchten wir festhalten, dass die drei Tage Mädels-Trip sehr harmonisch abgelaufen sind und dass wir mit der „Damentruppe“ der AWG Amalienstraße das Klischee von Zickereien und Drama widerlegen konnten.

Schön war’s und bis zum nächsten Mal!

 

 

 

 

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Südlandfahrt
 

Die Außenwohngruppe Amalienstraße hat in den Herbstferien eine zweiwöchige Bildungsreise nach Süditalien gemacht. Genauer in der Region Kampanien, zwischen dem Vesuv und der Amalfiküste, in der kleinen Dorfgemeinschaft Novella, Tramonti. Zwei pädagogische Mitarbeiter konnten die Reise mit sechs Bewohnern antreten.

Die Vorbereitungsphase begann bereits Ende 2017 mit einem Bewerbungsverfahren. Die BewohnerInnen mussten sich für die Bildungsreise bewerben, indem sie sich mit dem Land Italien und insbesondere mit der Region Kampanien vertraut machen mussten. In einem fiktiven Reiseunternehmen wurden die Gespräche geführt. Leider mussten wegen der begrenzten Plätze auch Absagen ausgesprochen werden. Diejenigen, die sich ‚qualifiziert‘ hatten, bekamen dann ihre persönlichen Reiseunterlagen zugeschickt.

Weiter wurde sich bis zum Reisebeginn mit der Thematik auseinandergesetzt und gruppenbildende Prozesse pädagogisch gestaltet. Neben einem Wochenendaufenthalt in Lieberhausen wurden verschiedene andere Termine geplant. Nach einer anfangs ausgearbeiteten Vertiefung der Thematik wurden verschiedene Bereiche – Historie, Kultur, Tourismus und Lifestyle – mit unterschiedlichen Methoden bearbeitet. Sowohl die pädagogischen Mitarbeiter als auch die Bewohner waren aktiv daran beteiligt.

Nach einer mehrmonatigen Vorbereitung wurde es immer realistischer. Fragen kamen auf, die gemeinsam behandelt wurden. Was essen wir? Können wir einkaufen, wenn wir dort angekommen sind? Wann machen wir welche Aktivität? Wie wird das Wetter? Was müssen wir einpacken? Fragen über Fragen plagten die Bewohner. Gemeinsam wurde jede Frage bearbeitet bis es keine Fragen oder Probleme mehr gab. Für jede Eventualität wurde gesorgt.

Ganz im partizipativen Sinn wurden die Bewohner auch in die Dokumentation mit einbezogen. Durch die im Vorfeld erlernten Kenntnisse und Erfahrungen, wurde jeden Tag beschlossen, wer die Dokumentationsarbeit macht. Im Folgenden werden die einzelnen Aktivitäten oder Tagesabläufe beschrieben, so wie sie während der Bildungsreise inhaltlich festgehalten wurden.

Die Städte Majori und Minori
Zwei kleine Orte an der Amalfiküste. Früher nur auf dem Seeweg erreichbar, mittlerweile aber an das Straßennetz angebunden. Damals waren es kleine Fischerdörfer. Davon ist kaum noch etwas zu sehen. Kleine Häfen und alte Gewölbe sind in die Felsmauern gehauen. Sowohl am Tag als auch in der Nacht spürt man den Charme der kleinen Städte, wie man es in Italien erwarten würde. Kleine Gassen mit Restaurants und Cafés sind vorzufinden.

Beide Städte haben auch kleine Strandabschnitte, welche gesäumt sind von den Klippen der Amalfiküste. Ein Naturerlebnis für Groß und Klein, die Kombination von Meer, Klippen und Städten sehen zu können. Das Meerwasser war zu dieser Jahreszeit auch noch erstaunlich warm und glasklar. Es lud förmlich zum Baden ein. Mit Abstand die beste „Gelateria“ fanden wir in Majori. Ganze viermal haben wir uns dort ein Eis gekauft.

Pompeji
Die wahrscheinlich bekannteste und erstaunlichste Ausgrabungsstätte in Italien, vielleicht sogar Europas. Um 79 n. Chr. brach der Vesuv aus, an dessen Fuß die Stadt Pompeji liegt. Die von der Asche des gewaltigen Vulkanausbruches begrabene Stadt schien fast vergessen bis Archäologen begannen die Stadt wieder auszugraben. Die Arbeiten dauern noch bis heute an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Es ist ein riesiger Komplex, der sich über eine große Fläche ausbreitet. Die sehr gut erhaltenen Mauern der antiken Häuser aus dem alten römischen Reich konnten besichtigt werden. Es wurden auch einige Häuser rekonstruiert oder blieben beinah komplett unversehrt erhalten. Feststellen konnte man, dass die Menschen damals wohl kleiner gewesen sein müssten. Denn die Durchgänge waren oft niedriger als man sie heutzutage gewohnt ist. Ebenfalls konnte man erkennen, dass viele Kochstellen offen zur Straße hin waren oder sich im Hinterhof befanden. Vermutungen waren, dass es aus Sicherheitsgründen so gebaut wurde. Viele Wände und Böden der einzelnen Ruinen waren künstlerisch mit Mosaiksteinen verziert. An manchen Stellen wurden sogar ganze Bilder aus Mosaiksteinen gelegt. Oft konnte man nackte Menschen als Stauen oder Wandmalereien betrachten.

Archäologisches Nationalmuseum in Neapel
Im Archäologischen National Museum konnten wir viele Ausgrabungsstücke bewundern. Im Erdgeschoss des Museums befanden sich unzählige Statuen aus verschiedenen Zeitepochen. Einige Skulpturen waren von griechischen Kolonisten, andere aber auch von den Römern selbst angefertigt. Es waren zum großen Teil Götter oder Helden der Antike. Vereinzelt konnte man auch Köpfe von wichtigen Politikern oder einflussreichen Personen entdecken. Auch fanden wir dort antike „Särge“ aus Stein, einige sahen aus wie Badewannen aus Stein.

Im Erdgeschoss befand sich eine Sonderausstellung zum Thema Ägypten. Neben vielen verzierten Steinen, die über und über voll waren mit Hieroglyphen, konnte man auch zwei Mumien betrachten. Bis ins kleinste Detail konnte man noch einzelne Wimpern erkennen. Die Mumien waren aufgebahrt in Sarkophagen. Weiter nach oben befanden sich Gemälde Sammlungen. Aus vielen unterschiedlichen Materialien, z.B. aus Holz, Stein oder auf Leinwand, wurden die Bilder festgehalten. Es gab auch eine Schmucksammlung. Es waren viele kleine bunte Steine, auf diesen wurden Gesichter gestaltet oder bildlich Situationen dargestellt. Auch gab es eine Vielzahl an Tiermustern.

In der Antike war das Thema des Geschlechtsverkehres keineswegs verpönt, machte uns zumindest den Anschein, denn im Museum gab es eine Ausstellung aus der Antike, welche dieses Thema als Schwerpunkt behandelte. Sexualpraktiken oder Sexstellungen wurden in Stein gemeißelt oder auf Leinwänden verewigt. Auch wurden Mosaikbilde, u.a. in dieser besonderen Ausstellung, gefertigt. Im letzten Geschoss des Museums konnten wir Fundstücke aus Pompeji und Herculaneum begutachten. Es war sehr interessant, diese alten Gegenstände zu sehen, welche oftmals unglaublich gut erhalten waren.

Der Vesuv
Der letzte aktive Vulkan auf dem europäischen Festland, war so aktiv, dass er für 14 Tage gesperrt war. So mussten wir den Vesuv gleich zweimal bezwingen. Die Aussicht ist überragend, der Golf von Neapel liegt vor dem Festland, die Landspitze der Amalfiküste war ebenfalls zu sehen. Bei der Gipfelbesteigung hing eine Wolke an der Spitze des Vulkans fest. So blieb uns leider ein Blick in den Krater verwehrt. Erstaunlich war doch wie riesig der Vulkan ist und welche Kräfte er ca. 79 n.Chr. entfesselte. Die Lavaströme sind noch heute gut zu erkennen.

Die Kinder hatten viel Spaß am erkunden des Vulkans und dessen Gesteinsarte. Die umher liegenden Steine waren alle sehr unterschiedlich, einige konnte man aufbrechen und die Struktur bestaunen. Auch das Wandern in der Wolke war ein Erlebnis für sich. Die feinen Wassertropfen, die in der Wolke waren, fingen sich an sämtlichen Haare und Wimpern sowie an der Kleidung.

Pozzuoli
In Pozzouli konnten wir uns ein sehr gut erhaltenes Amphitheater anschauen. Die oberen Ränge und der Untergrund mit seinen Kammern und der eingezogenen Holzdecke, auf welcher der Sand lag, waren teilweise ganz erhalten. Anders als im APX konnten die Kinder sich so einen umfassenden Eindruck machen. Die unterhalb der Arena angelegten Räume und Käfige waren für Tiere und Gladiatoren, welche über Bühnen nach oben in die Arena gehoben worden sind. Diese Technik war leider nicht mehr erhalten gewesen und man konnte es sich nur noch vorstellen. Nach der Besichtigung der antiken Sportstätte haben wir uns noch eine antike Markthalle angesehen. Die Ruine war relativ gut erhalten und man konnte Grundmauern, ganze Mauern und Säulen erkennen. Die Markthalle war früher überdacht und bot somit Schutz bei jedem Wetter.

