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15. Apr. 2019

Wir, die Jugendheimstätten Niederrhein e. V., wurden am 23. August 1950 von Hartmut (1921-1996) und Marie Schneider (1928-2014) gegründet.

Wir sind ein freier Trägervein der stationären Jugendhilfe mit vier Standorten in Duisburg und Dinslaken.

 

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Dr. Hartmut Schneider um die Zeit der Gründung des Vereins

 

Der Verein entstand nach dem zweiten Weltkrieg als Teil der Heimstattbewegung, die Vorläuferin der organisierten Jugendsozialarbeit. Unsere Wurzeln sind in den Zielen und Idealen der Jugendbewegung aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts wiederzufinden. Hier ist besonders Kurt Hahn hervorzuheben, der als Begründer der Erlebnispädagogik gilt, die auch heute noch ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist.

Zu Gründungszeiten war es das Ziel, einer immer noch zunehmenden und entwurzelten Flüchtlingsjugend – aus durch den Krieg belasteten sowie strukturschwachen Gebieten Deutschlands – nach dem zweiten Weltkrieg eine neue Heimat zu geben und eine Perspektive zu ermöglichen. Dadurch geprägt versuchen wir seit über 60 Jahren eine „Erziehung zu einer freiheitlich demokratischen Lebensordnung“ zu leisten.

Zu diesem Zweck wurde ab März 1952 in mehreren Schritten der erste Standort der Jugendheimstätten Niederrhein e.V., ein Wohnheim in der Tradition der Lehrlings- und Gesellenwohnheime, das „Lehrlings- und Jungarbeiterwohnheim“ in Duisburg Hochfeld an der Zeppelinstraße eröffnet.

 

 

Unser Haupthaus Duisburg-Hochfeld nach der Sanierung 2017

 

Wenige Jahre später erweiterten wir unser bisheriges Angebot durch ein Ferienhaus im Oberbergischen Land. Bis heute ist dieser Standort in Lieberhausen aktiv und vielfältig in unsere pädagogische Arbeit eingebunden, und es finden regelmäßig Fahrten dorthin statt. Es wurde 2016 aufwendig saniert und modernisiert.

 

Unser Ferienhaus in Lieberhausen

 

Seit unserem Bestehen sind wir politisch wie auch konfessionell unabhängig. Dies ist vor allem mit den Erfahrungen des Gründers aus den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen und der nationalsozialistischen Diktatur begründet.

Da Jugendliche in der Vorkriegs- und Kriegszeit eine verkürzte Schulzeit hatten, litt ihre kulturelle Bildung. So war es eines unserer Vorhaben in der Nachkriegszeit, dieser Jugend die Geschichte und das Erbe der europäischen Kultur nahe zu bringen. So finden seit Mitte der 50er Jahre Fahrten nach Italien (Region Latium), Griechenland (Athen/Olympia) und Südfrankreich (Provence), die sogenannten Südlandfahrten, statt.

 

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Ferienfreizeit in der Vergangenheit

 

Seit Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts bieten wir Segelfahrten mit unseren eigenen Booten an. Nach mehreren Schiffs- wechseln nutzen wir seit 2017 unsere Ajas II für unsere Segelfrei- zeiten in Holland.


Unsere Ajas II auf dem Ijsselmeer in Holland

 

Bis in die 80er Jahre stand vor allem das Ziel der Jugendsozialarbeit im Mittelpunkt. Durch die sichtbar wachsenden Erziehungsschwierigkeiten seit dieser Zeit dominieren heute die stationären erzieherischen Hilfen unsere alltägliche Arbeit.

2006 eröffneten wir unser zweites Haus, die Außenwohngruppe (AWG) Watereckstraßen Duisburg Walsum. Hier wohnen Jungen und Mädchen im Alter von 12 bis 15 Jahren. Ziel ist es zunächst, den Kindern ein vertrauensvolles und stabiles Umfeld zu bieten und die Persönlichkeit sowie Selbstständigkeit zu fördern. Wie in unseren anderen Häusern auch, legen wir hier großen Wert auf die Freizeit- und Erlebnispädagogik.

 

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Unser Standort Watereckstraße in Duisburg-Walsum

 

Im Jahr 2009 eröffnete der Verein das Wohnprojekt an der Gerokstraße in Duisburg-Hochfeld. Hier leben die Jugendlichen in Wohngemeinschaften zu zweit und lernen, ihr Leben selbstständig zu meistern. Realitätsnah und mit Unterstützung unserer pädagogischen Fachkräfte lernen die Jugendlichen, ihren Alltag zu regeln.

 

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Unser Wohnprojekt an der Gerokstraße in Duisburg-Hochfeld

 

Das sehr erfolgreiche Projekt ist eingebettet in das sozial-politische Engagement im Stadtteil und die kommunale Sozialpolitik. Hilfe zur Erziehung unterliegt hier einem zeitgemäßen Paradigmenwechsel von der Einzelfall- zur Sozialraumorientierung.

Aufgrund der hohen Nachfrage nach Plätzen in unserer AWG Watereck entschlossen wir uns einen vierten Standort zu errichten. Nach einem Jahr Bauphase konnten wir 2013 die Fertigstellung und Eröffnung unseres Hauses in der Amalienstraße in Dinslaken feiern. Hier finden 20 Jugendliche im Kernalter von 12-15 Jahren in zwei Wohngruppen ein Zuhause.

 

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Unsere AWG´s in der  Amalienstraße in Dinslaken

 

Über die besonderen Ausprägungen unserer verschiedenen Standorte informieren Sie sich bitte über die entsprechenden Links.

 

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