Untergrund von Neapel
Im Untergrund von Neapel gibt es zahlreiche Gänge und Zisternen, welche in der Antike zur Wasserversorgung diente. Ebensolche konnten wir auch auf abenteuerliche Weise entdecken. Mit einer Führung wurden wir durch die sehr engen Gänge geführt. Mit Kerzen in den Händen mussten wir uns den Weg teilweise ertasten. Eine Abzweigung nach der anderen bis man in einen großen Raum kam, welche von einem Gehwegrand umfasst war und sich in der Mitte klares Wasser befand. In der Decke waren dann mehrere Löcher, welche bis an die Oberfläche gingen. Von dort aus konnten die Bewohner aus dem Antiken Neapel ihre Amphoren an Seilen herunterlassen und wie bei einem Brunnen Wasser schöpfen. Im zweiten Weltkrieg wurden die in Tuffstein gemeißelten Zisternen und Gänge als Zufluchtsorte umgebaut. Es wurden Treppen in die Unterwelt gebaut und Sanitäranlagen installiert. Nachdem der Krieg vorbei war wurde der Schutt, welcher durch die massive Bombardierung entstand, in die Unterwelt gebracht. So konnten die Neapolitaner ihre Stadt wieder errichten.

Salerno
Die Stadt Salerno, auf der Nordseite der Landzunge an der Amalfiküste, ist bekannt für seine Zitronen. Die an den Klippen erbaute Stadt hat eine gemütliche und ruhige Einkaufsstraße. Viele kleine Gassen gehen von dieser ab, jede einzelne ist gefüllt mit Leben. In der Stadt konnte man an jeder Ecke etwas zum Thema Zitronen finden. Es bot sich an den Hängen der Steilküste ein atemberaubender Blick auf den Vesuv und Neapel sowie viele kleine Dörfer an der Küste.

Amalfi
Leider konnten wir Amalfi nur noch am Abend besichtigen, da unser Transit eine Panne hatte und ausfiel. Daher konnten wir das geplante Papiermuseum, mit aktiver Teilnahme, sowie den Dom von Amalfi nicht besuchen. Die Hafenstadt bei Nacht zu erkunden war dennoch ein Erlebnis. Abends pulsieren die kleinen Städte. Die Italiener, welche den ganzen Tag unterwegs sind, treffen sich am Abend in Restaurants. Auf den Straßen herrscht reger Betrieb. Ein Erlebnis, welches sich gelohnt hat.

 

 

 

 

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„Ruhrpott meets Eifel“
 

 

Eine Campingfreizeit der AWG Amalienstraße in den Sommerferien 2018
 

Tag 1

Ganz unter dem Motto „Ruhrpott meets Eifel“ ging die Fahrt in Richtung Süden los. Lautstark dröhnte aus den Boxen des Busses Wolfgang Petry mit seinem Song „Ruhrgebiet“. Die Stimmung war gut und die Kinder sangen die Ruhrgebietshymne mit.

Die Strapazen des vorherigen Tetris-Spiels (Campingausrüstung etc. in den Transit verstauen) waren nach unserer Ankunft auf dem Campingplatz blitzschnell vergessen. Nach einer zweistündigen Fahrt ohne Stau kamen wird endlich im Nationalpark Eifel an. Es war super warm und wir haben in Windeseile versucht unser Camp aufzubauen. Und das mit Erfolg. Nach zwei Stunden schweißtreibender Arbeit war es geschafft – das Ruhrpott-Camp inmitten der Eifel stand. Schnell haben wir dann die Badeklamotten übergeworfen und sind schnurstracks zum See (Naturbad Einruhr) gefahren. Diese Abkühlung hatten sich die Kinder, aber auch wir, verdient. Nach einem ausgedehnten Tag mit Sonnen und Schwimmen, kamen wir alle erschöpft zum Camp zurück. Nach dem Essen sind wir alle schnell eingeschlafen.

Tag 2

Die erste Nacht in den Zelten war vorbei. Der eine hatte besser geschlafen als der andere. Das war aber kein Grund für miese Stimmung, welche bisher non-stop auf einem hohen Pegel war. Da der Tag bereits mit 25 Grad gestartet war, entschieden wir uns dafür, wieder schwimmen zu gehen. Diesmal fußläufig entfernt. Die Eifelaner brauchen für den Weg 20 Minuten, wenn man aber vom flachen Niederrhein kommt, dann sollte man etwas mehr Zeit einplanen für die andauernden Berg- und Talfahrten bzw. -wanderungen. Angekommen am Eiserbachsee konnten wir dort bedenkenlos unter dem Schutz der DLRG (Deutsche Lebens- und Rettungsgesellschaft) im kühlen Nass albern. Neben vielen anderen Badegästen haben wir uns den See mit Karpfen und anderen Fischen geteilt. Ein reines Naturerlebnis.

Tag 3

Am Dienstag sind wir zur Ordensburg Vogelsang gefahren. Dies ist ein Relikt aus der NS-Zeit. Dort angekommen (ein doch recht bedrückendes Gefühl), haben wir uns für die historische Geländeführung angemeldet. Da diese aber erst zwei Stunden später begann, sind wir zu einer naheliegenden Hängebrücke gewandert. Die Dame am Informationsschalter hatte noch sarkastisch gefragt, ob wir dies wirklich vor der Tour machen wollen. Voller Tatendrang haben wir diese Herausforderung angenommen. Als wir an der Brücke angekommen waren, war uns klar, was die Dame meinte. 16% Gefälle! Und die mussten wir auch wieder rauf. Endlich angekommen, waren die zwei Stunden auch schon um.

Total erschöpft haben wir interessiert die Führung mitgemacht. Unser Guide Dirk war sehr gut. Sein Enthusiasmus riss auch unsere Kids mit, die mit Interesse und Erstaunen den Erläuterungen folgten. Hier und da machte Dirk sarkastische Bemerkungen oder Wortspiele, welche die doch recht dunkle Vergangenheit der Ordensburg auflockerten. Auf der Ordensburg wurden politische Führer ausgebildet, welche die neueroberten Gebiete verwalten sollten. Denn Adolf Hitler brauchte neue Bürgermeister, Gauleiter etc.. Die Männer, welche dort ausgebildet worden waren, wurden nicht nach ihrem Können ausgesucht. Sie mussten loyal und körperlich fit sein, damit die Gehirnwäsche bzw. Indoktrination des NS-Gedankenguts „fruchten“ konnte. Die intellektuelle Bildung wurde nicht beachtet und sollte keinen Stellenwert haben. Auch die Kinder verstanden langsam, dass dies kein Ort zum Gedenken an die Opfer ist, sondern vielmehr ein Ort, an dem Mörder ausgebildet worden waren.

Auf der Heimfahrt wurde sich noch über die neuen Erfahrungen ausgetauscht. Ein sehr beklemmendes Gefühl. Abends wurde dann noch lange zusammen gesessen. Mit Spielen und Gesang wurde der Tag verabschiedet. Auch der vorab entstandene Eifelreim wurde – so gut es ging – auf „Eifeler-Platt“ von Kristian vorgetragen, was zum schallenden Gelächter unter unserem Sonnensegel mit einer spartanisch angebrachten Lichterkette diente.

Tag 4

Noch voll Muskelkater starteten wir in den nächsten Tag. Heute ging es mit den Cross-Rädern weiter. Eine sehr anspruchsvolle Radtour stand auf dem Plan. Anspruchsvolle 20 Kilometer rauf und runter. Durch Wälder, am Wasser entlang, über Wiesen und auf Staudämmen. Alles das, was den Nationalpark Eifel prägt. Aufgrund der vielen Steigungen und Gefälle haben wir oft Pausen eingelegt. Nach 5 Stunden kamen wir wieder an unserem Startpunkt an. Erschöpft von der Tour haben wir uns noch mit einer Picknickdecke an den See gesetzt und Snacks zu uns genommen.

Tag 5

Den Tag darauf hatten wir uns Entspannung verdient. Das Wetter war bestens und wir sind wieder zum Eiserbachsee gefahren. Die Kinder konnten sich dort abkühlen und haben zudem die Möglichkeit gehabt auf einem Rasenplatz Fußball zu spielen.

Tag 6

Der letzte Tag war angebrochen. Nach dem letzten gemeinsamen Frühstück haben alle zusammen das Camp abgebaut. Nach einer erneuten Runde Tetris ging es dann los. Zum Abschluss der Fahrt haben wir uns die naheliegende Stadt Aachen angeschaut. Kleine Gassen mit urigen Cafés und Bars. Ein prachtvolles Rathaus, welches im Schatten des noch prachtvolleren Münster steht, der sogenannte „Dom zu Aachen“ oder auch „Kaiserdom“ genannt. Die Kinder sind aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen. Denn im Inneren des Münsters wurde man von Gold überwältigt. Feinste Handwerkerarbeiten und Verzierungen aus Gold wo man nur hinschaute. Auch ging es für einige Kinder emotional zu. Als Andenken an verstorbene Familienmitglieder haben einige Kinder eine Kerze angezündet. Zum Abschluss der Freizeit gab es ein Besuch im „Frittenwerk“. Die Kinder konnten sich dort eine Mahlzeit und ein Getränk aussuchen. Pappsatt ging es dann durch den staureichen Nachmittagsverkehr (wie soll es auch anders sein im Ruhrgebiet) zurück nach Dinslaken.

Kurzum: Unsere Stadt-Kids konnten die Auszeit in der Natur und dem Minimalismus des Campings genießen, was an der fortwährend guten Stimmung in der Gruppe abzulesen war. Auch der Gewitterschauer, der uns am Dienstagabend ereilte, tat der Stimmung keinen Abbruch. Im Anschluss an den Schauer schnappten wir uns einen Grill bei der Rezeption und ließen den Abend – diesmal ohne „Dosenfutter“ – ausklingen. Wir möchten behaupten, dass die Freizeit ein voller Erfolg war, was natürlich auch dem (fast immer) guten Wetter geschuldet war.

Besonders gefördert wurden die sozialen Fähigkeiten. Das Zusammenleben auf dem Campingplatz fordert viel gegenseitige Unterstützung. Darüber hinaus haben die teilnehmen Jugendlichen einen kompetenten und verantwortungsvollen Umgang mit der Natur erleben und erlernen können.

 

 

 

 

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Frühjahrsfahrt nach Lieberhausen
 

 

Von Freitag bis Mittwoch absolvierte eine Gruppe von sechs Jungs aus dem Haupthaus der Zeppelinstraße eine Freizeit in unserem Ferienhaus in Lieberhausen. Am Nachmittag des letzten Schultages vor den Osterferien wurde der Transit mit Gepäck und Jungs beladen und eine zwei-stündige Autofahrt führte uns zum Ziel. Auf dem Weg hielten wir am örtlichen Supermarkt, um unsere Lebensmittelvorräte aufzustocken.

Nachdem die Zimmer bezogen wurden, wurde das restliche Haus inspiziert. Mit tatkräftiger Unterstützung von Justin wurde das Abendessen zubereitet und gemeinsam verzehrt. Es wurde ein Plan für den nächsten Tag geschmiedet. Der restliche Abend wurde in gemütlicher Runde verbracht und die deutsche Mannschaft wurde bei dem Länderspiel gegen Spanien angefeuert.

Am nächsten Morgen, nach einer Joggingrunde und dem gemeinsamen Frühstück, wurde in Fußballschuhe und Trainingshosen geschlüpft und es ging zum nahegelegenen Fußballplatz. Dieser war über einem Fußweg von ca. 2 Kilometern durch den angrenzenden Wald gut zu erreichen. Über Stunden wurde mit vollem Körpereinsatz auf dem schlammigen Platz gebolzt. Zum krönenden Abschluss wurde ein Torwandschießen veranstaltet, der Gewinner wurde für den Abend vom „Spüldienst“ befreit. Ausgelaugt ging es zurück. Nach dem Abendessen zogen sich die Jungs, erschöpft von der körperlichen Anstrengung, recht schnell auf ihre Zimmer zurück und bald wurde es ruhig in dem großen Haus.

Am nächsten Morgen weckte uns die strahlende Sonne, die fröhlich vom blauen Himmel schien. Nach dem Frühstück ging es mit Sack und Pack in den Wald, auf dem Weg wurde sich in der äußerst schwierigen Sportart „Frisbee-im-Laufen-werfen“ betätigt. Im Wald angekommen nutzen wir die durch den Sturm umgekippten Bäume und spielten Verstecken. Einige Jungs versteckten sich so gut, dass sie nicht aufzufinden waren, bis wir sie riefen. In einem großen Bogen über den Bergkamm ging es zurück Richtung Dorf. Natürlich durfte ein Tannenzapfenweitwurf nicht fehlen und so segelten die Tannenzapfen meterweit den Abhang hinab. Als sich der Wald lichtete, hatte man eine weite Sicht und es wurde nach dem Standort des Hauses Ausschau gehalten. Um den Abend ausklingen zu lassen, wurden Gemeinschaftsspiele gespielt und im Anschluss eine DVD geschaut.

Den Montag nutzen wir, um nach Köln zu fahren. Die Jungs machten sich schick für die Domstadt. Es wurden alle 533 Stufen des Kölner Doms erklungen, in den zahlreichen Boutiquen eingekauft und in der Sonne ein Eis geschlemmt. Am Abend trauten sich die mutigen Jungs eine Nachtwanderung zu. Angriffe von Wölfen oder Monstern blieben erstaunlicherweise aus, jedoch konnten wir es nicht lassen, uns immer wieder gegenseitig zu erschrecken. Das Highlight waren dann mehrere Runden Verstecken im Dunkeln, welches den Schwierigkeitsgrad enorm erhöhte.

Dienstag wurden rasch die Schwimmhosen eingepackt und wir fuhren nach Plettenberg ins Schwimmbad. Eine riesige Rutschenlandschaft erwartete uns. Todesmutig stürzten die Jugendlichen sich ins Getümmel und probierten alle acht Rutschen aus. Unter anderem eine Loopingrutsche, eine Rutsche mit freiem Fall und eine Rutsche, die man im Stehen benutzen musste. Außerdem wurde sich im Wettschwimmen gemessen und Kunststücke vom 3 Meter Brett vorgeführt. Im Anschluss stand Grillen auf dem Speiseplan. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und es regnete wie aus Eimern. Schnell wurde umdisponiert und das Grillgut einfach in der Pfanne zubereitet. Hungrig von der sportlichen Betätigung stürzten die Jungs sich auf das Essen. Am Abend wurde das nächste Deutschlandspiel gegen Brasilien geschaut.

Am nächsten Morgen standen alle früh auf. Mit müden Gesichtern wurde das Haus einer Reinigung unterzogen und das Gepäck wieder im Auto verstaut. Nach erlebnisreichen Tagen ging es bei Sonnenschein wieder zurück nach Duisburg. Dort wartete bereits die nächste Gruppe auf den Transit, um nach Lieberhausen zu fahren und es fand ein fliegender Wechsel statt.

 

 

 

 

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„Der Berg der Bedeutung“ – Osterferienfahrt nach Lieberhausen
 

 

Beginn der Fahrt – Tag 1

Nach dem Frühstück begann die Freizeit mit guter Laune in Lieberhausen. Die Stimmung war auf Urlaub, Sonne und eine schöne Zeit eingestellt. Nach einem kurzen Besuch im „Haupthaus“ an der Zeppelinstraße ging es auf direktem Weg nach Lieberhausen. Zutreffend bemerkten die Kinder die stetige Verwandlung der Umgebung. Von städtisch mit Ruhrpott Charme, hin zum bewaldeten und bergigen Sauerland. Wir näherten uns dem bisher eher mysteriösen Berg der Bedeutung. Die Fahrt mit dem gemeinsamen Singen von allgemein bekannten Liedern war der Beginn eines gemeinsamen Rituals, das sich mit jeder Autofahrt wiederholte.

In Lieberhausen angekommen, haben wir uns erstmal eingerichtet, gemeinsam gelacht, Musik gehört und uns ausgetauscht. Das Beziehen der Zimmer war bereits ein freudiges Erlebnis, das durch einen unerwarteten Konflikt unterbrochen wurde. Doch dies war nur eine dunkle Wolke am sonst sonnigen Himmel. Nach dem gemeinsamen Abendessen haben wir in der „Gruppe“ den Konflikt aufgearbeitet. Jeder brachte sich ein und so wurde es zu einem Thema der Gesamtgruppe. Und plötzlich waren alle mitten drin. Mitten in einem Rollenspiel, zwischen Gina und Jens, indem es genau um diese Themen ging! Erst nach einiger Zeit wurde den Kindern klar, dass dies der Einstieg in unser gemeinsames Thema war.

In einzelnen Rollenspielen übernahmen jetzt die Kinder die Rollen. Einer spielte den Jugendlichen, der in seinem Leben, seiner Situation, keinen Sinn mehr sieht. Orientierungslos. Hoffnungslos. Der Andere sollte aufmuntern, Mut machen und Trost geben. Die Kinder brachten sich voll und ganz ein und steuerten Beispiele bei, die direkt aus ihrem Leben stammten. Der erste Abend klang mit gemeinsamen Spielen aus. Die Nacht war ruhig und friedlich.

Der Lebensweg – Tag 2

Nach einer erholsamen Nacht trafen wir uns zum gemeinsamen Frühstück. Dieser Moment im Tagesablauf wurde zum Ausgangspunkt für den Tag. Jeder konnte seine Wünsche und Erwartungen an den Tag äußern. Klar war eins: Heute besichtigen wir die Burg Altena und nehmen an einer „Fackelführung“ teil. Zuerst ging es jedoch nach Gummersbach, denn die Kinnder wollten unbedingt „shoppen“!

Im Anschluss daran fand eine emotional äußerst bewegende „Gruppe“ statt. In kreativer Form stellte jeder seinen bisherigen Lebensweg dar. Mit all seinen Höhen und Tiefen. Wir nahmen wertschätzend an den hohen Bergen und den ganz tiefen Tälern des Berges jedes Einzelnen teil. Das waren sehr persönliche und berührende Momente. Da kam die Abwechslung in Form einer Besichtigung der Burg Altena gerade recht. Zwar hatten wir nur Windlichter und keine Fackeln, aber die Schilderung der Sagen rund um die Burg Altena ließ uns dieses Detail schnell vergessen. Sagen von Riesen, Gold und Schätzen sowie Drahtziehern begeisterten uns. Die Kinder, ausgerüstet mit einer Videokamera, filmten spontan eine kleine Dokumentation über die Burg Altena ab. Eine geniale Idee. Nach einem gemeinsamen „Betthupferl“ ging es dann in den Schlaf.

In die Tiefe – Tag 3

Ein neuer Tag bricht an. Bereits der Morgen war spannend, denn heute Morgen war „Rollentausch“. Zwei Kinder wurden zu Erziehern und übernahmen freiwillig und mit viel Humor die Aufgaben der Erwachsenen. Sie servierten ein Frühstück, das mit so viel Liebe und Hingabe zubereitet wurde, dass man hätte weinen können. Vor Freude!

Nach dem Frühstück stand erstmal Entspannung auf dem Tagesplan, bevor es in die nächste Gruppe ging. Jeder wusste, wenn das Wort „Gruppe“ fiel, wurde etwas zum Thema erarbeitet. Diesmal ging es darum die Dinge zu finden, die einen inspirieren, Freude schenken, aufmuntern und einem ein Lächeln schenken. Jeder schrieb auf Post-it Zetteln Dinge auf, die das für ihn bedeuteten. Insgesamt kamen 186 Zetteln zusammen, die nun angebracht einen riesigen Berg der positiven Bedeutung bildeten. Jeder hatte die Möglichkeit zu einzelnen Begriffen mehr zu erfahren.

Positiv beschwingt ging es weiter zur Attahöhle. Wir besichtigten gemeinsam die größte Tropfsteinhöhle Europas. Wow! Wir erfuhren mehr über Stalaktiten, Stalagmiten etc. Unglaublich, dass 1mm Wachstum ca. 100 Jahre benötigt. Es ist einfach nur zu staunen, wenn man das mit dem eigenen Leben vergleicht. Etwas enttäuschend war, dass jedes fotografieren oder filmen in der Höhle verboten war. Somit wurde die Besichtigung zu einer sehr eindrücklichen Erfahrung, da wir alle Eindrücke aufsaugen mussten. Es bleibt ja nur die Erinnerung daran.

Der Abschluss des Abends bildete ein Film, der sich nahtlos an unser Thema anknüpfte. Jugendliche in einer schweren und belastenden Situation, die durch Sport Zusammenhalt und gegenseitiges Vertrauen erfahren und erleben. Alles schien zusammen zu passen. Das Wetter wurde immer sonniger und heller. So wurde es gleichsam in uns immer heller und wir konnten die Spitze des Berges der Bedeutung schon sehen.

Brief an sich selbst – Tag 4

Der vorletzte Tag brach an und alle freuten sich auf das gemeinsame Essen am Abend. Zuvor genossen wir jedoch die Sonne, die Stille und die ausgeglichene Stimmung. Es war ein bisschen wie das Gefühl, dass heute „Sonntag“ ist. Mit diesem Gefühl ging es in die letzte „Gruppe“ der Frizeit. Wir schrieben einen Brief an uns selbst, der in genau einem Jahr jedem zugestellt wird, egal wo immer wir dann sein werden. Dabei entstand die Idee, dass wir diese Freizeit genau in einem Jahr wiederholen sollten. Da war es wieder. Diese sehr intime, persönliche und warme Atmosphäre, in der jeder einen Brief an sich selbst verfasste. Es wurde z.T. gemalt, geschrieben, zitiert und gedichtet. Der krönende Abschluss war das Versiegeln der Briefe mit einem Wachsstempel. Im Anschluss ging es an das Styling für den Abend.

Das Abschlussessen mit den Kindern ist auf jeder Freizeit ein besonderer Moment, indem die vergangenen Tage nacherlebt werden. Jeder kann eine kleine Geschichte oder einen Witz beitragen. So klang der Abend aus mit der Übergabe eines kleinen Geschenks. Jeder erhielt einen ästhetisch aussehenden Stein, der aus Dänemark stammt. Ein kleiner Berg sozusagen.

Die Heimat ruft – Tag 5

Dank guter Organisation und die gemeinsame Kraft, putzten, wischten und räumten wir auf, um das schöne Haus in Lieberhausen für die nächsten Gäste in einem guten Zustand zu hinterlassen. Die Sonne hat uns seit gestern nicht verlassen. Es ist Frühling, sagt das Herz. Einige wünschten sich einfach in Lieberhausen zu bleiben, aber während der Fahrt wurde das Herz wieder weit für die Heimat. Eines ist jedenfalls sicher. Den Berg der Bedeutung haben wir erklommen und sind von ihm beseelt zurückgekehrt.

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und uns hilft, zu leben.“

 

Hermann Hesse (Stufen)
 

 

 

 

 

 

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Wochenendfahrt der AWG Watereck nach Lieberhausen

 

Abfahrt nach Lieberhausen!
Meine erste Fahrt in unser Ferienhaus nahe Gummersbach. Gehört hatte ich von den Teilnehmern schon sehr viel, vor allem davon, wie schön das Haus, der Wald und die Umgebung sei. Im Vorfeld erfragten wir die Gruppe natürlich auch nach ihren Vorstellungen und Wünschen. Insgesamt sehnten sich alle nach etwas Entspannung, denn auch unsere älter werdenden Bewohner packt der Alltagsstress deutlich mehr als vielleicht noch vor ein paar Jahren. Nach längerem hin- und her konnten wir glücklicherweise auch noch mehr Teilnehmer mitnehmen als ursprünglich geplant. Für viele unserer Bewohner könnte dies die letzte Fahrt in der doch sehr lange bestehenden Konstellation gewesen sein. Wir nahmen wahr, dass dies die Stimmung etwas beeinflusste, waren aber guter Dinge eine schöne Fahrt für alle garantieren zu können.

Tag 1 (Freitag)
Heute sollte es also losgehen! Nach und nach kamen alle aus der Schule, packten und saßen auf heißen Kohlen. Eigentlich warteten alle auf Jasmin, die heute zuletzt ins Haus kommen würde. Gott sei Dank hatten alle ihre Zimmer schon am Donnerstag auf Vordermann gbracht, sodass wir einen stressfreien Nachmittag hatten. Besonders aufgeregt waren Phillip und Fabian. Natürlich wurde schon stunden vorher genau ausgeklügelt, wer denn bloß wo sitzen würde. Es gab den blauen Party Bus und den kleinen Vereinsberlingo, indem man eher mit einer ruhigen Fahrt rechnen konnte. Die älteren Teilnehmer setzten sich also eher zu mir in den Berlingo, der uns noch einigen Spaß bereiten würde.

Nachdem wir die Autos beladen hatten, ging es dann nun endlich los. Aber nur bis zum Parkplatz um die Ecke, denn eine unserer Damen hatte ein wichtiges Medikament vergessen. Die Zwangspause war durchaus berechtigt, also machten wir eine Kehrtwende. Einige Baustellen machten uns auf dem Weg zu schaffen, sodass Nico mal wieder sein Heimatstadion von Bayer 04 Leverkusen bewundern konnte (und das sogar zwei Mal). Navigationsgeräte sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.

 

 

 

 

Als wir endlich beim hiesigen Supermarkt angekommen waren, zeigte sich die Gruppe als erfahrenes Team. Einkaufslisten arbeiteten wir im nu ab, getrennt auf zwei Einkaufswagen. In meinen Wagen kam alles für die Hauptgerichte. Wir hatten uns auf ein mexikanisches Wochenende geeinigt. Eins ist klar: Mohamad würde im Ernstfall sicherlich der Fluchtwagenfahrer meiner Wahl werden, so sicher er den Wagen durch den überfüllten Markt steuerte. Natürlich deckten sich alle auch etwas mit Privateinkäufen ein, sofern das Taschengeld nicht schon längst ausgegeben war.

Als wir uns hungrig Lieberhausen näherten, war die Dämmerung schon eingetreten. Nebel machte sich breit und bot allen einen schaurigen Ausblick über die Landschaft. Unser Berlingo kam kaum die Serpentinen hinauf und heulte laut durch den Abend. Blöd, dass der Fluchtwagenfahrer meiner Wahl noch keinen Führerschein hat! Wir stellten fest, dass wir sicherlich das ein oder andere hier heimische Tier verjagen würden. Endlich angekommen, packten wir zügig unsere Sachen aus. Mohamad bestand darauf, sich noch einmal über die Treppe zu beschweren, die immer sehr laut sei. Trotzdem polterten erst einmal alle mit ihren Taschen nach oben um auszupacken. Der Hunger machte sich breiter und breiter, weshalb ich mich mit tatkräftiger Unterstützung aller an die Arbeit machte, unser erstes mexikanisches Gericht zuzubereiten.

In geselliger Runde aßen wir unsere Nachopfanne, besprachen den weiteren Verlauf des Abends und tauschten uns über das Haus aus sowie die vielen Erinnerungen, die daran hängen, aus. Alle hatten auf Schnee gehofft, welchen wir sicher zuhauf gehabt hätten, wäre es doch nur kalt genug gewesen. Regen hatten wir zumindest. Jasmin hatte sich gewünscht, eine Runde verstecken im Dunkeln zu spielen, was wir aufgrund der Witterung und der heiklen Lage in den Wäldern verzichten mussten. Der Sturm Frederike hatte sein Unwesen getrieben, sodass der Förster dringend davon abriet, uns in den Wald zu begeben. Da wir alle einen langen Tag hatten, räumten wir auf und fingen an Gesellschaftsspiele zu spielen, was besonders Fabian immer sehr gut an den Fahrten fand. Der gesprächige Selim übernahm die Leitung und sorgte dafür, dass uns der Spaß nicht ausging.

Nach einem kurzen Abschlussgespräch und der Planung des nächsten Tages hatten alle noch etwas Zeit für sich, während gerade die jüngeren sich bettfertig machten. Der Abend klang langsam aus.

Tag 2 (Samstag)
Heute sollten wir viel vorhaben, also tat uns der Schlaf sehr gut. Und da man mit leerem Magen für gewöhnlich nicht klar denken kann, hatten wir ein ausgedehntes Frühstück und packten uns etwas Proviant ein.

Auf der Fahrt nach Lüdenscheid alberten wir eine Menge herum und versuchten dem großen Transit zu folgen. Der Berlingo mühte sich wieder einmal sichtlich ab. Pünktlich angekommen, suchten wir in der völlig überfüllten Innenstadt einen Parkplatz. Nun standen wir endlich vor der Tür.

 

 

 

 

Zuerst hatten wir etwas Sorge, dass unsere älteren Mitfahrer vielleicht etwas unterfordert wären. Und Museen sind ja nun mal auch nicht jedermanns Sache. Gott sei Dank war dies ganz und gar nicht der Fall. Die Phänomenta beschreibt sich als ein großes Science Center, bei dem das anfassen der Exponate durchaus erwünscht ist. Es gab große Themenbereiche, die technisches oder physikalisches Wissen vermitteln und zur Erkundung einladen.

Einmal angekommen, haben wir schleunigst unsere Sachen abgegeben und unsere Kugeln abgeholt, mit denen man eine riesige Kugelbahn füttern konnte. Alle haben es geschafft ihre Kugel auf den Weg zu schicken. Nur Kollege Selim verstopfte die Bahn, weil er gleich drei Kugeln auf einmal losschicken musste. Typisch Erzieher!

Bereits im ersten Raum, der sich mit dem Thema Licht und Farbe auseinandersetzte, hatten alle totalen Spaß und erkundeten die Exponate. Besonders gut geeignet waren die Lichtspiele um Selfies und Gruppenbilder zu machen. So etwas findet man nicht alle Tage. Besonders toll empfanden alle, dass man allein durch ausprobieren sehr viel entdecken konnte. Phillip und Fabian ließen sich immer mal wieder Dinge erklären, sofern sie mal etwas nicht genau verstanden hatten. Auch der Themenraum „Spiegel“ kam sehr gut an. Weitere Bereiche zeigten uns Einblicke in Bereiche Zeit, Kräfte, Sehen & Hören, Strom & Spannung sowie Luft. Da Phillip gerne die Eindrücke mit seiner eigenen Kamera festhalten wollte, schickte er mir per Luftpost eine kleine Botschaft: „Wan krieg ich mein Handy?“. An der Rechtschreibung arbeitet er noch, keine Sorge!

Unterwegs fanden wir eine Dunkelkammer, aus der man nur wieder herausfand, wenn man sich auf seine haptischen und auditiven Sinne verlassen konnte. In kleinen Gruppen stiegen wir hinein. Von draußen hörte man nur großes Gerumpel und lautes Gelächter. Ein Teilnehmer der Höhlenerkundung beklagte den schlimmen Geruch eines Stinkefußes.

Alles in allem waren wir sehr lange unterwegs. Wir reflektierten noch einmal, was uns am besten gefallen hat, aßen und tranken etwas. Die Dunkelkammer und der Bereich mit den Spiegeln lagen weit vorn. Da die Lüdenscheider Innenstadt inklusive Einkaufszentrum direkt nebenan lag, wir noch einige Besorgungen für den Abend machen wollten und das Wetter schlechter wurde, gingen wir los und verbrachten dort noch etwas Freizeit. Dies tat uns allen sehr gut und wir spürten so langsam die Erschöpfung des Tages. Wir machten uns auf den Weg nach Hause, um mit dem Kochen zu beginnen.

Heute sollte es überbackene Enchiladas geben. Jeder übernahm eine Aufgabe, sodass alles sehr schnell ging. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass es tatsächlich schmeckte und es nicht nur bedingt durch den großen Hunger schnell in unsere Bäuche einverleibt wurde. Überbackene Enchiladas stehen wohl auch weiterhin in meinen Wochenenddiensten auf der Speisekarte.

Wir saßen noch lange am Esstisch und unterhielten uns. Die Stimmung war ausgelassen! Ich nahm dies zum Anlass auch noch einmal genauer über Abschiede zu sprechen und wir führten gemeinsam einige Angebote durch, bei denen jeder etwas von der Gruppe zurückbekommen konnte.

 

 

 

 

Gegen acht Uhr machte sich unser Phillip langsam auf den Weg ins Bett. Der Tag war sehr lang und ereignisreich für ihn gewesen, sodass es kein Murren und Knurren verlangte. Da wir eine große Auswahl an DVDs für einen gemeinsamen Filmeabend dabei hatten, entschied sich die Gruppe für einen Film. „Blow“, dessen Geschichte uns sehr bewegte und auch noch einige Zeit reflektiert wurde. Der Protagonist hatte einen Abschied mit sich auszutragen und ging in die Retrospektive um herauszufinden, was genau passiert war. Mohamad, Romina und Thomas hingegen hatten es sich auf dem Zimmer bequem gemacht und unterhielten sich bis zur Bettgehzeit.

Tag 3 (Sonntag)
Unser Wochenende sollte sich so langsam dem Ende entgegen neigen. Beim Vorbereiten des Frühstücks sah ich die Regenwolken über uns hinwegziehen. Wie für einen Sonntag üblich, schliefen alle etwas aus und ich fragte mich derweil, wie die Stimmung sein würde, gleich noch einige Spiele im freien stattfinden lassen zu wollen. Beim Frühstück entschieden wir uns erst einmal alles sauber zu machen und sprachen noch etwas über den gestrigen Tag. Die Phänomenta kam sehr gut an und würde von uns auch den anderen Gruppen gegenüber als empfehlenswert beschrieben werden. Wir teilten unsere Aufgaben auf und erledigten unsere Hausreinigung bevor wir uns gegen 13 Uhr entschieden, den Weg nach Hause anzutreten, da es nach wie vor regnete.

Wir übergaben unserer Nachbarin noch ein paar Blumen, in der Hoffnung nicht zu laut gewesen zu sein und fuhren los. Manche mit einem lachenden Auge, manche natürlich mit einem weinenden, sollte es doch ihre letzte Fahrt gewesen sein. Ich für meinen Teil, freue mich sehr, bald wieder zu kommen!

Autor: Kai Isselhorst

 

 

 

 

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Südlandfahrt
 

 

 

 

Hier geht es zu dem Bericht!
 

 

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Hamburg – „Unsere Perle“
 

 

…unter diesem Motto fuhren wir am Montag, den 23.10.17, mit dem Zug von Dinslaken nach Hamburg. Wir, das sind fünf Bewohnerinnen und zwei Erzieherinnen der AWG Amalienstraße.

In Hamburg angekommen, machten wir uns samt Gepäck zu Fuß auf den Weg zu unserer Unterkunft – einer Ferienwohnung in der siebten Etage eines Hochhauses mitten in Hamburg. Nach einer kurzen Verschnaufpause und Inspektion der Wohnung, ging es dann zum Einkaufen. Anschließend haben wir gemeinsam gekocht, gegessen und uns anschließend mit der U-Bahn auf den Weg Richtung Hamburger Altstadt gemacht.

Erster Halt war das Hamburger Rathaus, das wirklich sehr imposant ist und vor allem abends fantastisch aussieht. Unsere Tour führte uns weiter zum „Jungfernstieg“ und zur Alster. Nachdem wir einige Fotos gemacht hatten, ging es wieder zurück in unsere Wohnung. Der erste Tag in Hamburg hatte allen gefallen und wir freuten uns auf die restliche Woche. Bevor wir allerdings schlafen gehen konnten, mussten wir noch etwas erledigen. Unsere liebe Regina war 16 Jahre alt geworden und das musste noch gefeiert werden.

 

 

 

 

Dienstag nach dem Frühstück ging es dann im Geburtstagsoutfit wieder Richtung Rathaus. Nachdem wir es uns am Abend zuvor bei Nacht angeschaut hatten, nahmen wir heute an einer zweistündigen Stadtführung teil, die vor dem Rathaus begann und sich quer durch die Stadt bis zum „Michel“ zog. Wir haben jede Menge Infos bekommen und viel gesehen. Leider war das Wetter nass und kalt, sodass wir uns nach der Führung in einem kleinen Café bei einer Tasse Kakao aufwärmen mussten.

Von dort aus ging es in die Speicherstadt, um das „Miniaturwunderland“ zu besuchen. Es war faszinierend zu sehen, wie detailreich einzelne Länder oder Städte im Miniformat nachgebaut worden waren. Wie schön alles leuchtete, wenn es Nacht im „Miniaturwunderland“ wurde und wie lebhaft alles bei Tag wirkte. Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus.

Nach dem Abendessen war das Wetter leider noch schlechter als am Vormittag. Deshalb beschlossen wir den Abend in der Wohnung zu verbringen und uns die Zeit mit dem einen oder anderen Spiel zu vertreiben.

Am Mittwoch fuhren wir zu den Landungsbrücken. Nachdem wir am Hafen entlang geschlendert waren, durchliefen wir den alten Elbtunnel und sahen uns den Hafen von der anderen Seite der Elbe an. Nach einer kleinen Shoppingtour durch die Souvenirshops des Hafens, erkundeten wir den Hamburger Hafen dann von einer Fähre aus.

Außerdem waren wir auf der „Rickmer Rickmers“, einem 1896 gebauten Schiff, das auch als schwimmendes Wahrzeichen Hamburgs bezeichnet wird. Der Rundgang über und unter Deck befasste sich nicht nur mit der Geschichte des Schiffes, welches unter anderem während des ersten Weltkrieges von den Portugiesen beschlagnahmt worden war, sondern auch mit der Geschichte der Familie „Rickmer“ und dem Aufbau der eigenen Werft und Reederei.

 

 

 

 

Dann ging es zur allabendlichen Stärkung zurück in die Ferienwohnung und anschließend zur Elbphilharmonie. Während der Stadtführung am Dienstag, haben wir erfahren, dass es an der Elbphilharmonie eine Aussichtsplattform gibt, die man kostenlos besuchen kann und von wo aus man sich den Hafen bei Nacht angucken sollte. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen.

An der Elbphilharmonie angekommen, besorgten wir uns ein Ticket und fuhren mit der „Tube“, einer sehr schön gestalteten und vor allem sehr langen Rolltreppe in die Elbphilharmonie. Schon das war ein Highlight. Noch schöner waren aber die Aussicht und der Hamburger Hafen bei Nacht! Wir haben jede Menge Fotos gemacht, bevor wir uns wieder auf den Weg zur Unterkunft machten.

Am Donnerstag mussten wir früh los. Wir wollten das Bunkermuseum besuchen, das nur donnerstags von 10.00Uhr bis 12.00Uhr geöffnet hat. Der unterirdische Bunker stammt aus dem zweiten Weltkrieg und dient heute als Museum. Neben Berichten von Augenzeugen, haben wir auch viel über die Nutzung solcher Bunkeranlagen erfahren. Das war ein ganz schön beklemmendes Gefühl und alle wurden recht nachdenklich.

Um 14.00Uhr haben wir an der Stadtführung durch St. Pauli teilgenommen. Da bis dahin aber noch etwas Zeit war, haben wir uns noch den „Michel“ angeschaut. Die Sankt Michaelis Kirche ist eines der Wahrzeichen Hamburgs und ist sowohl von innen als auch von außen sehr faszinierend. Mit großen Augen betraten wir die Kirche und staunten über die vielen Goldverzierungen, die es überall zu sehen gab und über die Größe der Kirche. Wir fuhren außerdem mit dem Aufzug nach oben, um die Aussicht von einem der größten Kirchtürme der Welt zu genießen.

Vom „Michel“ ging es zu den Landungsbrücken, wo vor dem Hardrock Café die Stadtführung startete. Die Führung befasste sich mit den Landungsbrücken, dem Fischmarkt und der Fischauktionshalle sowie mit der Reeperbahn. Auch hier bekamen wir wieder viele Informationen zu Hamburg und seinen Wahrzeichen. Vor der bekannten „Davidwache“ endete die Führung und wir machten uns auf den Rückweg. Wir mussten noch ein paar Kleinigkeiten für das Abendessen einkaufen und freuten uns über eine kleine Pause, da wir bereits einige Kilometer zu Fuß zurückgelegt hatten.

Nachdem wir St. Pauli schon tagsüber erlebt haben, wollten wir es uns auch bei Nacht anschauen und schlenderten noch über die Reeperbahn. Da bei uns allen die Stimmung gut war und wir noch nicht zurück in die Ferienwohnung wollten, beschlossen wir eine weitere Aussichtsplattform zu besuchen. Von der „Tower Bar“ in der Nähe der Landungsbrücken hat man ebenfalls einen wunderbaren Blick über Hamburg.

An diesem Tag sind wir alleine zu Fuß 13 km quer durch Hamburg gelaufen. Entsprechend froh waren wir, als wir abends die Füße hochlegen konnten.

Unser Programm für Freitag bestand aus dem Besuch des Speicherstadtmuseums und der Speicherstadt. Nach dem Frühstück machten wir uns mit der U-Bahn und dem Bus auf den Weg zum Museum. Das Speicherstadtmuseum berichtet über die Entstehung der Speicherstadt, das Leben der Arbeiter dort und auch über Themen wie Kaffeeanbau. Die Mädchen erkundeten die verschiedenen Themen anhand verschiedener Rätsel und hatten eine Menge Spaß. Anschließend haben wir uns die Speicherstadt noch live angeschaut.

 

 

 

 

Da auch an diesem Tag das Wetter ziemlich schlecht war, verbrachten wir den Abend in der Ferienwohnung und vertrieben uns die Zeit mit verschiedenen Spielen. Als wir am Montag und Dienstag vor dem Rathaus standen, waren wir alle beeindruckt von diesem Gebäude. Deshalb haben wir uns entschieden, am Samstag spontan an einer Führung durch das Rathaus teilzunehmen. Wir sind durch einige Räume des Rathauses gelaufen und uns wurde viel über die Geschichte des Gebäudes und der Stadt Hamburg erzählt. Das Highlight war die Besichtigung des Festsaales. Ein Raum, der über 40m lang ist und an dessen Decke drei 1,2t schwere Kronleuchter hängen.

Praktischerweise befindet sich das Rathaus in unmittelbarer Nähe zur Europa Passage und der Mönckebergstraße. Einer ausgiebigen Shoppingtour stand also nichts im Weg. Außerdem haben wir in den Geschäften Schutz vor dem Regen gefunden.

Was sollte man machen, wenn man an einem Sonntag in Hamburg ist? Den legendären Fischmarkt besuchen. Das hatten wir vor. Morgens um 4.30Uhr schellte der Wecker, doch schnell war klar, dass das Wetter noch viel schlechter war als an den letzten Tagen. Herbststurm „Herwart“ wütete und machte den Besuch des Fischmarktes unmöglich.

Als sich das Wetter im Laufe des Tages besserte, fuhren wir zuerst zum Bahnhof. Übers Internet hatten wir erfahren, dass wegen des Sturmes einige Züge nicht fuhren. Da wir am nächsten Tag mit dem Zug wieder abreisen wollten, wollten wir uns bei der Deutschen Bahn erkundigen. Am Bahnhof angekommen, erwarteten uns zwei unfassbar lange Schlangen, die zum Schalter der Deutschen Bahn führten. Wir entschieden uns dann dafür, uns Informationen über die Hotline der Deutschen Bahn zu besorgen, aber leider konnte uns wegen unserer Zugverbindung noch keine Auskunft gegeben werden.

Wir beschlossen den restlichen Tag am Hafen zu verbringen und uns ein Bild von den Sturmschäden zu machen. Abends war dann klar, dass unser Zug am nächsten Tag nicht fahren wird. Nach kurzem Austausch mit unseren Kollegen, stand fest, dass sich unser lieber Frank (Hausleitung der AWG Amalienstraße) am nächsten Morgen mit dem Auto auf den Weg machen wird, um uns in Hamburg abzuholen.

Unseren letzten Abend verbrachten wir dann noch mit Koffer packen, aufräumen und putzen und ließen bei einem Stück Pizza die Woche Revue passieren.

 

 

 

 

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Besuch der Essener Motorshow
 

 

Auch in diesem Jahr hatten wir das Vergnügen, acht Ehrenkarten vom Veranstalter der Essener Motor Show gesponsert zu bekommen. Voller Vorfreude sind wir, sechs Jugendliche und zwei Betreuer, dann endlich am Samstag, den 02.12.217, morgens um 10 Uhr Richtung Essen aufgebrochen. Gerüstet mit einem kleinen Frühstück für den Tag, gab es auf der Hinfahrt nur ein Thema: „Autos“.

Dementsprechend groß war auch die Freude bei der Ankunft in Essen. Nach einer kurzen Besprechung, bzw. zeitlichen Planung, haben wir die Messe in zwei Gruppen erkundet und genossen.

Neben vielen Raritäten und aufwendig bearbeiteten Show-Cars, waren für die Jugendlichen aber auch die schönen Hostessen immer wieder ein Foto wert.

Parallel zu den ganzen Schönheiten, gab es aber auch viel Interessantes und Neues zu entdecken. So hatten die Teilnehmer die Möglichkeit die Bundeswehr, als auch andere seltene Exponate zu erleben.

Bei einer entsprechenden Veranstaltung konnten natürlich auch der Rennsport und dessen Adrenalinschübe nicht fehlen.

Nach sechs Stunden, vielen Schritten, noch mehr Eindrücken, tausenden Fotos und vielen gesammelten Postern, sind alle Teilenehmer begeistert und zufrieden nach Hause gefahren.

 

 

 

 

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Sommerfest der AWG Amalienstraße
 

 

Die Wochen und Tage der Vorbereitung haben sich gelohnt! Für das diesjährige Sommerfest der AWG Amalienstraße hatten alle fleißig mitangepackt: Der Rasen wurde gemäht, Unkraut gezupft, Spiele vorbereitet, Einkäufe getätigt und Tischdeko gebastelt.

 

 

 

 

Als es am 2.9. dann soweit war, spielte auch das Wetter mit und wir haben uns über viele tolle Gäste gefreut. Gemeinsam machten wir Stockbrot und spielten Spiele, wie Rasentwister und Dosenwerfen.

Neben köstlichen Leckereien vom Grill und frischen Salaten, war der selbstgebackene Kuchen auch dieses Jahr wieder ein Highlight.

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Spieglein Spieglein an der Wand, Lieberhausen wird zum Märchenland
 

 

Es waren ein mal sieben Mädchen im Alter von 13 bis 17 Jahren, die sich im Sommer 2017 zusammen mit zwei Erzieherinnen auf den Weg nach Lieberhausen machten, um eine Woche im Märchenwald zu verbringen. Ihre Erlebnisse haben sie in einem Tagebuch festgehalten, das hier zu finden ist!

 

 

 

 

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Segelfreizeit Osterferien 2017
 

 

Am Samstagmorgen packten wir unsere sieben Sachen und machten uns auf in Richtung Ijsselmeer. Gegen 12:30 Uhr erreichten wir unseren neuen Heimathafen in Andijk. Bevor wir aber das Schiff beladen konnten, musste noch der Mast aufgebaut werden. Da alle tatkräftig mithalfen, ging dies aber schnell.

Anschließend kamen unsere Sachen in die verschiedenen Kajüten. In der Folge gab es jedoch einige Probleme mit den Wanten, die uns den Start des Segelns leider verzögerten. Dadurch ließen wir uns die schönen ersten Momente jedoch nicht vermiesen und machten das Beste aus dem ersten Tag. Ob spannende Duelle an der Tischtennisplatte, Fußballtennis oder ein paar Turnübungen, langweilig wurde es nicht. Gegen Abend hin beschäftigten wir uns dann mit der Zubereitung des Abendessens. Nach gefühlt einer Tonne Nudeln und Hackfleisch, machten wir es uns an Deck gemütlich und ließen den Abend gemeinsam ausklingen.

Am zweiten Tag im wunderschönen Holland machten wir uns auf den Weg in Richtung Amsterdam. Das Wetter trug seinen Teil zu der sehr guten Stimmung bei. Gemeinsam erlebten wir einen wunderschönen Tag im sonnigen Amsterdam, wo es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Bevor wir uns, nach wundgelaufenen Füßen, zurück in den hemischen Hafen machten, ließen wir es uns nochmal richtig gut gehen und kehrten in ein sehr gemütliches Restaurant ein. Zwar war die Kost nicht klassisch Holländisch, dennoch aber sehr lecker. Im Heimathafen angekommen, sollte der Tag noch ein richtiges Highlight bieten: Drei unserer
Jungs sprangen ins eiskalte Ijsselmeer.

Am dritten Tag konnten wir aufgrund von kleinen Schwierigkeiten noch nicht in See stechen. So wurde dann ganz schnell aus einem Segeltag ein Spiel-, Einkauf-, Fussballtag. Völlig erschöpft kamen wir am frühen Abend zurück zum Schiff. Nach einem ausgiebigem Abendessen und einer „Spielsession“ „Wizzard“, machten wir uns auf den Weg in unsere Kojen. Denn am folgenden Tag wollten wir endlich unser Schiff zum schaukeln bringen.

Nach einem hastigen Frühstück und voller Vorfreude legten wir unsere Schwimmvesten an und machten unser Schiff klar zum ablegen. Auch heute belohnte uns das Wetter mit einer lachenden Sonne, aber dennoch genügend Wind, um ordentlich „Speed“ zu bekommen. Wir nahmen Kurs auf Richtung Medemblik. Während einige die frische Luft an Deck genossen, tummelten sich ander unter Deck und spielten „Segelschiffe versenken“.

In Medemblik angekommen, und nachdem wir alles standegemäß vertaut hatten, durchstöberten wir etwas das kleine Städtchen. Denn für einige war Medemblik „Neuland“. Gegen Abend hin suchten wir uns dann erneut einen Fussballplatz, um eine Revanche auszuspielen, damit der Stachel bei der Verlierermannschaft vom letzten Duell nicht zu tief saß.

Für den Mittwoch gabe es leider eine Unwetterwarnung über dem Ijsselmeer, dementsprechend hatten wir einen Ausflug mit einer Fähre nach Enkhuizen geplant. Diese trotzte nämlich dem Wind und Wetter etwas besser als unser „Segelschiffchen“.

Auf der Fähre bekamen wir die Ehre uns den Maschinenraum ansehen zu dürfen. Dass es eine sehr alte Fähre war, wurde auch hier schnell klar. Der Kapitän schilderte uns sehr bildlich, dass ein heutiger Motor, der so eine Leistung hat, ungefähr so groß ist wie ein Automotor.

In Enkhuizen angelegt, schlenderten wir ein wenig durch das kleine Städtchen, bis der Hunger uns in eine echte holländische Pommesbude trieb. Satt und zufrieden ging es dann mit dem Zug in das etwas größere Städtchen Hoorn. Aber da allen sehr kalt war, hielten wir uns dort nicht lange auf. Zudem waren alle heiß darauf, Borussia Dortmund siegen zu sehen und wir setzen uns in den Bus um zurück nach Medemblik zu fahren. Das mit dem Siegensehen klappte dann leider nicht so gut, dennoch hatten wir einen schönen Abend und freuten uns auf den letzten Segeltripp am morgigen Tag.

Der letzte Tag brachte tolles Wetter mit sich und machte uns den Abschied noch schwerer. Nachdem sich alle frisch gemacht hatten und das Frühstück verzehrt war, hissten wir die Segel. In Andijk angekommen, war die Begeisterung groß, denn es ging ans Aufräumen, sauber machen und Taschen packen. Doch auch dies meisterten wir als Crew vorbildlich. Dementsprechend konnten wir am Vormittag die Heimreise antreten und kamen am Nachmittag müde, aber gut gelaunt, in der AWG Amalienstraße an.

 

 

 

 

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Projekt „Kräutergarten“
 

 

Bei dem Projekt wurde gemeinsam mit den Bewohnern der Schüleretage ein Kräuter- und Gemüsebeet angelegt. Die Jugendlichen wurden dabei von einem Erzieher betreut, der in unserem Haupthaus sein Anerkennungsjahr absolviert hat. Das Beet wurde angelegt, um gegen den heutigen Massenkonsum, und der damit verbundenen Wegwerfmentalität, entgegenzuwirken.

Das Ziel war, den Jugendlichen einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln nahe zu bringen und auf eine gesunde Ernährung zu achten. Das Beet ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Gruppe und wird bei gemeinsamen gruppenpädagogischen Kochangeboten genutzt.

 

 


 

 

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Lieberhausen Osterferien 2017
 

 

Tag 1 (17.04.)
Der Tag begann mit der Stauschau im Radio, welche einen 10 km langen Stau wegen plötzlichen Schneefalls ankündigte. Schnell mussten noch Schal, Mütze und Handschuhe in den fertig gepackten Koffern untergebracht werden. Je näher wir unserem Ziel kamen, desto weißer wurde die Umgebung.

Gleich nach der Ankunft wurden die Koffer ins Haus gebracht und wir rüsteten uns für die kalte Umgebung und erkundeten diese dann auch gleich. Eine mehrere Kilometer lange Wanderung stand bevor. Leider war es für den frisch gefallenen Schnee zu warm und dieser schmolz sehr schnell wieder.

Nachdem wir dann nach einiger Zeit zurück am Haus waren, haben wir das Abendessen zubereitet und den ersten Tag in Ruhe ausklingen lassen.

 

 

 

 

Tag 2 (18.04.)
Der Tag begann mit einem leckeren und ausgewogenen Frühstück. Danach hieß es Taschen packen für einen Ausflug ins GumBaLa, einem Schwimmbad in Gummersbach. Dort verbrachten wir den ganzen Tag. Sowohl die Kinder, als auch die Pädagogen, hatten dort sehr viel Spaß beim Wettschwimmen, auf der Wasserrutsche und bei Wasserspielen mit Bällen. Da so viel Spaß und Bewegung hungrig machen, haben wir einen kleinen Imbiss eingenommen.

Als wir abends dann frisch geduscht wieder im Haus waren, wurde das Essen vorbereitet. Nudeln mit Bolognese-Sauce. Die Kinder halfen natürlich tatkräftig. Auch wurde noch ein leckerer Apfelkuchen gebacken, um die kommenden Tage immer etwas Süßes zu haben, was man mitnehmen konnte.

Dann wurde sich noch zusammengesetzt, um gemeinsam den Abend ausklingen zu lassen.

Tag 3 (19.04.)
Am dritten Tag konnten wir uns morgens ein bisschen mehr Zeit lassen. So wurde ganz in Ruhe gefrühstückt und danach haben alle zusammen noch etwas Zeit zusammen mit Spielen im Wohnzimmer verbracht. Nach einem kleinen Snack am Mittag, sind wir dann nach Gummersbach in die Stadt gefahren. Dort haben wir uns die Innenstadt angeschaut und die Kinder konnten anschließend in zwei Gruppen die Stadt auf eigene Faust erkunden. Nach zwei Stunden haben wir uns alle wieder getroffen.

Da die Kinder auch Postkarten verschicken wollten, starteten wir eine kleine Schnitzeljagd durch Gummersbach. Nachdem wir dann endlich Postkarten gefunden und gekauft hatten, mussten wir ein Postamt finden. Nach einer längeren Suche sind wir an einem Kiosk fündig geworden, in dem wir Briefmarken erwerben konnten. Da es an diesem Tag sehr kalt war, waren die Kinder auch wieder froh, als wir zurückgefahren sind.

Nach einem leckeren Abendessen hieß es dann Spielezeit für alle. Es wurden gemeinsam Twister, die Werwölfe vom Düsterwald und andere Spiele gespielt. Die Kinder hatten dabei sehr viel Spaß und nachdem die Zeit wie im Flug verging, sind wir alle schnell ins Bett, da der morgige Tag etwas früher losgehen sollte.

 

 

 

 

Tag 4 (20.04.)
Heute hieß es etwas eher aus den Betten. Denn es Stand der Besuch des Affen- und Vogelparks in Reichshof an. Nach einer relativ kurzen Anreise hieß es erst einmal warten bis wir die Eintrittskarten erwerben konnten. Dann ging es auch schon los. Durch den Tierpark, mit vielen verschiedenen Tieren und Gehegen und anschließend in den Indoorbereich. Beide Bereiche erfüllten den Tag mit vielen Anforderungen und Erlebnissen, die den Kindern sehr viel Spaß bereiteten.

Da dies der letzte volle Tage in Lieberhausen war, haben wir uns dazu entschieden Pizza zu bestellen. Dies stieß natürlich auf viel Begeisterung. Am Abend wurden wir wieder spielerisch aktiv. Twister und die Werwölfe vom Düsterwald, wurden ausgiebig gespielt. So konnten einige Kinder, aber auch die Pädagogen zeigen, welche akrobatischen Fähigkeiten in ihnen stecken.

Tag 5 (21.04)
Der letzte Tag bricht an. Nach dem vorherigen abenteuerlichen und vollgepackten Tag, haben wir etwas später gefrühstückt. Nach dem Frühstück haben die Kinder dann ihre Koffer wieder gepackt und sich frisch gemacht. Dann haben alle tatkräftig das Haus auf hochglanz gebracht. Gemeinsam wurden die Betten neu bezogen und die Schlafräume abgestaubt und gefegt. Die Bäder wurden gereinigt und die Fliesenböden gewischt. Alle Kinder haben tatkräftig geholfen und nach dem alles fertig war, haben wir die Heimreise angetreten.

Lieberhausen ade! Bis Bald!

 

 

 

 

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Düsseldorfer Brückenlauf
 

 

Mit einer, wegen Krankheiten dezimierten, Gruppe haben wir am Sonntag am „Brückenlauf“ in Düsseldorf teilgenommen. Insgesamt haben über 1100 Teilnehmer die Ziellinie erreicht, die Schnellsten bereits nach etwas mehr als fünfzehn Minuten.

Da konnten wir leider nicht mithalten. Doch durch das regelmäßige Training fiel uns die Distanz von 5km wesentlich leichter, als noch zu Jahresbeginn. Dementsprechend haben sich die Zeiten der teilnehmenden Jugendlichen deutlich verbessert, sodass wir in der Teamwertung mit insgesamt 74 Teams einen sehr beachtlichen 5. Platz belegt haben.

Unser Respekt gilt den Jugendlichen, die sich Woche für Woche, trotz des eher schlechten Wetters, zum Lauftraining aufraffen. Das Laufen in einer großen Gemeinschaft und die Anfeuerungen am Straßenrand boten eine schöne Abwechslung und die Verbesserung der Leistung belohnte uns für die Anstrengungen im Training.

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United with Music and Respect
 

 

Zwei Jugendliche unserer Einrichtungen haben mit Unterstützung eines Pädagogen der Jugendheimstätten an dem Projekt „United with Music and Respect“ teilgenommen. Dabei enstand das Lied „Wir sind Menschen“, bei denen die Jugendlichen den Gesangs- und Schlagzeugpart übernommen haben.

Das Lied wurde professionell im Tonstudio aufgenommen und im Rahmen der Veranstaltung „United with Music and Respect“ am 15. März live in der Hochschule Düsseldorf gespielt. Nun ist es auch online zu sehen, hinterlegt mit einigen Impressionen der Jugendheimstätten aus den letzten Jahren.

 

 


https://vimeo.com/210907908
 

 

Der Liedtext zum Song:

 

 

Wir sind Ausländer in Duisburg Hochfeld und machen Baby was uns gefällt.
Auch wenn ihr uns noch nicht so kennt, bald rocken wir die ganze Welt.
Wir kamen her von überall und sitzen nun im selben Stall.
Nach der Schule in die Stadt dort checken wir die Mädels ab.
 

 

Wir sind Menschen

Wir hatten einen langen Weg und wollten, dass es uns besser geht.
Wir wollten kein Blut sehen!
Wir wollten einfach überleben.
Jetzt schau mich nicht so an. Ich bin doch wie Jedermann.
Stellt euch nicht so an! Take my hand let`s have some fun!

Wir sind Menschen

 

 

 

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Hardter Karnevalslauf 2017
 

 

Am Samstag, den 25.02.2017, haben sechs Jugendliche aus unserem Haupthaus „Zeppelinstraße“ an einem 5 km Lauf in Mönchengladbach teilgenommen.

Bereits Wochen vorher haben wir damit begonnen, uns auf den Wettlauf vorzubereiten. Jeden Montag sind wir, egal ob es kalt war oder geregnet hat, an der Regatta-Bahn oder Sechs-Seen-Platte laufen gegangen. Einige Teilnehmer waren schon fit, weil sie in ihrer Freizeit Fußball spielen oder andere Sportarten ausüben. Es gab aber auch Teilnehmer, die hierdurch mit dem Sport begonnen haben.

Kurz vor dem Start machte sich etwas Aufregung unter den Jugendlichen breit, war dies doch ihr erster „Wettkampf“. Doch der Lauf war gut organisiert und auch das Wetter spielte mit. Und mit dem Start verging augenblicklich auch die Nervosität. Jeder Jugendliche ist während des Laufes an seine Grenzen gegangen und so beglückwünschen wir alle Teilnehmer zu ihren tollen Leistungen.

Ergebnisse, Zielfotos und weitere Impressionen gibt es unter der Homepage des Veranstalters: www.lg-moenchengladbach.de

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Berichte aus den Jahren vor 2017 sind online nicht mehr verfügbar.

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